Hallo Shion,
huch, ich habe dich in meinem ersten Thread gar nicht entdeckt?
Die Sache mit meinem Ex ist - zumindest für mich - noch nicht durch, nein. Aber irgendwann habe ich beschlossen, dass ich nicht mehr in der Opferrolle sein möchte, sprich: dass ich nicht warten möchte, bis er sich entscheidet, dass er zurück will.
Stattdessen habe ich für mich entschlossen, ihn gehen zu lassen und mich um mein Leben zu kümmern. Hilfe meinerseits lehnt er wehement ab. Es gab noch Kontakt, in diesem hat er sich für meinen Beistand bedankt und gesagt, genau das wäre es, was ihm Mut und Kraft gibt, er bräuchte aber weiterhin Zeit und Raum.
Das habe ich so akzeptiert und ich wünsche ihm alle Heilung dieser Welt mit seiner Vergangenheit.
Ich möchte nur nicht mehr so darunter leiden. Die Kontaktsperre hat mir insofern sehr gut getan, als dass ich zwar zwischendurch völlig am Rad drehte, aber eben durch das Kontaktverbot keine blödsinnigen Nachrichten an ihn verschickte. Irgendwann wurde es besser zu ertragen, und inzwischen denke ich nicht mehr mit jedem morgendlichen Aufwachen bei ihm und kann schon gut an Orte gehen, an denen ich mit ihm aus war. Anfangs war das undenkbar.
Was also mit ihm ist, weiß ich nicht. Ich bekomme in wenigen Tagen Bescheid, wann ich in meine neue Wohnung ziehen kann, und dann hole ich all meinen Krempel aus seiner Wohnung raus.
Viele sagen, das würde ihm zu denken geben und es würde dann besser werden - aber darauf spekuliere ich nicht.
Viel eher wünsche ich mir einen Neuanfang durch meinen Umzug, und ich hoffe, ich kann die Vergangenheit dann wirklich verarbeiten.
Aktuell arbeite ich auch sehr viel an mir und versuche, positive Konsequenzen aus der Trennung zu ziehen.
zB frage ich mich, warum ich bei der Trennung so zusammengebrochen bin. Ich finde das psychisch ungesund und arbeite daran, von Innen wieder stark zu sein. Ich möchte beim nächsten Scheitern einer Beziehung (Gott bewahre!

) nicht schon wieder so ein Wrack sein.
Also habe ich meine Ziele, und was er aus all dem hier machen wird, das muss er entscheiden.
Mein Arzt hat damit sofern auch nichts zu tun, ich spekuliere hier auf keine Beziehung oder geheime, wilde Liebesgeschichte.
Tatsächlich überlege ich, den Arzt zu wechseln. Auch einfach, da es mir WEGEN der inzwischen vorhandenen Intimität mit ihm unangenehm ist, all meine körperliche Probleme seines Fachgebiets vor ihm auszubreiten.
Ich mag ihn ja, ich würde gerne unversehrt sein, oder zumindest wollen, dass er das denken kann. Aber er kennt ja jedes meiner Leiden in der Beziehung, das macht es mir sehr schwer.
Ach, und falls jemand wissen möchte, warum ich so oft dort bin: ich hatte einen Unfall, und er war derjenige, an den ich verwiesen wurde.