Zitat von Mirandaa:ich habe mich auch mehrere Wochen ernsthaft um meinen Ex gesorgt und mich deshalb auch um ihn gekümmert (im Rahmen) indem ich ihn mit Infos versorgt habe, was ihm helfen könnte (Selbsthilfegruppen, Literatur, Klinik) ich sagte ihm das auch direkt bei seinem ersten Schlussmachen: egal, wie sehr ich dich bald hassen ...
Ja, vielleicht so eine Art Abschied auf Raten. Meine Ex und dein Ex unterscheiden sich sehr. Auf mich wirkt dein Ex als der eindeutig mental schwächere und bei mir und meiner Ex ist es umgekehrt und etwas ausgeglichener.
Trotzdem mache ich mir manchmal auch Sorgen um sie, sie war ja auch mal jahrelang körperlich krank und so, ich denk aber nicht, dass sie abstürzt. Es geht mir auch ums Prinzip, dass ich meiner Ex nichts wirklich Schlechtes wünschen will und auch nicht will dass man übertrieben schlecht über sie redet. Das hat sie nicht verdient.
Ich sags makl so, mit einer "sauberen" Trennung wäre sie vielleicht ein bisschen als kleine Heldin dagestanden. Sie hat viel investiert in die Ehe, sich immer großzügig und treu verhalten. Durch die Affäre ist es, als hätte sie diese angesammelten "Credits" auf einen Schlag abgebucht und das Konto noch in Minus gebracht. Ich denke, das wirft sie sich bereits vor. Dass sie jetzt als "Böse" dasteht, obwohl sie zuvor sich aufopfernd verhalten hat.
1)Allerdings hat sie sich, in den letzten 2 Jahren würde ich sagen, dann doch oft sehr negativ verhalten, hat begonnen doch recht häufig mit anderen Männern zu flirten usw. Aus heutiger Sicht weiß ich jetzt, dass sie da schon begonnen hat, sich von mir zu entfernen. Das verletzt immer noch, wenn ich es mir vorstelle.
2)Zudem hat sie mir bei der Erziehung der Kinder auch immer gut dazwischen gefunkt, da haben wir nicht an einem Strang gezogen, was mich auch zunehmend genervt hat.
3)Weiter wollte sie STÄNDIG Aufmerksamkeit, Lob, Liebesbezeugungen, was auch sehr nervig war, sie ruhte einfach nicht in sich selbst.
4)Sie hat STÄNDIG ihre Leistungen betont, und meine Leistungen abgewertet. Das ist ein Punkt, der mich sauer gemacht hat über die Jahre.
Ich denke, ich könnte die Liste locker bis Punkt 10 weiterführen!
Dann!im Alltag! gabs echt so Sachen wie, ich stelle eine Pflanze woanders hin und sie stellt sie wieder zurück, ich stelle sie wieder woanders hin, und sie dann wieder zurück. So Zeug halt.
Trotzdem! Wir hatten teilweise immer noch absolut tollen Sex!

)) Sie hat sich dann auch immer beschwert, dass unsere Beziehung nur auf Sex basiert

Nach über 20 Jahren Ehe, ist doch eigentlich was Tolles, oder?
Sie fand auch immer, dass ich ein toller Vater bin, hat sie mir auch nach der Trennung gesagt.
Wir kennen uns einfach in und auswendig.
ABER! Diese ganzen genannten Punkte haben auch den Einfluss, dass es mir reicht. Sie hats jetzt wirklich übertrieben. Ich denke nicht, dass ich auf Dauer ihr noch irgendwie nahe sein will.
Aktuell ist es ein trauriger Abschied auf Raten, ganz oft im Alltag vergesse ich noch, dass wir getrennt sind, dann fällts mir wieder ein, und ich kann es nicht fassen. Es ist einfach noch nicht im kompletten Gehirn angekommen.
Aber ich will sie nicht mehr. Ich merke, dass ich Lust habe andere Frauen kennenzulernen, bei Tür und Angel Gesprächen einfach keine Bremse mehr reinzuhauen.
Ich hatte vor meiner Frau recht viele Beziehungen seit 12 Jahre alt bin, bestimmt 20 oder so, kurze, lange, ganz kurze, ganz lange, mittlere. Mal hab ich Schluss gemacht mal die andere. Ich hoffe einfach, dass sich da in mein Langzeitgedächtnis Erfahrungswerte eingebrannt haben, die mir hoffentlich bald raushelfen aus dem Hamsterrad, weil ich einfach kein BOCK habe, meine restliche Lebenszeit mit Nachweinen und Wütend-Sein zu verbringen.
Ich mach gerne Sport, bring mich in Form, und achte auf Alk.. Aber ich bin kein Alk., insofern darf ich auch mal was trinken, tut gut. Bei diesen Zeilen zb hatte ich mir jetzt nach 5 Tagen Abstinenz mal 2 Gläschen Wein gegönnt
