Melias
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Ob man diese Labels mag oder nicht - sich darüber Wissen anzueignen, ist in solch einem Fall ein Segen für das anfängliche Verständnis. Ich sprech da insoweit aus Erfahrung, da bei mir zwischen Runde 1 und Runde 2 gleich 5 Jahre lagen und ich in Runde 1 nicht dazu kam, mich zu belesen - es ist ein himmelweiter Unterschied im Hinblick auf die Verarbeitung.
Das Problem ist dabei aber natürlich, dass man anfängt, alle auf die gleiche Weise abzustempeln. Der Borderliner, der Narzisst - wie bei: der Ausländer, der Na'zi.
Ich denke, es wird immer verschiedenstarke Ausprägungen geben.
Die Ex von @LeiderEinRetter sagte immer wieder, wie wenig Empathie sie hatte. Meine Ex hat immer betont, dass sie sehr empathisch ist. Das Problem ist dabei, was ist eigentlich Empathie?
Nach meinem Verständnis gibt es entgegen @E-Claire Meinung keine wirkliche Empathie bei Borderlinern, da das impliziert, dass der Borderliner sich in den Partner/Kind/Angehörigen etc. einfühlen könnte und nachempfinden kann, was er/sie anrichtet und das ist ihm/ihr nicht möglich - die Empathie ist nur, was ihm/ihr widerfahren ist. Natürlich erlernt er/sie verhaltensweisen, aber Empathie ist das nicht in meinen Augen. Alles andere würde auch Bösartigkeit bedeuten, da willen- und wissentlich mit Schädigungsabsicht dann ein solches Verhalten wäre.
Das ganze Spiel geht - um mal auf den Ausgangsthread zurückzukommen - in solcherlei Konstellationen auch vice-versa: Der TE versucht gerade anfänglich mit seinem Verständnis für richtiges und moralisch korrektes Handeln seine Ex zu verstehen und auf sie einzugehen.
Er wurde hier gerade schon des öfteren als naiv bezeichnet. Ich würde sogar noch weitergehen: Er ist viel zu nah am Geschehen dran emotional, weswegen es ihm nicht möglich ist, sie losgelöst von seinem Verständnis zu verstehen. Sie tickt ja komplett anders als er, weswegen seine Werte ungleich der ihren sind und das alles so nie klappen kann.
Insoweit besitzt auch er nicht die richtige Empathie, um sich in seine Ex einzufühlen.
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