Zitat von MannmitBekannter:Hallo Bonnielein und Lilou,
ihr als Spezialfälle von wie auch immer messbarer Leistungsfähigkeit mögt auch in Beziehungsfragen in Serie produzieren können und trotzdem oder deswegen fehlt dem eingeworbenem Gegenwert was an Verlässlichkeit und Erneuerungsinput. In der allein laufenden Wildpferdlogik gibts genug bei Sonne, sollte es mal zu anspruchsvollen Situationen kommen ist der Partner untauglich.
Da magst Du nicht unrecht haben lieber Mann mit/ohne Bekannte.
Da ich heute aufgrund fast dreistündigem Zahnarzttermin zuhause bin, habe ich das Buch "jein" gut zur Hälfte gelesen und mich leider gut beschrieben wieder erkannt.
Allerdings kam mir die Ahnung gestern abend schon, nämlich dass ich dazu neige zu fliehen, innerlich abzuschalten oder ganz einfach zu gehen. Ganz konsequent in jeder Lebenssituation ob Beziehung, Job oder Freunde. Eine große Rolle spielt meine Angst Erwartungen nicht erfüllen zu können, ab und an aber weil es mir auch einfach zu lästig ist oder ich zu bequem bin.
In meinen zwei langen Beziehungen konnte ich nicht fliehen, habe aber naürlich viele Möglichkeiten gefunden mich zu entziehen, z.B. s.ueller Art.
Ich kann jetzt auch nachvollziehen, warum mein Ex meinte nie wirklich an mich dran gekommen zu sein.
Das Ziel muß jetzt also sein durchhalten? Das habe ich aber schon öfters gehabt. Die Kunst für mich wird sein herauszufinden wann sich durchhalten lohnt und wann nicht bei klar formulierten gefühlen und Grenzen.
Zu dem gestrigen Telefonat... nachträglich betrachtet, war es sicherlich auch deshalb so "seicht", weil Hr. H. wohl Angst hatte mich wieder voll an sich dran kommen zu lassen. Demgegenüber steht wohl auch seine Sehnsuch nach Nähe, denn Er war dann noch lange online, nur um schnell abzudrücken wenn ich online kam und sich den ganzen Vormittag über seine eigene Schwäche, nämlich der Sehnsucht geärgert zu haben.
Ich habe definitiv ein Spiegelbild meines Verhaltens und vielleicht auch die aktuelle Reife benötigt, herauszufinden was mit mir möglicherweise los ist.
Lieber Mann, wir sind deshalb keine schlechten Menschen, nur vielmehr etwas überängstlich immer im Kreislauf der selbsterfüllenden Prophezeiung verhangen, dass Beziehungen nicht funktionieren können und damit so wie wir ticken auch nicht werden.
Auch ich habe Angst davor das Wort Beziehung auszusprechen, geschweige denn von Heirat, weil es mir eine gefühlte Kette um das Herz drückt.
Weil ich Angst habe Erwartungen auf eine Art und Weise erfüllen zu müssen, die ich nicht vermag zu erfüllen.