Zitat von Fake:Für mich hört es sich aber auch ein wenig nach zuviel "Selbstmitleid" an, sorry das ich das so offen schreibe. Warum schaffst Du es nicht aus der Opferrolle heraus zu kommen? Warum siehst Du es nicht als das was es ist, ein riesiger sch. Fehler von Deiner Frau, nicht mehr und nicht weniger! Auch schreibst Du nicht wie ihr die Affäre "aufgearbeitet" habt. Nach so langer Zeit sind doch Gespräche möglich, ohne das es eskaliert. Weiß Deine Frau um Deinen Zustand? Du solltest Dir Hilfe von außen holen. Und ja, es ist auch bei mir was kaputt gegangen seit ich von dem Betrug meines Mannes weiß. Aber ich war nicht unschuldig daran, muss mir Fehler eingestehen, die fatal waren. Und ja die Betrüger hätten die Probleme anders lösen können, haben sie aber nun einmal nicht. Ich bewundere aber meinen Mann wie er seit 2 Jahren kämpft, bereut, leidet ohne Ende das ihm dieser Fehler unterlaufen ist. Wenn ich nicht bereit bin und mir immer wieder einrede, dass ich das nicht vergessen kann, dann würde ich konsequent die Ehe beenden.
Als erstes möchte ich mich an alle die hier geschrieben haben bedanken.
Nun zu der einen oder anderen Frage.
Ich kann es verstehen das sich das als Selbstmitleid anhört. So ist es aber nicht. Es ist der momentane Stand meiner Situation. Der eine oder andere schaft es innerhalb von zwei Jahren die Sache abzuhacken, in meinen scheint es länger zu dauern. Es ist keinesfalls so, dass ich mit gesenkten Kopf durch die Gegend laufe. Meine Frau bereut das was sie getan hat und zeigt es mir, geht mit mir durchs Leben. Wie gesagt, es geht uns soweit gut. Nichts desto trotz ist bei mir nichts mehr so wie es mal war. Man liest viel von Paaren denen es anschließend besser geht als zuvor oder wie jemand weiter oben schon schrieb, sogar Kinder daraus entstanden sind. Es gibt aber nicht nur gut oder schlecht. Es gibt auch die Zeit dazwischen. Und ja, diese dauert bei mir scheinbar länger. Und genau darüber wollte ich berichten. Das Stadium wo du bist mit deinen Mann, wird vielleicht auch bei mir kommen.
Aber eins ist für mich klar. Ich werde nicht eine Affäre als Fehler akzeptieren sondern die Tatsache, dass sie in dieser Zeit einfach egoistisch gehandelt hat.
Zum Thema Reden. Ja haben wir. Unzählige Male mit vielen einüchternden Ergebnissen. Wie ich beim ersten mal ja auch sagte in meinen Beitrag, habe ich vor ca zwei Jahren aufgehört zu fragen. Ich habe doch bereits alles erfahren. Was soll sie mir noch sagen? Ich kann sie nicht ewig strafen und immer und immer wieder darauf rumkauen.
Ich will es akzeptieren und Aufarbeiten so wie du es auch getan hast weil ich mich für einen Neuanfang entschieden habe. Bei manchen dauert es 1, 3, bei anderen sogar 10 Jahre. Keine Ahnung. Hilfe habe ich mir schon geholt. Ich bin seit einiger Zeit dabei und Fortschritte sind ebenfalls zu sehen. In meinen Beitrag war es nicht möglich alles zu beschreiben und zu protokolieren, er war lange genug. Trotz allem weiß ich nicht wie lange es bei mir dauern wird. Es ist eben kein schwarz oder weiss. Deshalb schreibe ich. Ich war am Anfang auf der Suche nach einer Zahl. 6 Monate, zwei Jahre, was auch immer. Das ist vollkommener Quatsch. Ich kann nur sagen das es mir eine ungeheure Kraft kostet, doch deshalb gebe ich meine Ehe nicht auf. Das hätte ich dann vor vier Jahren machen können. Das ich mir selbst im Weg Stand? Vielleicht.
Zur Opferrolle: Genau da will ich raus. Ich habe mich all die Jahre geweigert die E-Mails zu löschen. Ich wollte mich daran erinnern was passiert ist.
Ich bin dabei. Wir sind dabei. Ob es klappt wissen wir nicht. Das weiß doch keiner von uns.
Mein Post war und ist ein Beitrag, wie es bei mir gelaufen ist und wie es im Moment läuft. Wie ich mich fühlte und wie ich vorgegangen bin. Es war nicht alles richtig. Woher hätte ich denn wissen sollen was richtig oder falsch wäre. Deshalb kann sich der eine oder andere meine negativen oder falschen Handlungen für sich nutzen. Auch die Positiven. Vielleicht befindet sich jemand in der Situation, und bei denjenigen ist es noch nicht so lange her. Somit kann derjenige vielleicht für sich selbst Handeln. Ich habe viele Fehler gemacht, und wahrscheinlich werde ich noch weitere machen. Aber auch diese sind Erfahrungen.
Wie gesagt, ich bin bereits in Professioneller Hilfe und ein mal im Monat auch mit meiner Frau. Wir wollen nicht aufgeben.
Es ist trotzdem sehr schwer.
Danke