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Meine Leben mit der Narzisstin

hansharald

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Hallo Foris,

einige haben mich hier die letzten Tage schon gelesen, jetzt will ich meine Geschichte mit Euch teilen.

Ich lernte auf einer Datingwebsite kennen. Eigentlich war ich nicht wirklich auf der Suche nach einer neuen Beziehung, aber trotzdem offen f├╝r alles.

Nach anf├Ąnglichen Startschwierigkeiten schrieben wir uns t├Ąglich und stundenlang. Das erste morgens war, den Computer anzuschalten und zu sehen, ob sie online ist.
Es f├╝hlte sich alles so vertraut an, es war, als w├╝rden wir uns schon ewig kennen.

Nach einiger Zeit bat ich sie um ein Date. Sie zierte sich erst, sagte dann aber doch zu und wir trafen uns IRL.

Was f├╝r eine Frau! Ich war von den Socken. Unser Date entwickelte sich toll, wir redeten und redeten.
Nach unserem dritten Date beschlossen wir, es mit einer Beziehung zu versuchen. Wir waren wie verliebte Teenager, trugen uns gegenseitig auf H├Ąnden und hatten den tollsten S. unseres Lebens.

Dann passierte etwas mit ihr. St├Ąndig war sie wegen Kleinigkeiten gereizt, trennte sich, wollte mich wieder zur├╝ck. Warf mich aus ihrer Wohnung, nur um mich 15 Minuten sp├Ąter am Telefon darum zu bitten, zur├╝ck zu kommen.

Ich k├Ąmpfte um sie.

Leider musste ich zu dieser Zeit beruflich f├╝r zwei Wochen verreisen. Waren am Anfang ihre Anrufe und Nachrichten noch von Liebe gepr├Ągt - ich sagte kurz zuvor die drei magischen Worte - wurden sie mit jedem Tag immer eifers├╝chtiger.

Schlie├člich trennte sie sich von mir per SMS. Das konnte und wollte ich so nicht hinnehmen und verlangte ein Gespr├Ąch, wenn ich wieder heim komme.

Bei meiner Ankunft stand sie mit ihrer Mutter am Flughafen und entschuldigte sich f├╝r alles. Ich verzieh ihr ihren Ausbruch und wir kamen zwei Tage lang nicht aus dem Bett.

Kurz darauf fiel ihre Regel aus. Wir machten einen Test und der war positiv. Sie freute sich wie ein Schneek├Ânig, ich mich auch - sie wurde 5 Jahre zuvor von ihrem Ex zur Abtreibung gen├Âtigt und dachte, sie k├Ânnte nie wieder schwanger werden, weswegen wir auch nicht verh├╝tet haben.

Komischerweise wurde sie dann immer stiller. Ich wollte wissen, was los sei und sie begann zu reden.

Sie war w├Ąhrend meiner Dienstreise mit ihrem Ex auf einem Festival arbeiten und da w├Ąre es wohl passiert. Sie k├Ânne nicht mit Sicherheit sagen, wer von uns beiden der Vater sei.

Ich fiel aus allen Wolken und war tief verletzt, hatten wir doch erst ein paar Wochen vorher ein Gespr├Ąch dar├╝ber, dass sie bei ihren vorherigen Beziehungen immer wieder mit ihrem Ex fremdgegangen sei und versprach mir hoch und heilig, dass das bei uns nicht passieren w├╝rde, weil das mit uns ja ganz anders und total sch├Ân w├Ąre.

In diesem Moment h├Ątte ich die Beine in die Hand nehmen sollen.

Aber ich blieb. Ich wollte zumindest abwarten, ob das Kind von mir oder ihm sei.

Leider kam es nicht dazu. Sie verlor das Kind und war am Boden zerst├Ârt. In dieser Situation konnte ich sie nicht alleine lassen und blieb.

Mit der Zeit verrauchte meine Wut und wir rauften uns wieder zusammen.

Dann kam mein 30ster Geburtstag und meine Eltern wollten mit mir Boot fahren. Sie war krank und fing pl├Âtzlich an, auf meine Eltern zu schimpfen - sie w├╝ssten ja, dass sie krank w├Ąre und w├╝rden meinen Geburtstag mit Absicht so planen, dass sie nicht dabei sein kann.
Ich versuchte sie zu beruhigen und sagte, ich w├╝rde direkt nach der Bootstour zu ihr kommen, damit wir dann ganz alleine f├╝r uns feiern k├Ânnten. Sie meinte, ich m├╝sste das nicht tun und solle lieber mit meinen Eltern feiern.

Ich ging trotzdem sofort nach der Bootstour zu ihr, doch sie war nicht da. Ich sa├č 5 oder 6 Stunden vor ihrer T├╝r und wartete auf ihre R├╝ckkehr, doch sie blieb verschwunden, ging auch nicht ans Telefon. Heute weiss ich, dass sie da wieder mit ihrem Ex feiern war. Wahrscheinlich hatten sie auch S..

Ich meldete mich ein paar Tage nicht bei ihr, denn ich war stinksauer. So ein kindisches Verhalten - ich dachte, sie w├Ąre zwar zu Hause gewesen, h├Ątte mir aber aus Trotz die T├╝r nicht ge├Âffnet.

Pl├Âtzlich meldete sie sich wieder bei mir, bettelte und flehte. Ich gab nach und wir kamen wieder zusammen.

Bis ich dann erneut auf Dienstreise fuhr. Wieder das alte Spiel. Erst verliebte Nachrichten, dann extreme Eifersucht.
Ich hatte die Schnauze endg├╝ltig gestrichen voll und trennte mich per Telefon von ihr, schaltete das Telefon aus und reagierte auf keinen Anruf und keine Nachricht und derer kamen viele.

In meiner Trauer und Wut trank ich ein paar Drinks zuviel und lie├č mich von einem M├Ądel verf├╝hren, das sehr einf├╝hlsam und geduldig meiner Geschichte lauschte und mich tr├Âstete.

Noch am Flughafen f├╝hrte ich dann ein Telefonat mit meiner Jetzt-Ex, ich wollte eigentlich nur meine Sachen holen, sie wollte reden.

Also redeten wir. Die ganze Nacht. Leider sagte ich nichts von meinem Abenteuer. Ich erbat mir Zeit um ├╝ber einen Beziehungsneustart - den sie wollte - nachzudenken. Ich h├Ątte den Kontakt abbrechen sollen, aber ich tat es nicht. Und wieder wickelte sie mich um ihren Finger. Erw├Ąhnte ich schon, dass der S. mit ihr unglaublich toll war (M├Ąnner sind doch so einfach zu manipulieren)? Leider hat sie ein Gesp├╝r f├╝r schlechtes Gewissen und bohrte, bis ich ihr mein Abenteuer auf Dienstreise gestand. Sie flipote v├Âllig aus und warf mich aus der Wohnung, sagte aber ein paar Wochen sp├Ąter, dass wir ja zu diesem Zeitpunkt getrennt waren und sie mir verzeihe.

Wir kamen also Silvester wieder zusammen und hatten zwei unglaublich tolle Jahre. Sie half mir in meiner Firma, unterst├╝tzte mich wo sie konnte.

Dann bekam sie vom Jobcenter ein Ma├čnahme aufgedr├╝ckt und konnte mir nicht mehr helfen - sie hatte meine Buchhaltung und den B├╝rokram ├╝bernommen, den ich eh immer vor mir herschob (Ich bin kein Zahlenmensch).

Da das alles sehr pl├Âtzlich passierte, war ich gerade am Anfang ziemlich ├╝berfordert, was sie mir in der Folge sehr oft zum Vorwurf machte.

Ihre neue Arbeit in der Gastronomie brachte auch neue Probleme mit sich - sahen wir uns vorher 24h am Tag, waren es nun nur noch 30 Minuten vor dem zubettgehen. Sie musste immer sehr zeitig aufstehen und meine Kernarbeitszeit war 13-21 uhr. Wir beide waren ziemlich genervt, also beschloss ich, morgens mit ihr aufzustehen und sie zur Arbeit zu fahren, damit wir wenigstens Zeit h├Ątten um miteinander zu reden. Also schlief ich in der Nacht nur 3-4 Stunden und legte mich am Morgen dann noch einmal ins Bett. Unser Liebesleben kam auch fast vollst├Ąndig zum erliegen, denn sie schlief meistens schon, wenn ich von Arbeit nach Hause kam. Leider litt auch mein B├╝rokram zunehmend unter dieser Situation, ich h├Ątte den ja Vormittags machen m├╝ssen, denn ab dem Nachmittag hatte ich durchg├Ąngig Kundschaft und somit keine Zeit.

In dieser Zeit bemerkte ich, dass sie pl├Âtzlich st├Ąndig bei fb online war und offensichtlich chattete, ich wusste aber nicht mit wem.

Auf meine Nachfragen kamen immer irgendwelche Ausfl├╝chte, ich wurde fast verr├╝ckt. Da ich wieder auf Dienstreise musste, installierte ich eine Spyware auf meinem Computer um zu erfahren, was da gerade passiert.

Und ich traute meinen Augen kaum. Sie chattete mit einem ihrer Ex-Partner, flirtete aufs heftigste und machte st├Ąndig zweideutige Bemerkungen.

Ich rief sie sofort an und erkl├Ąrte, was ich getan habe und stellte sie zur Rede.

Es sei aber alles nur ein Irrtum meinerseits, sagte sie, ich h├Ątte das alles falsch verstanden und fehlinterpretiert. Wir sprachen stundenlang und ich lie├č mich von ihren Aussagen ├╝berzeugen.

Doch sie schrieb weiter mit diesem Kerl. Ich hatte nach unserem Gespr├Ąch die Spyware gel├Âscht, fand dann aber verd├Ąchtige Eintr├Ąge im Browserverlauf. Wohnungssuche, Hotelsuche etc, pp. Ich sagte aber nichts.

Ich schob alles auf die wenige Zeit, die wir uns am Tag sehen konnten.

Kurze Zeit sp├Ąter offenbarte sie mir, sie w├╝rde immer noch mit diesem Mann SMS schreiben und w├Ąre sich der Gef├╝hle zu mir pl├Âtzlich nicht mehr sicher, sie m├╝sste sich mit ihm treffen und alles bereden.
Ich war zwar sehr entt├Ąuscht, stimmte aber zu - wer bin ich, dass ich ihr Vorschriften machen darf, wen sie wann treffen darf.

Bl├Âderweise schaute ich an dem Abend wieder in den Browserverlauf und fand Eintr├Ąge zu Hotelbuchungswebseiten von diesem Nachmittag. Ich war fix und alle, sa├č zu Hause und wartete auf ihre R├╝ckkehr. Sie kam dann irgendwann gg 6 Uhr morgens nach Hause und ich stellte sie zur Rede.

Nach kurzem hin und her gestand sie, dass sie mit ihm in einem Hotelzimmer gelandet war und beide S. miteinander hatten. Ich wollte sie daraufhin direkt rauswerfen, aber sie erkl├Ąrte mir, dass es sich schrecklich angef├╝hlt hat und sie jetzt ganz genau wisse, dass sie nur mich wolle. Und ich Idiot glaubte ihr das auch noch.

Ich lie├č sei bleiben, es wurde wieder halbwegs harmonisch. Doch gegen Ende des Jahres bekam ich Post vom Steuerberater - er br├Ąuchte noch meine Unterlagen f├╝r das vorige Jahr. Sie ist total ausgerastet. Ob ich unsere Zukunft aufs Spiel setzen wolle. Warum ich meine Buchhaltung nicht in den Griff bek├Ąme usw. Dann trennte sie sich auch direkt von mir. Und ver├Ąnderte sich sofort. Sie schrieb st├Ąndig SMS, sogar im Bett neben mir, auf der Arbeit, eigentlich immer. Ihr Handy war permanent auf stumm geschaltet. Da begannen auch die Beleidigungen und verbalen Spitzen. Nichts konnte ich richtig. St├Ąndig machte ich etwas falsch. Bei dem kleinsten falschen Wort flippte sie aus und machte mir eine Szene. Ich hatte die Buchhaltung zwar schon l├Ąngst fertig, nur noch nicht beim Steuerberater abgegeben, aber das z├Ąhlte nicht mehr in diesem Moment.

Sie wurde immer fieser und zog vor├╝bergehend zu ihrer Schwester. Aber sie traf sich auch st├Ąndig mit ihrem Typen. Ich war fix und fertig.

Neujahr stand sie wieder vor meiner T├╝r. Verwirrt und mit einem Ring am Finger.

Sie erz├Ąhlte, der Typ w├Ąre ein Psychopath und sie wolle wieder bei mir sein.
Ich glaubte ihr und nahm sie ersteinmal bei mir auf.
Es kam, wie es kommen musste - wir hatten wieder S.. Und ich sp├╝rte die Leidenschaft zur├╝ckkehren.
Aber sie schrieb trotzdem mit diesem Kerl. Angeblich, weil sie ihn bes├Ąnftigen m├╝sse. Ich glaubte ihr kein Wort.

Weihnachten hatte ich mich mit einer Kundin privat getroffen, die das ganze Hin und Her in meiner Beziehung mitbekommen hatte und selbst ungl├╝cklich in einer Ehe steckte. Angeblich w├╝rde ihr Mann sie schlagen und den beiden S├Âhnen ginge es auch nicht gut. Da ich ein Helfersyndrom habe, lie├č ich mich auf sie ein und versuchte ihr bei der Trennung beizustehen. Sie gab mir Kraft, die ganzen Beledigungen und den seelische Missbrauch durch meine Partnerin durchzustehen. In dieser Zeit kamen wir uns nat├╝rlich auch n├Ąher, was ich meiner - immer noch von mir getrennten - Partnerin allerdings verschwieg.

Die merkte aber, das ich mich ver├Ąnderte. Ich lie├č mich durch ihre harten Worte und Beleidigungen nicht mehr runterziehen, ich ging abends ohne sie aus, fing an ein eigenes Leben zu leben.
Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und bat sie, so schnell wie m├Âglich aus meiner Wohnung auszuziehen.

Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie flehte und bettelte, aber ich sagte, ich k├Ânne es nicht mehr ertragen, dass sie neben mir im Bett mit ihrem Typen sismte, ihn traf und mit ihm S. h├Ątte. Sie versuchte, mir wieder weiszumachen, dass er ein Psycho w├Ąre und sie das nur mache, weil sie Angst vor ihm h├Ątte. Sie w├╝rde ja auch immer noch bei mir wohnen und h├Ątte ja auch regelm├Ą├čig S. mit mir, das w├Ąre doch Beweis genug, dass sie mich noch liebe.

Aber ich f├╝hlte mich nur benutzt. Sie hatte es doch ganz toll. Gleich von zwei M├Ąnnern begehrt zu werden.

Ich blieb hart und sie suchte sich tats├Ąchlich eine Wohnung. Freude! Ich half sogar bei den Renovierungsarbeiten.

Einen Tag, bevor der Umzug stattfinden sollte, folgte wieder ein Zusammenbruch. Sie liebe mich ja so sehr, sie wolle ja gar nicht ausziehen, ich w├Ąre ihr Traummann. Sie zog alle Register und kriegte mich irgendwann doch rum.

Sie durfte bleiben. Und sie gab sich M├╝he. Sie brach den Kontakt zum Ex ab und wir f├╝hrten lange Gespr├Ąche um das Vorgefallene zu verstehen und zu verarbeiten. Ich sagte ihr jedoch nichts von meiner Kundin. Bl├Âd, ich weiss.

Meine On/Off Partnerin war aber immer noch sehr eifers├╝chtig und fing an mich stets und st├Ąndig zu kontrollieren. Da wurde das Handy heimlich auf verd├Ąchtige Nachrichten gepr├╝ft, sogar mein fb Account ├╝berwacht. Ich hatte eigentlich jede Konversation mit meiner Kundin gel├Âscht, aber eine Nachricht ├╝bersehen. Und ausgerechnet die musste sie nat├╝rlich finden. Mal wieder brach die H├Âlle los. Dabei hatte ich mit der Frau ja nicht mal S. gehabt. Wir haben nur lange Gespr├Ąche gef├╝hrt und gekuschelt. Hat sie mir aber nicht geglaubt.
Siehatte dann auf Arbeit einen Nervenzusammenbruch und wurde vom Arzt f├╝r 4 Monate krank geschrieben, bekam Antidepressiva.
Ich verringerte meinen Arbeitsaufwand drastisch, damit ich so viel und so lange wie m├Âglich f├╝r sie da sein konnte. Wir unternahmen viel, reisten und f├╝hrten lange Gespr├Ąche ├╝ber unsere Vergangenheit und unsere Zukunft.

Eines ist mir jedoch schon immer aufgesto├čen - in ihren Augen war ich an allem Schuld. Wenn sie fremdging, war ich schuld, weil ich sie dazu getrieben hatte, und meine beiden "Geschichten" w├Ąren zwar w├Ąhrend der Trennung passiert, aber da ich sie "verheimlicht" habe, w├Ąre es auch meine Schuld, das sie deswegen so fertig ist. Ich versprach ihr hoch und heilig, dass so etwas nie wieder vorkommen w├╝rde und es war mir sehr ernst damit.

Wir fingen wieder an zueinander zu finden und zumindest meine Gef├╝hle f├╝r sie waren wieder da. Wie am ersten Tag.

Wir hatten so viel schei. miteinander erlebt und waren trotzdem noch zusammen. Was sollte passieren?

Wir sprachen ├╝ber Kinder und uns beiden war klar, dass etwas bei uns medizinisch nicht stimmen konnte, da wir ja nun schon seit 5 Jahren ungesch├╝tzten Verkehr hatten und nie was passiert war.

Also suchten wir eine Wunschkindklinik auf. Schnell war klar - sie ist der Verursacher.
Das hat sie wieder ganz sch├Ân runtergeholt. Wir ├╝berlegten trotzdem die M├Âglichkeit einer k├╝nstlichen Befruchtung, allerdings ist die sehr teuer bei unverheirateten Paaren. Da meinte ich... Dann m├╝ssen wir eben heiraten.

Was wir 5 Monate sp├Ąter tats├Ąchlich auch taten. F├╝r mich der sch├Ânste Tag meines Lebens. Sie allerdings hat nicht vor Gl├╝ck geweint, sondern weil auf der Hochzeitsfeier viele Dinge passierten, die sie so nicht geplant hatte. Sie war streckenweise richtig w├╝tend auf einige Leute. Ich versuchte sie st├Ąndig aufzumuntern - heute ist unser Tag, konzentrier dich auf unser Gl├╝ck und alles ist gut - hat nicht viel gebracht.

Unsere Hochzeitsnacht hatten wir dann erst ein paar Wochen sp├Ąter. Generell war unser Liebesleben jetzt recht mau. Eigentlich schon vorher - ich schob das auf die seelische Krise und den unerf├╝llten Kinderwunsch. Aber r├╝ckblickend muss ich sagen, es gab schon immer nur S. wenn sie das wollte. Wenn ich Lust hatte, wurde das meist schon im ersten Versuch ausgebremst. Und zwar in der Regel recht eindeutig. Unser S. wurde immer eint├Âniger ├╝ber die Jahre. Immer das selbe Schema. Wenn sie mit Str├╝mpfen ins Bett kam und einen Por. anschaltete, wusste ich - es ist soweit. Irgendwann f├╝hlte ich mich nur noch als Erf├╝llungsobjekt. "Liebe machen" war das beim besten Willen nicht. Man k├Ânnte meinen - Pronos, kein Vorspiel, kein Nachspiel, zack zack, rein raus, Orga., umdrehen, einschlafen - der Traum eines jeden Mannes. Aber ich f├╝hlte mich oft leer. Irgendwann gab es dann auch keine Por.s mehr, sondern nur noch S. wenn sie betrunken von einer Party kam.
Ich f├╝hlte, es wird langsam komisch, versuchte das aber damit zu kompensieren, dass ich weniger arbeitete und mehr bei ihr war - ich hoffte so die verlorene N├Ąhe wiederzuerlangen.

Mittlerweile nahm ihr Kinderwunsch auch immer obsessivere Formen an. Wenn im Fernsehen eine Sendung ├╝ber Babys kam, musste umgeschaltet werden, wenn im Supermarkt zu viele Schwangere oder junge M├╝tter mit Kinderwagen waren, wurde der volle Einkaufswagen kurzerhand stehen gelassen und fluchtartig das Geb├Ąude verlassen. Gleichzeitig fingen wieder die Vorw├╝rfe an, ich w├╝rde ja gar keine Kinder wollen, sie nicht bei ihrem Wunsch unterst├╝tzen.

Ja, ich war gegen eine k├╝nstliche Befruchtung, weil in ihrem Fall die Chance auf Erfolg sehr niedrig ist und ich f├╝hlte, sie w├╝rde einen mehrmaligen Misserfolg seelisch nicht verkraften.

Au├čerdem war sie st├Ąndig eifers├╝chtig. Wenn ich nur ein paar Minuten zu sp├Ąt von der Arbeit kam, rief sie mich an, wo ich bleibe. Ich durfte nicht mehr alleine Ausgehen... usw. Sie kontrollierte auch mein Handy.

In dieser Zeit hatte ich eine schwere seelische Krise, ich wurde als Kind Opfer von s.uellem Missbrauch und traf zuf├Ąllig auf fb eine Selbsthilfegruppe von Betroffenen mit denen ich mich in der Folge rege austauschte. Ohne psychologische Begleitung war das leider ein riesen Fehler. Ich hatte st├Ąndig Flashbacks an das erlebte, das ich vorher 20 Jahre sehr gut verdr├Ąngen konnte.

Sie war sehr misstrauisch ├╝ber meine fb Aktivit├Ąten, also ├Âffnete ich mich ihr eines Tages bei einem Streit und erkl├Ąrte ihr die Situation. Was kam von ihr? Nichts. Gar nichts. Kein Hilfsangebot, keine Nachfragen. Nichts.

Mir ging es zu diesm Zeitpunkt echt beschissen. Aber sie hat das gar nicht wahrgenommen.

Fokus war das Kind.

Unter meinen Problemen mit ihr und mit mir selbst, litt meine Arbeit erheblich.

Zus├Ątzlich entschlossen wir uns, Pflegeeltern zu werden und begannen mit dem 1,5 Jahre dauernden Prozess der ├ťberpr├╝fung durch das Jugendamt.

Wir hatten wieder ein gemeinsames Ziel, mir ging es schon wieder besser und sie sah den Kinderwunsch in greifbare N├Ąhe r├╝cken.

Leider sahen wir uns immer noch sehr wenig und die knappe Freizeit verbrachten wir mit Familie und Freunden, statt mal alleine miteinander zu sein.

Im Bett lief jetzt fast gar nichts mehr. Sie erkl├Ąrte das mit ihrer Angst vor einer Eileiterschwangerschaft, lehnte aber S. mit Kond. ab, wollte aber wegen ihren Krampfadern und ihrer Thromboseneigung keine Hormone nehmen. Ein Teugelskreis. St├Ąndig schwankte sie zwischen Euphorie und Depression wegen der ├ťberpr├╝fung. Ich war st├Ąndig dabei sie aufzubauen und zu motivieren. Wenn wir getrennt frwi hatten, habe ich immmer meine Termine so verschoben, das wir zumindest einen gemeinsamen freien Tag in der Woche hatten. Meine Kunden waren nicht sehr begeistert. Wenn ich mal krank wurde, wurde das runtergespielt, ich solle mich mal nicht so haben, wenn sie aber krank wurde, war das gleich immer ein Weltuntergang - auch hier habe ich meine Termine so verschoben, dass ich f├╝r sie da sein kann.

Jetzt durfte ich mir aber anh├Âren, das sie ja alles bezahlt, ich solle mir doch mal nen vern├╝nftigen Job besorgen. Erstens hab ich fast genausoviel Geld f├╝r uns ausgegeben, wie sie - Auto, Telefon, Garten, das Fastfood wenn sie mal wieder keinen Bock zum kochen hatte und unsere kompletten Freizeitvergn├╝gungen habe ich bezahlt, sie die Miete, Strom und Versicherungen, die Eink├Ąufe haben wir geteilt, zweitens sind meine Kunden immer weniger geworden weil ich st├Ąndig wegen ihr umdisponieren musste. Das wollte sie aber nicht h├Âren.

Sie begann jetzt wieder h├Ąufiger mich grundlos niederzumachen. Ich konnte ihr wiedermal nichts recht machen.

Im Haushalt machte ich auch generell zu wenig. Wobei sie au├čer W├Ąsche waschen und kochen gar nichts leistete. Den Abwasch, M├╝ll, Staubsaugen und das Katzenklo habe ich gemacht. Sie konnte am besten die Wohnung zum├╝llen. Ehrlich, sie schafft es nicht, irgendwas in die M├╝lltonne zu werfen. ├ťberall liegen alte Kassenbons von ihr rum, Kaugummipapier und leere Zig.. Selbst mein Auto war zwischendurch immer wieder ne kleine M├╝llhalde auf der Beifahrerseite.

Wie auch immer, irgendwann waren wir durch mit der ├ťberpr├╝fung und bekamen das Okay vom Amt.

Nun wieder warten. Bei ihr lagen die Nerven blank. Als ich einmal im Amt nicht sofort zur├╝ckrufen konnte, weil ich auf Arbeit war und die Mail erst zu sp├Ąt gelesen hatte, wollte sie gleich alles hinschmeissen und machte mir eine riesen Szene. Dabei war sie ja zu Hause und h├Ątte auch dort anrufen k├Ânnen.

Lustigerweise dr├╝ckt sie mir immer die f├╝r sie unangenehmen Dinge auf.

Sie war gleich Mama, ich konnte mich nicht so schnell in die Rolle des Vaters finden. St├Ąndig wurde ich angebr├╝llt, wenn ich in ihren Augen etwas falsch machte. Sie stellte mich als dumm und trottlig dar, auch vor anderen, das tat besonders weh.

Nach f├╝nf Monaten ging sie wieder arbeiten, da wir als Pflegeltern keinen Anspruch auf Elterngeld hatten. Ich blieb zu hause, so wie wir das vorher vereinbart hatten und sorgte daf├╝r, dass meine Firma geradeso kostendeckend funktionierte. Und das nachdem im Jahr zuvor ein sehr deutlicher Anstieg meiner Kundenzahlen zu verbuchen war. Ich hatte sogar so viel Geld sparen k├Ânnen, das wir die ersten Monate gemeinsam Elternzeit machen konnten. Diese Monate waren auch sehr sch├Ân. Die sch├Ânste Zeit meines Lebens - wir waren endlich eine kleine Familie. Ich hoffte, sie w├╝rde nun endlich zufrieden sein und zur Ruhe kommen, aber da hatte ich nicht mit ihrem Ehrgeiz gerechnet. Sie wollte jetzt unbedingt ein Haus oder zumindest eine gro├če, sch├Ânere Wohnung. Ich war ja nun den halben Tag allein mit dem Kind, ├╝bernahm auch alle Nachtflaschen, damit sie morgens halbwegs audgeruht arbeiten gehen konnte. Mein chronischer Schlafmangel dauerte nun schon 6 Monate an, ich war manchmal froh, wenn das Kind endlich Mittagsschlaf machte, auch eine Stunde zu schlafen.

Da hatte ich aber die Rechnung ohne meine Frau gemacht. St├Ąndig hatte sie etwas zu n├Ârgeln. Weil ich nicht geputzt hatte. Oder gekocht. Oder wenn ich nachts nicht gleich beim ersten Weinen unserer Tochter Gewehr bei Fu├č stand.

Ich f├╝hlte mich st├Ąndig unter Druck gesetzt. Sie kam von der Arbeit, schmiss sich auf die Couch und bl├Ątterte in Immobilienangeboten. Ich besch├Ąftigte mich mit dem Kind.

Sie warf mir vor, ich w├╝rde sie bei der Wohnungssuche nicht unterst├╝tzen, ich sagte, wir m├╝ssen doch nicht beide auf der Couch sitzen, w├Ąhrend unser Kind sich langweilt.

Da hatte ich pl├Âtzlich den Gedanken - wenn die Kleine in die Kita kommt, schiesst sie mich ab.

In dem Monat vor dem Kitabeginn wurde es immer schlimmer. Sie war st├Ąndig mit ihrem Handy besch├Ąftigt. Whatsapp. Angeblich eine Arbeitskollegin, die sich von ihrem Verlobten trennt und zuspruch braucht. Aha. Schon fr├╝hmorgens direkt nach dem Aufwachen? Und den ganzen Abend bis zum einschlafen? Sie drehte auch das Handy immer so, das ich nicht sehen konnte mit wem sie schrieb und was. Nur einmal habe ich im Augenwinkel ein Herzchen gesehen. Ich fragte, was das w├Ąre, sie sagte - Frauen schicken sich auch mal Herzchen zur Unterst├╝tzung. Aber ich nahm ihr das nicht mehr ab. Sie hatte auch den Pin zum Entsperren des Handys ge├Ąndert und kam ├Âfter sp├Ąter von Arbeit, obwohl sie wusste, dass ich meine verbliebenen Kunden so getacktet habe, das wir uns tats├Ąchlich die T├╝r in die Hand geben, damit ich p├╝nktlich bei meinem Termin sein kann.

St├Ąndig war sie mir gegen├╝ber missmutig, aber l├Ąchelte, wenn sie WA schrieb. Selbst in unserem ersten Familienurlaub an der Ostsee.

Danach fing die Eingew├Âhnungsphase in der Kita an und ich hatte noch weniger Zeit, etwas im Haushalt zu erledigen. Sie machte auch kaum noch was, war st├Ąndig mit chatten besch├Ąftigt, auch neben mir im Bett.

Die Rummotzerei war jetzt an der Tagesordnung.

Vor drei Wochen dann, einen Tag bevor wir fr├╝h um neun einen Hausbesuch des Kindsvormundes erwarteten, wollte sie abends mit Arbeitskollegen ausgehen. Ich hatte damit kein Problem, bat sie aber es nicht so sp├Ąt werden zu lassen - wir hatten ja am n├Ąchsten morgen einen wichtigen Termin. Ich ging relativ zeitig ins Bett und wachte um 2:45 auf, sie war nich nicht da. Ich schrieb sie sofort an, ob sie denn mal auf die Uhr gesehen h├Ątte. Sie schrieb auch sofort zur├╝ck, ganz panisch, sie w├╝rde gleich ein Taxi nehmen und heim kommen. um 4:30 war sie dann endlich zu hause und ich stinksauer.

Der Termin lief gut, sie war auch sehr gut drauf. Das Chatten wurde jetzt immer mehr. Ich erwischte sie am ├╝bern├Ąchsten Tag, dass sie Abends um 20:30 unser Kind f├╝tterte - sie war angeblich gerade aus dem Park gekommen. Aber mir fiel auf, das sie ihren Ehering nicht trug. 10 Minuten sp├Ąter hatte sie ihn wieder angelegt.

Sie war jetzt t├Ąglich mit der Kleinen bis sp├Ąt unterwegs, w├Ąhrend ich arbeiten war - dabei sollte das Kind doch eigentlich sp├Ątestens 19:00 im Bett sein hatten wir ausgemacht. Die Erkl├Ąrungen wurden immer hahneb├╝chener.

Letzte Woche dann wurde unser Kind krank. Am Montag fr├╝h war sie mit ihr beim Arzt. Fieber, Angina. Sie braucht Ruhe und bekommt Antibiotika. Am selben Abend wollte meine Frau sich dann pl├Âtzlich mit einem Arbeitskollegen treffen. Bittesehr, ich war arbeiten und m├╝de.

Leider ist die Kleine immer wieder weinend aufgewacht. Um 2:45 kam dann meine Frau nach Hause, sah mich mit der Kleinen auf dem Arm und ist erstmal ganz schnell im Bad verschwunden. F├╝r mindestens 10 Minuten. Sie musste dann auch ganz schnell schlafen, denn ihr Wecker klingelte um 05:30. Ich sa├č dann noch eine Stunde mit dem Kind auf dem Arm. Bin dann mit ihr zusammen aufgestanden. Als sie weg war, ging ich ins Bad und sah, das sie ihre s.y Unterw├Ąsche mit halterlosen Str├╝mpfen getragen hatte. Zu einem Treffen mit dem gleichgeschlechtlich Arbeitskollegen?

Ich wusste genau, was sie wieder einmal getan hatte. Sie war auch schon wieder st├Ąndig am schreiben. Auf Arbeit.

Ich musste arbeiten und sie holte das Kind von der Kita ab. Sie wollte noch am Nachmittag zu einer Arbeitskollegin, die auch ein kleines Baby zu Hause hat.

Als ob die es zulassen w├╝rde, das ein Baby mit Fieber und Angina auch nur in die N├Ąhe ihres gesunden Babys kommen d├╝rfte

Als ich 20:45 von Arbeit kam, rollte meine Frau gerade mit dem Kinderwagen vor. Ich fragte sie, warum sie schon wieder so sp├Ąt nach Hause k├Ąme - die Kleine hat am Nachmittag so lange geschlafen und der Sushimann hat mit der Lieferung ewig gebraucht.

Nachdem P├╝ppi im Bett war, giftete sie mich wieder st├Ąndig an, wenn sie nicht gerade mit chatten besch├Ąftigt war.

Ich fragte sie, wann sie mal wieder leibevoll zu mir sein will, da brach es aus ihr heraus.

Sie hat noch Gef├╝hle f├╝r mich, weiss aber nicht, ob es noch Liebe ist. Sie will mich nicht mehr anschnauzen und deswegen w├Ąre es besser, wir w├╝rden etwas mehr Abstand haben und jeder seine Freiheiten bekommen. Sie habe in der letzten Zeit den Respekt vor mir verloren.

Mir zog es mal wieder den Boden unter den F├╝├čen weg.

Ich fragte, ob sie sich jetzt von mir Trennen will und sie bejahte.

Ich war fix und fertig. Ich fragte sie, ob sie jemanden kennengelernt h├Ątte, doch sie stritt das vehement ab. Es folgten Versicherungen, dass sie mir das Kind nicht wegnehmen wolle, das sie nicht wolle, das ich Firma und Wohnung verliere und ich mich jetzt nur auf mich selbst kontrollieren soll um wieder auf eigenen F├╝├čen stehen zu k├Ânnen.

Dann ist sie ins Bett und wollte schlafen. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan.

Am n├Ąchsten Tag habe ich dann Eintrittskarten f├╝r einen Park ne halbe Stunde Autofahrt von unserer Wohnung entfernt gefunden, datiert auf den Vortag um 16:00 Uhr. Sie hatte also ein Date mit ihrem Stecher und hat unser krankes Kind mitgenommen. 6 Stunden lang im freien! Ich war auf 180.

Sie br├╝llt mich jetzt wegen jeder Kleinigkeit an, ist nur am chatten und vernachl├Ąssigt Kind und Haushalt.

Ich halte es kaum noch aus.

Vor drei Tagen dann habe ich ein ernstes Gespr├Ąch gef├╝hrt. P├╝ppi war im Bett ich kam mal recht fr├╝h von Arbeit.

Sie gestand ihre Aff├Ąre sofort. Ich sagte ihr, wenn ihr unsere Ehe noch etwas wert w├Ąre, w├╝rde sie sich nicht in die Arme eines anderen fl├╝chten, sondern mit mir gemeinsam an unseren Problemen arbeiten. Etwas, das sie noch nie gemacht hat. Bisher konnte sie immer nur Vorw├╝rfe machen und Forderungen stellen.

Sie war ziemlich fertig und meinte, sie brauche Zeit um diese Entscheidung zu treffen.

Ich sagte, okay, im Urlaub hast Du genug Zeit zum Nachdenken, dann solltest Du wissen, was Du willst.

Doch sie sagt, sie kann das nicht so schnell entscheiden unter Druck, sie braucht mehr Zeit.

Sie sagt, die Aff├Ąre bedeute ihr nichts, es w├Ąre nur S..

Aber sie chattet von fr├╝h bis sp├Ąt mit diesem Mann und nimmt unser Kind zu ihren Treffen mit? Wirklich? Der Typ hat keine Bedeutung f├╝r sie? LOL

Vorgestern ist sie mal wieder Abends ausgegangen und ich war mit dem Kind allein zu Haus. Als sie irgendwann kam, bin ich geplatzt. Ich abe ihr alles mitgeteilt, was mich bewegt, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was ich alles gesagt habe, aber sie war ziemlich sauer.

Jetzt reden wir nur noch das n├Âtigste. Sie chattet immer noch in jeder freien Minute bis sp├Ąt in die Nacht.

Ich bin ins Wohnzimmer gezogen, weil ich ihre Spielchen nicht mehr ertrage.

Und ich verfluche Whatsapp, weil es mir immer anzeigt, wenn sie online ist, also mit ihm schreibt!

Ich will sie nicht mehr zur├╝ck, ich bin nur unfassbar erstaunt, wie schnell ich zu den Akten gelegt werde.

28.09.2016 02:43 • x 1 #1


hansharald


387
1
323
p.s.

ich bin mir heute fast sicher, sie hatte noch nen kerl als wir anfingen miteinander zu schreiben. den wird sie auch kurz vor dem ersten treffen mit mir abges├Ągt haben.

28.09.2016 03:42 • #2



Meine Leben mit der Narzisstin

x 3


Oje


Hallo Hans-Harald

wenn ich deinen Bericht durchlese graust es mich wie verantwortungslos ihr, sowie das JA handelt, wenn es eurer kranken Beziehung einen S├Ąugling anvertraut, der euch hilflos ausgeliefert ist.

Steige aus deiner Opferrolle aus, hole dir professionelle Hilfe und trage Sorge daf├╝r, dass das Kind in einer verantwortungsvollen, harmonischen und gesunden Beziehung aufwachsen kann, so wie es sich f├╝r mich liest seid ihr v├Âllig ├╝berfordert mit dieser Elternrolle, k├Ânnt ja nicht mal f├╝r euch selbst
Verantwortung ├╝bernehmen.

Was, ausser eurem Egoismus, hat euch dazu getrieben einen S├Ąugling in euer chaotisches Leben mithineinzuziehen ?

28.09.2016 04:46 • x 1 #3


ouha


Ich darf ja wohl um ein bisschen mehr Selbstachtung bitten Herr Themener├Âffner. Das ist ja unter aller W├╝rde wie Sie mit sich umgehen lassen! In Amerika w├╝rde man Ihnen "Grow some balls" zurufen! Lernen Sie daraus!

28.09.2016 05:28 • #4


Katalina


sag mal so.. hier ├Âffnet jemand sein Herz.. kehrt sein Innerstes nach Au├čen.. offenbart sich..
man mag das verurteilen.. oder unertr├Ąglich halten..

aber hei├čt es doch wer frei von Schuld werfe den ersten Stein..
und ich hatte beim lesen den Eindruck das der Threatsteller ein
guter Vater ist trotz allem Beziehungsstress..
und wenn wir ehrlich sind.. es gibt leider vermutlich sehr viele
Beziehungen wo Kinder im Spiel sind und es nicht gut l├Ąuft..

das soll keine Entschuldigung sein.. nat├╝rlich sollt der TE sich besinnen..
seine eigenen "Baustellen" bearbeiten statt sich an denen der Partnerin abzuarbeiten.
aber das ist nicht ungew├Âhnlich.. kenn das nur zu gut..
hab das auch 14 Jahre gemacht.. auf andere geachtet.. jede Niedertracht pariert und
mich selbst dabei aus den Augen verloren bis ich krank wurde..

es sind manchmal die echt harten Erfahrungen die uns zu uns selbst bringen..
kann dem TE nur w├╝nschen das er den Weg findet f├╝r sich und das Kind.
meine Vorstellung w├Ąre.. sich professionelle Unterst├╝tzung zu suchen..
dem Kind ein guter Vater sein und erstmal alles was Beziehung
betrifft au├čen vor zu lassen..
den Fokus auf sich selbst legen..
den Missbrauch aufarbeiten..

w├╝nsche hierf├╝r alles alles Gute.. wei├č das so fr├╝he Traumata ne harte Nummer sind..
keiner w├╝nscht sich da durchzugehn.. geht aber nicht anders wenn man nicht das ganze Leben
auf der falschen Spur wandeln will mit allen Kollateralsch├Ąden die es mit sich bringt.

bin selbst auf diesem Weg und wei├č wie hart es ist.. und trotzdem sich selbst wert sein.. das wichtigste ├╝berhaupt.

"verordene" dem TE Selbstf├╝rsorge.. und werfe nicht den ersten Stein..

28.09.2016 06:49 • x 2 #5


hansharald


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@Katalina

Danke f├╝r die Worte. Nat├╝rlich braucht es manchmal auch einen kr├Ąftigen Ar., damit man mal klare Bilder sieht.

Nur konstruktive Kritik hilft mir momentan mehr. In den Ar. trete ich mir selber schon genug.

Mein Focus liegt jetzt auch nicht mehr auf der Beziehung, sondern auf dem Kind.

Deswegen werde ich ja gerade "ausgewechselt"...

28.09.2016 07:14 • x 1 #6


Katalina


Zitat von hansharald:
@Katalina

Danke f├╝r die Worte. Nat├╝rlich braucht es manchmal auch einen kr├Ąftigen Ar., damit man mal klare Bilder sieht.

Nur konstruktive Kritik hilft mir momentan mehr. In den Ar... trete ich mir selber schon genug.

Mein Focus liegt jetzt auch nicht mehr auf der Beziehung, sondern auf dem Kind.

Deswegen werde ich ja gerade "ausgewechselt"...


wirklich gern.. es soll dir gut gehn und dem Kind..

28.09.2016 08:39 • #7


Eswirdbesser

Eswirdbesser


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Zitat von hansharald:
@Katalina

Danke f├╝r die Worte. Nat├╝rlich braucht es manchmal auch einen kr├Ąftigen Ar., damit man mal klare Bilder sieht.

Nur konstruktive Kritik hilft mir momentan mehr. In den Ar... trete ich mir selber schon genug.

Mein Focus liegt jetzt auch nicht mehr auf der Beziehung, sondern auf dem Kind.

Deswegen werde ich ja gerade "ausgewechselt"...


Hallo,

du bist schon vorher ausgewechselt worden, denn du hast leider n i e Grenzen gezeigt...

Du hast sie immer wieder zur┼▒ck genommen...

Das der eine dem anderen Verantwortung zu schiebt ist euer Ding, damit m┼▒sst ihr klar kommen..

Denn jetzt habt ihr in eurem Chaos, Verantwortung f├╝r ein Kind...

Hab jetzt den A..sch in der Hose und stehe f├╝r das Kind ein, wenn du es dir f├╝r dich selbst nicht wert bist...

Klare Ansagen machen und auch einhalten, mal mindestens dem Kind zu liebe...

28.09.2016 08:58 • #8


hansharald


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Zitat von Eswirdbesser:
Zitat von hansharald:
@Katalina

Danke f├╝r die Worte. Nat├╝rlich braucht es manchmal auch einen kr├Ąftigen Ar., damit man mal klare Bilder sieht.

Nur konstruktive Kritik hilft mir momentan mehr. In den Ar... trete ich mir selber schon genug.

Mein Focus liegt jetzt auch nicht mehr auf der Beziehung, sondern auf dem Kind.

Deswegen werde ich ja gerade "ausgewechselt"...


Hallo,

du bist schon vorher ausgewechselt worden, denn du hast leider n i e Grenzen gezeigt...

Du hast sie immer wieder zur┼▒ck genommen...

Das der eine dem anderen Verantwortung zu schiebt ist euer Ding, damit m┼▒sst ihr klar kommen..

Denn jetzt habt ihr in eurem Chaos, Verantwortung f├╝r ein Kind...

Hab jetzt den A..sch in der Hose und stehe f├╝r das Kind ein, wenn du es dir f├╝r dich selbst nicht wert bist...

Klare Ansagen machen und auch einhalten, mal mindestens dem Kind zu liebe...


Genau das passiert gerade.

Ich liebe meine Tochter ├╝ber alles. Und ich werde nicht zulassen, das es ihr in irgendeiner Art und Weise schlecht gehen wird.

28.09.2016 09:27 • #9


Eswirdbesser

Eswirdbesser


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Zitat von hansharald:
Zitat von Eswirdbesser:
Zitat von hansharald:
@Katalina

Danke f├╝r die Worte. Nat├╝rlich braucht es manchmal auch einen kr├Ąftigen Ar., damit man mal klare Bilder sieht.

Nur konstruktive Kritik hilft mir momentan mehr. In den Ar... trete ich mir selber schon genug.

Mein Focus liegt jetzt auch nicht mehr auf der Beziehung, sondern auf dem Kind.

Deswegen werde ich ja gerade "ausgewechselt"...


Hallo,

du bist schon vorher ausgewechselt worden, denn du hast leider n i e Grenzen gezeigt...

Du hast sie immer wieder zur┼▒ck genommen...

Das der eine dem anderen Verantwortung zu schiebt ist euer Ding, damit m┼▒sst ihr klar kommen..

Denn jetzt habt ihr in eurem Chaos, Verantwortung f├╝r ein Kind...

Hab jetzt den A..sch in der Hose und stehe f├╝r das Kind ein, wenn du es dir f├╝r dich selbst nicht wert bist...

Klare Ansagen machen und auch einhalten, mal mindestens dem Kind zu liebe...


Genau das passiert gerade.

Ich liebe meine Tochter ├╝ber alles. Und ich werde nicht zulassen, das es ihr in irgendeiner Art und Weise schlecht gehen wird.


Das h┼Ĺrt sich gut an, ich wei├č wie du dich f┼▒hlst, ich hatte diesen Zauber 2 Jahrzehnte mit 3 Kindern...

Eigenverantwortung und konsequent sein, alles andere l├Ąsst dich untergehen...

Das ist das was wir durch diese Menschen lernen d┼▒rfen...

Alles Liebe
Eswirdbesser

28.09.2016 09:33 • x 1 #10


hansharald


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ja, ich muss jetzt mein leben v├Âllig neu ordnen und organisieren. aber ich sehe das als chance, an meinen problemen zu arbeiten.

ich mag zwar im moment ganz unten am boden liegen, aber ich weiss, von hier aus kann es nur noch aufw├Ąrts gehen.

das passiert aber nur, wenn ich wieder aufstehe und die erste sprosse der leiter erklimme.

und wie gesagt, da bin ich gerade dabei.

ich bin nicht mehr im opfer- und reaktionsmodus. ich habe schon begonnen, selbst aktiv zu werden und dieses forum hier hat mir in den letzten tagen echt viel geholfen diesen schritt zu tun.

wenn man sich aufgegeben hat, au├čer dem partner niemandem, mit dem man reden kann, ist jede kommunikation mit anderen menschen ein lebenselixir.

ich sp├╝re, wie mich neue kraft durchstr├Âmt, ich weiss, alles wird gut.

28.09.2016 09:42 • x 2 #11


Apfeldiebin


Zitat von hansharald:
ja, ich muss jetzt mein leben v├Âllig neu ordnen und organisieren. aber ich sehe das als chance, an meinen problemen zu arbeiten.

ich mag zwar im moment ganz unten am boden liegen, aber ich weiss, von hier aus kann es nur noch aufw├Ąrts gehen.

das passiert aber nur, wenn ich wieder aufstehe und die erste sprosse der leiter erklimme.

und wie gesagt, da bin ich gerade dabei.

ich bin nicht mehr im opfer- und reaktionsmodus. ich habe schon begonnen, selbst aktiv zu werden und dieses forum hier hat mir in den letzten tagen echt viel geholfen diesen schritt zu tun.

wenn man sich aufgegeben hat, au├čer dem partner niemandem, mit dem man reden kann, ist jede kommunikation mit anderen menschen ein lebenselixir.

ich sp├╝re, wie mich neue kraft durchstr├Âmt, ich weiss, alles wird gut.


ich w├╝rde dir empfehlen ├╝ber narzissmus im netz nachzulesen und dich wirklich damit auseinander setzen und auch deine anteile daran zu sehen. zu schnell wird meist das wort narzisst in den mund genommen ohne wirklich zu wissen was es ist. narzissmus geht viel viel tiefer, das sind nicht nur menschen die beziehungsunf├Ąhig sind, nein solche menschen k├Ânnen dich um den verstand bringen, das du nicht mehr wei├č wo oben und unten ist.

28.09.2016 11:14 • x 2 #12


hansharald


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Zitat von Apfeldiebin:

ich w├╝rde dir empfehlen ├╝ber narzissmus im netz nachzulesen und dich wirklich damit auseinander setzen und auch deine anteile daran zu sehen. zu schnell wird meist das wort narzisst in den mund genommen ohne wirklich zu wissen was es ist. narzissmus geht viel viel tiefer, das sind nicht nur menschen die beziehungsunf├Ąhig sind, nein solche menschen k├Ânnen dich um den verstand bringen, das du nicht mehr wei├č wo oben und unten ist.


ich lese momentan sehr viel im netz. ich empfehle betroffenen auch immer den blog umgang-mit-narzissten.de

ich weiss, ich bin in allen meinen beziehungen komplement├Ąrnarzisst gewesen und habe aufgrund meiner eigenen pers├Ânlichkeit mir diese partnerinnen auch unbewusst gezielt ausgew├Ąhlt.

aber erkenntnis ist der erste weg zur besserung. und wissen bedeutet tats├Ąchlich macht. wer verstehen kann, warum er gewisse entscheidungen in seinem leben trifft, hat die chance, sich beim n├Ąchsten mal anders zu entscheiden.

deswegen werde ich jetzt auch die trennung konsequent durchziehen und mich vor allem mit mir selbst besch├Ąftigen. mit meinen tr├Ąumen und w├╝nschen. und ich werde pl├Ąne machen um meine tr├Ąume zu verwirklichen.

jeder von uns hat ein talent mitgegeben bekommen, es liegt an uns, ob wir dieses kleine licht verl├Âschen oder zu einem leuchtfeuer werden lassen.

28.09.2016 12:42 • x 2 #13


Apfeldiebin


Zitat von hansharald:
Zitat von Apfeldiebin:

ich w├╝rde dir empfehlen ├╝ber narzissmus im netz nachzulesen und dich wirklich damit auseinander setzen und auch deine anteile daran zu sehen. zu schnell wird meist das wort narzisst in den mund genommen ohne wirklich zu wissen was es ist. narzissmus geht viel viel tiefer, das sind nicht nur menschen die beziehungsunf├Ąhig sind, nein solche menschen k├Ânnen dich um den verstand bringen, das du nicht mehr wei├č wo oben und unten ist.


ich lese momentan sehr viel im netz. ich empfehle betroffenen auch immer den blog umgang-mit-narzissten.de

ich weiss, ich bin in allen meinen beziehungen komplement├Ąrnarzisst gewesen und habe aufgrund meiner eigenen pers├Ânlichkeit mir diese partnerinnen auch unbewusst gezielt ausgew├Ąhlt.

aber erkenntnis ist der erste weg zur besserung. und wissen bedeutet tats├Ąchlich macht. wer verstehen kann, warum er gewisse entscheidungen in seinem leben trifft, hat die chance, sich beim n├Ąchsten mal anders zu entscheiden.

deswegen werde ich jetzt auch die trennung konsequent durchziehen und mich vor allem mit mir selbst besch├Ąftigen. mit meinen tr├Ąumen und w├╝nschen. und ich werde pl├Ąne machen um meine tr├Ąume zu verwirklichen.

jeder von uns hat ein talent mitgegeben bekommen, es liegt an uns, ob wir dieses kleine licht verl├Âschen oder zu einem leuchtfeuer werden lassen.


du bist auch einen sehr guten weg, der erste ist n├Ąmlich der nicht zu verstehen warum der andere so ist, sondern wie einen sowas passieren hat k├Ânnen, das man sich fast selbst aufgibt. versuche nicht zu verstehen, warum sie in manchen situationen so oder so gehandelt hat, man kommt auf kein ergebnis, weil diese menschen so breit gef├Ąchert sind, und man es ganz einfach nicht wirklich begreifen kann. ich war immer auf der suche nach dem warum er so ist wie er ist, du kannst nur aktzeptieren, das dahinter so viele verschiedene masken stecken und das sie eben so sind wie sie sind.

die gute nachricht ist, das man es wirklich da raus schafft und man wieder gl├╝cklich wird
du schaffst das, da bin ich mir ganz sicher!

28.09.2016 13:31 • x 2 #14


hansharald


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das spannende bei mir - ich weiss, warum sie so ist. ich kenne ihre kindheit, habe mich zwangsl├Ąufig viel mit ihrem problem befassen m├╝ssen. sie weiss irgendwie auch, was ihr problem ist, aber sie kann oder will nicht daran arbeiten.

sie benutzt lieber maskierungen um ihre entt├Ąuschung aus der kindheit zu verstecken. dieses wissen hat mich wahrscheinlich auch so viel ertragen lassen. ich habe einen stark ausgepr├Ągten helferkomplex.

ich denke auch, es wurde erst richtig schlimm, als sie feststellen musste, dass ich ihr bei der l├Âsung ihres problems nicht behilflich sein kann. um professionelle hilfe in anspruch zu nehmen, ist sie aber zu stolz. genau da liegt auch ihr gro├čes seelisches dilemma - sie weiss, das sie hilfe braucht, will aber nicht als so schwach erscheinem, dass sie hilfe br├Ąuchte.

der einzige mensch, der sie aus diesem teufelskreis befreien k├Ânnte, ist ihre mutter. aber die ist eine noch schlimmere narzisstin und bemerkt seit jahrzehnten nicht, dass sie der grund f├╝r das verhalten ihrer tochter ist. ihr ehemann tut mir besonders leid. der ist quasi bis an sein lebensende an sie gefesselt und muss ihre launen ertragen.

28.09.2016 20:45 • #15



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