Zitat von Mirandaa: ich lande entweder im Schock oder in großer Trauer oder Erleichterung oder oder oder. In dem Moment, wo ich intensiv das eine fühle, kann ich mir die anderen Gefühle quasi gar nicht vorstellen geschweige denn, herbeiholen.
hört sich für mich eigentlich recht normal an, könnte ich auch nicht

wenn allerdings sehr unterschiedliche Gefühle schnell wechseln, also Freude und Trauer -- das würde mir zeigen, dass ich nervlich durch bin. Aber zb der Wechsel von Wut zu Trauer ist schon ganz normal finde ich. Die Menschen sind doch verschieden.
Aus der Vogelperspektive, die Dir ja leider so schwerfällt, kann man gelassener auf Alles blicken und Abstand und Ruhe finden.
Eines habe ich aus den Erfahrungsberichten hier im Forum gelernt:
Es ist vollkommen egal, wie lange die Paare zusammen sind, wie glücklich oder unglücklich sie waren, wie reich oder arm, wieivel sie arbeiten, welcher Altersunterschied, wieviele Kinder, welche Typen sie sind, welche Vorerfahrungen.....ES KANN IN JEDER BEZIEHUNG PASSIEREN! Beziehungen enden nun mal oft, und die, die nicht enden, sind oft nicht glücklich und gestresst.
Ich beneide momentan nullkommanull Eheleute. Wenn ich die sehe, dann sehe ich oft schon den Druck unter dem die stehen.
Und die wenigen Ausnahmen von vollkommen glücklichen langen Ehen haben dann vielleicht sehr mit der immensen Trauer zu kämpfen, wenn der innig geliebte Partner verstirbt.
Es ist nicht schlimm, alleine zu sein, und es ist auch ok in einer Beziehung zu sein und es ist auch egal.
Die Abläufe der Trennungen ähneln sich hier im Forum auf fast schon unheimliche Weise. So verschieden die Menschen auch sind, so ähnlich verhalten sie sich in Beziehungen. Das hätte ich schon mal nie gedacht.
Ich dachte immer meine Ex ist was Besonderes, aber nein, sie ist auch nur ein Mensch und hat sich relativ typisch verhalten während der Affäre. Nach der Aufdeckung hat sie sich relativ gut verhalten, da habe ich hier im Forum schon viel Schlimmes gelesen. Dafür bin ich schon mal dankbar.
50% von meinem Herz sehnt sich immer noch nach ihr und wünscht sich sehr, sie in die Arme zu schließen und alles ist wieder gut.
Und 50% haben die Schnauze voll von ihr und findet es aufregend, wieder so ungebunden zu sein und so wenig Verantwortung tragen zu müssen, und nicht mehr so verpflichtet zu sein zu irgendwas.
Und es ist für mich ok, wenn das hin und her wechselt, ich kann da eh nichts dagegen machen, weil ich gelernt habe, dass Gefühle sehr viel Macht haben im Leben, und dass es nichts nützt sie zu unterdrücken und dass die Gefühle soweiso machen was sie wollen, ganz egal, was Herr Logischer-Verstand alles so gerne hätte

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