Gast10001
Gast
Ich zitiere mal ein paar Stellen, wo ich darauf hinweisen möchte, dass Du quasi selbst den Suchtcharakter begründest bei Affären
Zitat von KBR:Sie haben immer Suchtcharakter? Blödsinn. Ich finde es nicht richtig, das immer so als Fakt in den Raum zu stellen, weil damit quasi die Haltung der Betroffenen unterstützt wird, dass sie ja nicht anders können.
Ein Sucht zu haben heißt ja nicht, dass jemand wegen des Suchtguts nicht anders kann. Das ist eine falsche Sichtweise. Die Betreffenden scheinen zu glauben, dieses Suchtgut haben zu müssen, um den Tag, das Leben what ever durchzustehen. Das ist aber keine Unterstützung der Haltung der Betroffenen, sondern die Feststellung, die Du in Deinem Beitrag hier so richtig formulierst:
Zitat von KBR:Ich wage zu behaupten, dazu wäre die Mehrzahl der Betroffenen in der Lage, wenn sie denn wirklich wollte. Aber nein, da wird sich immer wieder Situationen ausgesetzt, in denen man "schwach werden könnte".
Der erste Teil beschreibt von dir absolut richtig: AP wollen die Affäre nicht verlassen, aber der Grund ist in zweiten Teil Deines eben zitierten Beitrags zu sehen: Sie wollen sich nicht den Situationen aussetzen, wo sie schwach werden könnten. Und das ist auch ein Merkmal einer Sucht: Flucht, sich der Realität zu stellen, lieber in der Situation verharren, ist immer besser, der Betroffene verstärkt diese Sucht, weil er sich nur dort sicher und wohlfühlig wähnt:
Zitat von KBR:Davon abgesehen gibt es durchaus Affären, die beidseitig belebend sind, aber ihre Ablaufzeit haben und dann relativ unspektakulär zuende gehen. Eine sehr entspannte Sache.
Das kommt aber verschwindend selten vor, weil eine Affäre schon per se nicht entspannend ist, ganz im Gegenteil. Der Reiz des Verbotenen, des Geheimhaltens usw. ist eine ständig spannende und bisweilen oft auch belastende Situation. Darum auch eine Sucht, denn obwohl sie wissen, dass es nicht gut ist, halten sie wie Alkis daran fest:
Solange ich Stoff habe, geht´s mir gut. Dieses "vernebelte" Denken ist auch ein Charakteristikum der Sucht - Wissen, es ist nicht gut oder tut mir nicht gut, aber ich bleibe lieber hängen, weil die andere Seite noch mehr weh tut, wenn ich alleine bin, ohne sie, ohne ihn.
Es ist ja unübersehbar und kann eigentlich in fast jedem Affärenthread hier nachgelesen werden: Ich bin süchtig nach meinem AP, ob während oder nach dem Bruch einer Affäre. Manche dieser Themen haben das sogar gleich in der Überschrift.
Sorry, liebe KBR, Affären haben durchaus schon Suchtcharakter, ganz besonders von der Seite, die ausgenutzt wird. Darum ist es ja auch so schwer für die Betroffenen, sich davon zu lösen, weil es weh tut und was fehlt. Geht den Süchtigen im Bereich Drog. und Alk. nicht anders, auch Spielsüchtige sind davon betroffen. Natürlich haben Affären einen Suchtcharakter, dass kann man m.E. ruhig pauschalisiert sagen, im Grunde hast Du Dir selbst widersprochen in der Gegenwart Deiner Argumente, liebe KBR.
In einem gebe ich Dir aber auch recht:
Auch andere Beziehungsformen können süchtig machen oder einen dazu verleiten. Immer dann, wenn man über sich selbst die Kontrolle verliert und man meint, es geht nur noch ohne sie bzw. ihn. Auch dann haben wir eine Sucht.
Von daher ist der Sachverhalt ja eindeutig und unwiderlegbar. Im Grunde kann man sogar sagen, dass mit Affären oft noch weitere Suchten einhergehen (Eifersucht, beepsucht, usw.) bzw. auslösen können.
Aber lassen wir das, bleiben wir beim Kontext und der TE.

