126

Meine Selbstheilung und Loslassen

Ste87

Ste87


1400
2
2832
"The quickest way out is through."

That's it. So einfach ist es. Alles andere ist ein Umweg.
Augen auf und durch.

03.01.2018 23:12 • x 2 #16


Sires


2
2
Zitat von Ste87:

Lieber Sires,
Danke für deine Worte.
Kopf hoch, der Weg ist nicht einfach und neun Jahre eine lange Zeit.
Ich habe mich in 2016 schon eine Zeit lang mit mir beschäftigt, ich glaube das hat mir jetzt geholfen.
Hast du überlegt dir Hilfe zu holen? Ich gehe am Montag zum Psychologen und freue mich sehr darauf.
Vielleicht ist das auch was für dich? Und dort kann man dann auch seinen Weg finden, was hilft.


Hallo Ste87,
ich bin schon seit 1,5 Jahren in psychologischer Behandlung wegen meiner Ängste. Ich war auf einem sehr guten Weg, bin jetzt aber wieder am Boden.
Ich finde es toll wie du dir Mut machst und sagst das du dich liebst.
Ich bin mit mir nicht im reinen, habe mich emotional total an meine Frau gebunden und bin ohne sie aktuell nicht lebensfähig. Ich mag mich selbst nicht mehr, da ich glaube durch meine Ängste alles zerstört zu haben. Diese Frau war mein Leben und daher habe ich jetzt nichts mehr.
Aber vielleicht kann ich ja von Dir lernen. Ich hoffe es, ich hab nämlich kaum noch Kraft!

04.01.2018 08:39 • x 1 #17


Sternenfischerin

Sternenfischeri.


814
3
1704
Grace hat recht. Du musst dir nichts vergeben. Kein Gefühl. Denn genau in dem Moment, wo du etwas gefühlt hast, hat es sich richtig für dich angefühlt. Und da brauchst du dir nichts verzeihen. Das bist du!

04.01.2018 17:38 • x 2 #18


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Zitat von Sternenfischerin:
Grace hat recht. Du musst dir nichts vergeben. Kein Gefühl. Denn genau in dem Moment, wo du etwas gefühlt hast, hat es sich richtig für dich angefühlt. Und da brauchst du dir nichts verzeihen. Das bist du!


Danke, aber wenn ich ihn abends angemotzt habe, weil ich einfach von der Arbeit gestresst war oder ähnliches, dann hat sich das sicher nicht richtig angefühlt oder war richtig.

Ich verurteile mich für nichts. Nur ich habe auch keine Lust ständig in dem Spielchen zu sein, wieso habe ich da rungemotzt und wieso hab ich da das gemacht.
Und indem ich mir auch für all meine Fehler und ihm für seine Fehler vergebe, lasse ich das alles ein Stück weit los.
Denn das heißt für mich, es ist ok, es ist abgeschlossen, ich muss mich dafür nicht krämen.

04.01.2018 20:49 • x 1 #19


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Zitat von Sires:


Lieber Sires,
Kopf hoch und es besser doch schon ein guter Weg, dass du eine Therapie machst.
Natürlich wirft eine Trennung dich zurück, dafür darfst du dich nicht selbst kritisieren oder bemitleiden. Hab Mitgefühl mit dir und es ist doch super, dass du deine Therapie auch weiter machst.
Ich bin mit mir auch nicht im Reinen, aber ich möchte es gerne sein. Das ist für mich der Antrieb. Ich weiß sehr viel auf meiner logischen Ebene, aber ich falle eben sehr schnell in meinen Modus zurück und in solchen Momenten komme ich da auch nicht raus.
Aber ich versuche mich in ruhigen Momenten zu stärken und denke dass es einem auch in schwachen helfen wird.
Doch du hast noch sehr viel und zwar dich. Damit hast du das wichtigste und genau damit solltest arbeiten. Versuche den Fokus auf dich zu richten.
Du bist wertvoll und du bist ein leuchtender Stern von Geburt an.
Dein Wert ist nicht abhängig von irgendjemand anderem, du ganz alleine definierst deinen Wert.
Das ist schwer zu verinnerlichen, aber du musst immer wieder darüber nachdenken und dir das bewusst machen.
Wenn du weisst wie wertvoll du bist, dann kann dir keiner mehr etwas. Denn egal wie sehr dich etwas verletzt, du kennst deinen Wert.
Also bitte sei gütig mit dir, sprich mit dir als würdest du zu deinem besten Freund sprechen. Und das kann man auch laut sehr gut machen.
Die erste Zeit habe ich ständig mit mir selbst geredet und zwar ganz liebevoll.
Und das ist auch ok, alles was dir hilft ist ok.
Du bist nicht alleine.

04.01.2018 21:47 • x 2 #20


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Ich brauche für mich ein Ventil.
Ich weiß das bereits und ich merke das immer mehr, wenn ich innerlich unter Druck gerate, dann brauche ich ein Ventil um mich zu öffnen um einfach alles abzulassen und mich innerlich wieder ganz ruhig zu fühlen.
Aber ich brauche ein liebevolles Ventil, ein Ventil, das ich für mich allein öffnen kann, dass sich nicht bei anderen Menschen öffnet.
Ich werde die nächsten Wochen versuchen mich besser zu strukturieren.
Ich fand Struktur immer so langweilig und irgendwie uncool. Vielleicht waren das aber auch meine Ausreden, weil ich Strukturen und Disziplin immer so schnell über Board werde.
Ich glaube Strukturen und Routinen helfen mir, den Druck gar nicht erst so stark aufkommen zu lassen. Und sie geben mir einen Rahmen.
Und dann das Ventil, Sport, Yoga, Meditation, 60 Sekunden Lächeln, was auch immer es wird.

Ich weiß neue Überzeugungen und Einstellungen brauchen Zeit und ich beobachte mich schon genau. Ich weiß wann ich in alte Verhaltensmuster zurückfalle. Das ist ein erster guter Schritt und der zweite wird kommen und dann noch einer und noch einer.

Ich habe Angst, dass sich mein Leben so sehr ändert in der nächsten Zeit. Aber ändert es sich nicht ständig.
Wo ich vor zwei Jahren stand und wo ich heute stand, das war auch ein ganz anderes Leben.
Ich werde mir versuchen logisch die Angst zu nehmen, ich schreibe es auf und dann werde ich sehen, dass bisher nach jeder Veränderung etwas besseres auf mich gewartet hat.
Wieso soll es jetzt anders sein? Das glaube ich nicht.
Ich will mein Urvertrauen stärken. Am Ende wird doch alles gut.
Ich gehe meinen Weg, aber ich darf mich nicht unter Druck setzen. Einen Tag mal etwas ruhiger angehen in Richtung Selbstheilung? Ja das ist in Ordnung.
Wer einen langen Weg vor sich hat, muss auch mal eine Pause machen, sonst kann er nach der Hälfte nicht mehr.
Ich achte auf mich, ich schaffe das.

Heute ist das hier mein Raum. Du hast deinen Raum schon bekommen. Aber das hier bleibt mein Raum.

"Friede entsteht wenn wir aufhören zu kämpfen."

"Das Geheimnis von Glück liegt darin, das zu akzeptieren, was gerade ist und das Beste daraus zu machen."

04.01.2018 21:59 • x 2 #21


Paulina87


Ich denke auch, dass es ganz wichtig ist sich selbst und dem Partner einfach zu vergeben!
Menschen machen Fehler und sind nicht perfekt! Aber die Vergebung befreit uns und man kann sich wieder öffnen.. hoffentlich schneller als später!

04.01.2018 22:05 • x 3 #22


Ste87

Ste87


1400
2
2832
@Paulina87
Ja Vergebung ist der Schlüssel zu allem.
Vergebung heißt für mich einfach meinen Frieden damit zu finden, nicht mehr nachzugrübeln, es dabei zu belassen und loszulassen.
Vergebung heißt für mich, ich werte das was war nicht mit Gefühlen, weder positiv oder negativ. Es war einfach.

04.01.2018 22:08 • x 3 #23


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Schatten gehen nur weg, indem wir Licht darauf werfen.
Licht ist Liebe und Aufmerksamkeit.

05.01.2018 16:26 • x 3 #24


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Ich liege mit mir in meinem Bett.
Möchte ich woanders sein? Nein.
Möchte ich mit jemand anderem sein? Nein.
Frieden.

06.01.2018 00:29 • x 2 #25


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Ich schlage gerade kurz aus Neugier mein neues Buch auf, scheinbar ganz wahllos und lese den Satz "Etwas, dem ihr euch widersetzt, das bleibt bestehen. Das, was ihr anschaut, das verschwindet."

Das ist so wahr. Man kann sich keiner Sache widersetzen, der man keine Realität beimißt. Das heißt man mißt seinen Ängste und negativen Glaubenssätzen Realität bei, denn man widersetzt sich Ihnen bzw. verdrängt sie und will sie nicht wahrhaben. Tatsächlich hat man es aber auf einer Ebene schon getan.
So lange man den Ängsten und negativen Glaubenssätze nicht begegnet und anschaut werden sie bleiben.
Es ist die gleiche Logik, wie dass man Licht auf Schatten werfen muss.

In solchen Momenten, in denen scheinbar "zufällig" so etwas passiert, da merke ich, wie sich alles zusammenfügt und nach und nach ein großes Bild daraus wird.
Ich bin ganz aufgeregt, weil nach und nach einfach alles mehr Sinn macht.
All diese Zeit in der ich mich so verloren und anders und fehl am Platz gefühlt habe, sie macht langsam Sinn. Diese Gefühle schwinden und in solchen Momenten habe ich kurz das Gefühl sie sind ganz weg.
Und ich weiß so sehr, dass der Weg der richtige ist und sich nach und nach alles fügen wird.
Es wird weiterhin schwere Momente geben und Momente des Zweifels, aber trotzdem trage ich diese Erkenntnis im Herzen.
Licht kann nur wissen, dass es Licht ist, wenn es den Schatten kennt.

"Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eins. Ich glaube an letzteres." (Albert Einstein)

06.01.2018 15:06 • x 3 #26


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Angst ist die Energie, die zusammenzieht, versperrt, einschränkt, wegrennt, sich versteckt, hortet, Schaden zufügt.
Liebe ist die Energie, die sich ausdehnt, sich öffnet, aussendet, bleibt, enthüllt, teilt, heilt.
Es gibt keine anderen Emotionen als diese zwei. Alle anderen gründen sich darauf.
Ich merke wie viel ich aus Angst handel.
Es ist unglaublich und doch so einfach.
Der Schlüssel ist tatsächlich die Angst komplett abzulegen und nur noch aus Liebe zu handeln. Dann kann nichts schlimmes mehr passieren.

07.01.2018 12:21 • x 2 #27


Sternenfischerin

Sternenfischeri.


814
3
1704
Zitat von Ste87:
"Etwas, dem ihr euch widersetzt, das bleibt bestehen. Das, was ihr anschaut, das verschwindet."


Ein toller Satz!

07.01.2018 20:00 • x 2 #28


Ste87

Ste87


1400
2
2832
Ich glaube ich habe unsere Trennung nie verarbeitet.
Mir fällt das gerade ein, weil ich den Weltspiegel geguckt habe und gleich den Tatort. Ich habe unser Sonntagsritual so geliebt.
Ich hab 2016 einfach aufgehört den Tatort zu gucken und so getan als fände ich es nicht mehr gut, aber irgendwie hat es mich zu sehr verletzt.
Ich weiß wir waren beide aus dieser Beziehung rausgewachsen, aber waren wir das wirklich? In der Zeit damals ja, ich hatte nur meine Karriere vor Augen und habe nichts anderes gesehen in der Zeit. Wir hatten keinen gemeinsamen Weg in der Zeit. Ob wir ihn heute wieder hätten? Ja vielleicht.
Du warst für mich immer so ein Fels in der Brandung, ich hab mich bei dir immer sicher gefühlt und wusste du kannst mich vor allem beschützen.
Du wüsstest dass ich psychisch nicht mit mir im Reinen war und du hast es akzeptiert. Ich kam mir nicht schwach bei dir vor, sondern ich konnte auch schwach sein und es war ok.
Deswegen wende ich mich auch heute noch an dich, wenn es mir schlecht geht.
Ich habe dich nie ganz gehen lassen und ich weiß das ist nicht fair, weder dir gegenüber noch mir gegenüber.
Und ich habe diese Verletzungen in meine andere Beziehunh mitgetragen und dachte meine neue Beziehung hätte mich heilen können.
Und in 2016 habe ich die Verletzungen quasi komplett verdrängt. Hab mich schnell in eine sinnlose Beziehunh gestürzt und hab dann später alles mit Alk. verdrängt und dann kam die neue Beziehung.
Jetzt stehe ich wieder hier und denke nach und drehe mich kreiselnd in die richtige Richtung.
Manchmal hätte ich gerne eine Aussprache mit dir. Die haben wir nie gehabt. Du hattest gesagt ich soll gehen und ich bin gegangen. So einfach war das. Ob das gut war, ich weiß es nicht. Vielleicht hat uns das gerettet und wir konnten so unseren eigenen Weg gehen, aber ich bin meinen bisher nicht gegangen, denn ich hatte dich immer mit im Gepäck.
Ich weiß ich muss dich auch loslassen, aber du bist immer noch mein sicherer Panzer in meinem Herz.

07.01.2018 20:13 • x 2 #29


Stresserella


20
2
4
Liebe Ste87,

seit Wochen lese ich hier mit und nun hab ich gerade deine Beiträge hier gefunden. Ich bin total erschrocken, weil sich die Geschichten so sehr ähneln . Ich bin auch 30, war vor ein paar Jahren schon mal im Forum , habe auch ein psychisches Problem scheinbar, weiß leider nicht, was Selbstliebe ist. Unsere "Beziehung" dauerte auch ein Jahr, die war allerdings ein bisschen speziell. Dazu mach ich mal ein Thema auf, wenn ich mich soweit fühle. Und in die Brüche ging es im Dezember. Leider ist es mir bis heute nicht gelungen, einen Psychologentermin zu machen. Tabletten nehme ich aber schon. Heute bin ich richtig verzweifelt, habe keine Sekunde geschlafen, nur geraucht und gebrochen und mich dann final heute morgen in der Arbeit krank gemeldet. Ich schäme mich so sehr dafür. Nun lese ich seit ungefähr 7 Stunden im Forum, bis ich endlich ein neues Passwort angefordert habe und nun wieder unter meinem alten Namen schreibe. Ich finde gerade Hilfe in deinen Texten, weil ich sehe, das man scheinbar doch aus diesem Loch kommen kann. Bei mir stellt sich nur aktuell ein schlimmes Problem mit rauchen, trinken und schlaftabletten ein. Das man sich da nicht wohl fühlt, ist klar. War das bei dir auch mal so? Oder ist es noch so? Peinlich ist es mir, dass ich mich vor ein paar Jahren schon mal so zamgerichtet hab. Auch hier geschrieben. Und scheinbar gar nix draus gelernt. Frage mich nur, wie oft mir das Leben dieses Aufgabe noch geben muss, bis ich es endlich kapiere.

P.S: Unser Sonntagsritual war auch Weltspiegel und Tatort

11.01.2018 13:34 • #30




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag