Aleex
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meine Freundin bereitet mir Sorgen, leider leidet auch unsere Beziehung darunter. Sie trinkt regelmäßig Alk., keine harten Sachen wie Schnap., dafür aber Wein und das nicht wenig. Sie ist 28 Jahre alt.
Als wir uns damals kennenlernten, gab es dieses Problem nicht. Wir hatten mal etwas getrunken, wenn wir gemeinsam feiern waren, Partys besucht hatten, das aber nicht regelmäßig, sondern selten.
Dann fing es an, dass sie immer häufiger Wein mitbrachte, wenn sie zu mir kam.
War ich bei ihr, hatte sie immer ein-zwei Flaschen Wein im Regal stehen.
Gingen wir gemeinsam einkaufen, musste immer Wein mitgenommen werden, am besten mehrere Flaschen.
Anfangs dachte ich mir nichts dabei, wir tranken dann ein paar Gläser Wein am Abend, während wir gemütlich Filme schauten oder gemeinsam kochten.
Komisch wurde es erst, als es gar nicht mehr ohne ging, es war dann soweit, dass sie jeden Tag den Wein öffnete und mit mir trinken wollte. Das habe ich (blöderweise) mitgemacht, sie war aber diejenige, die die gesamte Flasche leerte, während ich nur 1-2 kleine Gläser trank.
Da kam es dann auch zum ersten "Absturz", nachdem sie meinte, zwei Flaschen in kurzer Zeit trinken zu müssen, ich hatte ihr immer wieder gesagt, dass es so langsam gut ist. Sie war so betrunken, dass sie mich völlig grundlos beschimpfte, mir Dinge an den Kopf warf, die gar nicht stimmten, sie schrie rum, schubste mich und fing an zu weinen. Dann rannte sie mitten in der Nacht aus der Wohnung und haute ab, in Schlafsachen. Ich bin ihr natürlich hinterher, die halbe Nacht musste ich ihr hinterherlaufen, durch die Straßen rennen und sie bitten, wieder nach Hause zu gehen. Ich musste ja aufpassen, dass ihr nichts passiert. 🙄
Nach ungefähr drei Stunden waren wir wieder zuhause, sie hatte noch in den Hausflur gebrochen, lag dann ewig im Badezimmer und war sich am übergeben, kaum ansprechbar, ich kümmerte mich, putzte anschließend noch den Hausflur und das Bad, nachdem sie "fertig" war.
Ich war super sauer, das aber nicht allzu lange, ich habe es einfach als "Ausrutscher" abgetan und somit war es gut, zumal ich auch merkte, dass sie sich sehr schämte.
Jedoch ging es dann immer so weiter, jedesmal trank sie wieder, irgendwann waren es immer diese zwei Flaschen, eine war zu wenig, ich trank davon gar nichts.
Ich dachte, dass sie "nur" trinkt, wenn wir zusammen sind, was schon schlimm genug ist, allerdings trinkt sie nun auch, wenn sie alleine ist.
Als ich letztens alleine in ihrer Wohnung war und den Küchenschrank öffnete, traf mich der Schlag. Es standen 16 leere Weinflaschen im Schrank, wovon mir einige entgegen kamen.
Ich sprach sie darauf an, als sie von ihrem Arzttermin zurückkam, sie verharmloste dies, sagte mir, dass diese Flaschen schon ewig dort stehen würden, sie hätten sich in all den Monaten angesammelt.
Ich hatte ein komisches Gefühl, da ich ihr anmerkte, dass sie mich anlügt.
Ich habe mit ihr die Flaschen weggebracht, als ich eine Woche später wieder bei ihr war, standen dort wieder 5 leere Weinflaschen.
Da sagte sie mir dann, dass sie gerne mal eine Flasche trinken würde, wenn sie abends nach Hause kommt.
Das eine ganze Weinflasche zu viel ist und dann auch noch 5 in nur einer Woche, das sah sie nicht ein, sie verharmloste ihr Trinkverhalten wieder, meinte zu mir, dass ich übertreiben würde.
Wir diskutierten, gebracht hatte es aber nichts, es gab nur Streit.
Vor drei Wochen wollten wir in den Zoo, wir sind auch losgefahren, ich merkte, dass es ihr schlecht geht, sie war nicht gut drauf, beschwerte sich über Übelkeit und Schwindel, sah nicht gut aus, mehrmals sollte ich anhalten, weil sie Luft brauchte. Was war? Sie hatte am Abend zuvor getrunken. 🙄
Mittlerweile merke ich ständig, dass sie angetrunken ist, wenn ich mit ihr schreibe oder sie spontan anrufe, vorgestern konnte sie kaum noch sprechen.
Häufig sagt sie nun auch unsere Verabredungen ab, weil es ihr nicht gut geht, sie einen Kater hat, dann liegt sie den gesamten Tag im Bett, spricht kaum mit mir, geht nicht zur Arbeit, nicht zur Uni und meldet sich krank. Sehen tun wir uns also immer seltener.
Weil ich nicht mehr mit ihr trinke, heißt es nun auch noch, dass ich langweilig sei. Sie drängt mich dazu, wenigstens ein paar Gläser zu trinken, eine zeitlang machte ich es noch mit, nun reicht es mir, ich habe erstens kein Verlangen nach Alk. und zweitens mag ich ihn auch nicht gerne, ich möchte nicht hineingezogen werden. Wenn ich mal etwas getrunken habe, als ich sie noch nicht kannte, dann vielleicht 2-3 mal im Jahr auf Partys oder mal ein Glas Rotwein zum Essen. Was sie tut, ist nicht mehr normal und ich mache mir wirklich Sorgen. Ich befürchte, dass sie längst abhängig ist, anders kann ich mir diese Menge an Flaschen nicht mehr erklären. Wir haben nur noch Diskussionen, unsere Beziehung leidet darunter. Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann, weil sie nicht sieht, dass sie Hilfe braucht, sie merkt nicht mal, dass ihr Trinkverhalten nicht gesund und normal ist, sie zieht meine Sorgen ins lächerliche.
Ich weiß nicht mehr, ob ich diese Beziehung weiterführen will und kann. 😞 Ich liebe sie, darum geht es nicht, sie bedeutet mir alles, aber mir fehlt mittlerweile die Kraft. Gleichzeitig kann ich sie so nicht alleine lassen, ich habe Angst um sie, ich kann sie nicht im Stich lassen, ich weiß nicht, wie ich mich noch verhalten soll, was ich tun soll? 😞