Zitat von Arella: Hast du einen wunden Punkt mit Alk. im Umfeld?
Nein, nicht direkt. Ich hatte mal einen Alki in der Abteilung. Der liebste Mensch, den man sich vorstellen kann, wenn er nüchtern war. Aber im Abstand von Wochen kam er betrunken in die Arbeit. Aggressiv war er nie, das war nicht seine Natur. Er lallte dann rum und hatte meist einen besudelten Pulli an. Aber in seinem Hinterkopf war offenbar immer da, dass er arbeiten musste, was er in volltrunkenem Zustand natürlich nicht konnte.
Er tat mir leid, war durch die Trennung seiner Frau da reingerutscht, die ihn mit 3 Kindern sitzen ließ. Das packte er auf Dauer nicht und dann kam der Retter Alk ins Spiel.
Er war auch auf einer Entziehungskur und war während der Kur sogar mal hier. Das Thema sei für ihn erledigt, er würde keinen Tropfen mehr anrühren. Am ersten Tag in der Arbeit griff er wieder zum Alk. Es lag aber nicht an der Arbeit, denn er liebte die Arbeit. Aber eine Entziehungskur ändert das gewohnte Leben halt nicht.
Ein Onkel von mir war auch Alk. Ich habe das nur vom Hörensagen mitbekommen, denn er wohnte in einer anderen Stadt. Er war derjenige von 4 Brüdern, der immer am labilsten war. Mit dem Job hatte er großes Glück, er zog 60 km weiter in eine Großstadt, wo er einen guten Posten im Bauamt bekam. Wie die Ehe war, kann ich nicht einschätzen, aber die Frau mochte ich nie.Jedenfalls endete sein Leben früh mit einem Sturz von der Treppe daheim.
Und auch der Kollege starb auf diese Art und Weise. Seine Kinder hat er großgekriegt, aber der Alk hat sein Leben zerstört.
Ja, ich kann sehr hart sein und Betrunkenheit meines Partners akzeptiere ich nicht. Da ziehe ich sehr schnell Grenzen, denn Alk macht alles kaputt. Aber da besteht keine Gefahr, es war mit dem Whisk. Cola ein Ausrutscher, denn er merkte gar nicht, dass Irek ihm wohl immer wieder mal nachschenkte.
Bei meinem Partner würde ich Suchtmittel niemals akzeptieren, auch kein Canna.. Wer das braucht, hat sein Leben und sich nicht im Griff. Ich würde mich auch nie auf einem Süchtigen einlassen. Der wäre sofort unten durch.
Zitat von Lukrethia: Damit lenkt er das Problem von sich auf dich. Was soll das?
Das ist die beliebte Schuldumkehr um von sich abzulenken. Er trinkt sich einen Rausch an, was er nicht zugeben will, weil er es sonst sein lassen müsste. Also wird flugs die Ehefrau als zeternder und maulender "Ehedrachen" bezeichnet, die ihm sein Vergnügen nicht gönnt.
Heißt für die TE, friss oder stirb. Entweder sie lebt mit seinen Räuschen und dem Kater oder sie geht. Er ist jedenfalls nicht bereit, das sein zu lassen.
Er wird allenfalls auf Taten reagieren, also auf Konsequenzen, aber bei Worten geht er einfach in eine Abwehrreaktion, zumal er ja weiß, dass sie zwar meckert, aber keine Konsequenzen zieht.