Oh Mann, das was du beschreibst, genau davor habe ich Angst, weil ich merke wie ich langsam genau da rein schlender. Meine Trennung ist bei weitem nicht so lange her wie euer Kontaktabbruch, aber das was du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Ich habe jetzt auch vieles versucht, um mich abzulenken, Anfangs auch nur versucht das nötigste zu machen, viel geheult, mich zurück gezogen, Chats nochmal gelesen, zurück geschaut, in den Kalender geguckt um mich an Situationen zu erinnern von Abenden, die einfach sch. waren, aber meine Erleuchtung ist auch noch nicht da. Mir ist zwar bewusst, was er und ich falsch gemacht haben, dass ich auch alles auf Teufel komm raus ausdiskutieren musste, was nicht gut ist. Die einzige Erkenntnis ist aber, dass ich ihm manche Aktionen einfach nie verzeihen konnte. Also habe ich mich mit verzeihen und vergeben beschäftigt. Dann hab ich versucht viel zu unternehmen, bin viel auf Parties gegangen, aber das kann man nicht auf Dauer, ich zumindest nicht. Das Problem ist nur, dass sich irgendwie nichts verbessert hat in meinem Kopf. Ok, ich komme mittlerweile klar und kann meinen Alltag meistern. Jetzt aktuell befinde ich mich in einer Zeit wo ich versuche mir bewusst Zeit für mich zu nehmen, wieder nach Plan und gesund zu essen, auch die Wohnung umzugestalten und so ein Hobby miteinzubringen. Aber ich merke, die Befriedigung, die ich mir dadurch erhoffe, kommt nicht! Es ist egal was ich mache, davor und danach ist alles beim Alten. Es ist zwar bei mir noch nicht so, dass mir alles egal ist, aber ich kenne dieses Lächeln aufsetzen und fertig und im Innern einfach unglücklich zu sein. Egal was ich mache, spätestens davor und danach schwebt er in meinen Gedanken, oft auch dabei, vor allem
wenn ich alleine bin. Rachegedanken hatte ich auch, aber ich will nicht so ein Mensch sein, oder wie du beschreibst eine verbitterte Alte werden die anderen was böses wünscht. Diese Zerrisenheit zwischen Hass und Liebe konnte ich zum Glück komplett abstellen, mit dem Bild über mich wie ich sein möchte. Mein Expartner hat mich auch menschlich sehr enttäuscht, dazu muss ich sagen, der ex davor leider auch. Deswegen denke ich auch bei dir, es ist nicht nur der Liebeskummer den du da hast, sondern auch der Glaube an das Leben und alles was dazu gehört, der dir verloren gegangen ist. So ist es bei mir glaube ich momentan. Anders kann ich mir diese passive Haltung gerade nicht erklären. Wie soll ich das beschreiben, alles was ich gerade mache ist nicht auf Dauer und das freut mich einfach nicht. Ich würde gerne in eine Zukunft blicken und Pläne schmieden, aber in dieser Zukunft war bis vor kurzem mein ex fest verankert und deswegen gucke ich nicht mehr in die Zukunft und es ergibt alles keinen Sinn. Aber bitte nicht falsch verstehen! Ich will da rauskommen, nicht dass einer hier was anderes denkt, wenn ich schreibe es ergibt keinen Sinn. Meine momentane Horrorvorstellung ist, dass ich da auch wie du in Jahren noch feststecke. Was mir auch sehr leid für dich tut, auch wenn ich dich nicht kenne. Aber ich denke du solltest wirklich ganz woanders ansetzen als beim Liebeskummer. Die Frage ist halt immer nur wo?! Und langsam glaube ich auch bei mir, dass ich das alleine nicht rausfinden werde. Aber ich gehöre zu der Sorte Mensch, der es sehr wohl peinlich ist zum Psychologen zu gehen, denn nach Außen hin gebe ich mich immer soooo taff und stark. Auch ein großer Fehler an dem ich gerade arbeite und nach und nach den Menschen versuche auch mal was anderes zu zeigen. Naja was auch immer, ich kann dich verstehen WerIch. Ich habe aber auch gerade keine Tipps für dich ...