×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

136

Mit erwachsenen Kindern über Probleme sprechen?

M
@Worrior
Zitat von Worrior:
Am Ende des Tages werden wir als Väter und Mütter beurteilt, nicht als "Bro's" oder "beste Freundinnen".

Das ist richtig, wobei es Unterschiede in der Nähe gibt. Manche bevorzugen eher ein oberflächliches Verhältnis, kommen nicht über Gespräche wie Wetter und Kinder hinaus, und andere wünschen sich einen zusätzlichen Ansprechpartner, dem man vertrauen kann. Da gibt es so noch so viel dazwischen.

In meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der das zweite Mal mit Ende 30 gegen Krebs kämpft. Seine Eltern wissen aber nichts davon, denn über solche Dinge wurde nie gesprochen und man möchte niemanden belasten.

x 3 #16


E-Claire
Zitat von justawoman:
Er war sogar schon mal gekränkt darüber, dass ich ihm nicht gesagt habe, dass es mir gerade schlecht geht, fühlte sich nicht ernst genommen

Weißt Du, natürlich lässt sich da viel abstrakt drüber sinnieren und ich kenne beide Seiten, oversharing mit Hang zur Parentifizierung und komplettes Ausgeschlossensein aus dem Leben des Elternteils.

In meinen Augen gibt es neben den krassen Fällen am jeweiligen Ende des Spektrums, aber kein wirkliches Richtig oder Falsch, sondern die Frage, was denn beide Parteien können/brauchen/wollen.

Damit geht es dann eben nicht mehr um einen allgemeingültigen Maßstab, sondern eher um die Frage, was möchte denn Dein Sohn.
Hast Du mit ihm mal darüber gesprochen, welche Form der Offenheit ihm wichtig ist? Dann kannst Du ja überlegen, ob Dir diese Offenheit überhaupt möglich ist oder wie ein Kompromiss ausschauen könnte.

Bitte denk dran, uns verletzlich zu zeigen, ist nicht nur sehr menschlich, sondern es ist der Grundpfeiler von wie Nähe entsteht.

x 6 #17


A


Mit erwachsenen Kindern über Probleme sprechen?

x 3


B
Es gibt Eltern, die wollen unbedingt bff sein, und ich persönlich finde das befremdlich.
Ich bin und bleibe der Vater. Wir haben das Glück eine Beziehung zu führen, die einerseits immer noch den Charakter Eltern-Kind hat, aber das Kind ist nun erwachsen.
Wie schon richtig geschrieben, sie sind nicht meine Partnerin, und daher nicht mein seelischer Mülleimer. Dennoch bin ich sicher, dass ich einschneidende Dinge erfahre. Insbesondere von der Tochter.
Alle Trennungen habe ich zuerst erfahren. Gesundheit ist toi toi toi kein Thema.
Geld - sie würde sich melden wenn der Unterhalt nicht mehr reicht. Unser Gehalt kennen sie nicht, ich kenne Ihre Kontostände auch nicht. Beide wissen, dass ich ihr in jeder Patsche beistehe, und sie schätzen meinen Rat.
Mittlerweile frage ich die Kinder auch um ihre Meinung, hauptsächlich, wenn es um technische Dinge geht. Mit zunehmenden Alter auch emotional. Außer Probleme mit meiner Frau. Sie ist ihre Mama und ich werde sie mit Sicherheit nicht in einen Loyalitätskonflikt bringen.
Es könnte passieren, dass ich berichte, dass grad Sand im Getriebe ist. Aber niemals würde ich eine Positionierung erwarten.
Wahrscheinlich würde ich auch nichts erzählen, würde ich mich fremdverlieben. Fühlt sich nicht gut an.
Zusammenfassend:
Ich teile mit ihnen meine Gedanken und Emotionen, ich vermeide, sie als Mülleimer zu benutzen oder sie in Loyalitätskonflikte zu bringen.
Auch ermuntere ich immer wieder, dass die Geschwister miteinander sprechen, was auch der Fall ist. Seid der Krise wissen sich wertzuschätzen und sind auch zusammen gewachsen.

Edith: viel Text, ich hätte auf e-claires Beitrag warten sollen und das danke klicken

x 5 #18


C
Das ist eine Frage, die ich mir auch immer wieder stelle.

Bisher rede ich mit meinen (jung)erwachsenen Söhnen und auch dem Teenagersohn, der noch bei mir wohnt, nicht über meine Probleme. Der Grund dafür ist, dass ich das Gefühl habe, dass sie das nicht wollen - und das respektiere ich, es ist ihr gutes Recht.

Würden sie fragen, würde ich natürlich ehrlich antworten und sie nicht anlügen.

Das war auch in Zusammenhang mit unserer Trennung so - sie haben recht eindeutig signalisiert (und tun das noch), dass sie über die Hintergründe nicht reden möchten, zumindest nicht mit mir. Z.T. habe ich allerdings die Befürchtung, dass sie mit ihrem Vater schon über das Thema reden und dadurch eine sehr einseitige, verzerrte Sichtweise auf das Ganze haben. Aber ich kann es nicht ändern - ich kann und will ihnen keine Gespräche aufzwingen.

x 3 #19


B
Zitat von Caecilia:
Der Grund dafür ist, dass ich das Gefühl habe, dass sie das nicht wollen - und das respektiere ich, es ist ihr gutes Recht.

Die königsklasse ist dann erreicht, wenn du nicht dein Gefühl entscheiden lässt, sondern, wenn ihr darüber sprecht und gemeinsam eine Grenze zwischen TMI und das möchte ich erfahren zu finden.

x 2 #20


QueenA
@justawoman Hallo,

Ich lasse meine Kinder an meinem Leben teilhaben, so wie ich mir wünsche, an ihrem teilzunehmen. Mein Credo war immer: Ich belüge meine Kinder nicht, wenn sie mich konkret etwas fragen. Wenn es mir schlecht ging, habe ich das nicht versteckt, aber auch nicht in den Vordergrund gestellt. Mir war wichtig, dass sie mich als Mensch kennenlernen dürfen, mit all meinen Facetten.

Der Vorteil daran ist, dass zuhause für alle Safe Space ist . Dinge habe ich früher immer kindgerecht erklärt. Heute sind meine Kinder 18,5 und 16,5, sie nehmen sehr viel wahr und gleichzeitig haben sie ein starkes Urvertrauen. Sie wissen, dass ich immer einen Weg finde, sie schütze und ihnen Orientierung gebe, egal wie es mir selbst gerade geht. Das ist mein Anspruch als Mutter an mich selbst.

Geprägt ist diese Haltung auch durch die Beziehung zu meiner eigenen Mutter. Sie war sehr authentisch, oft brauchte es gar nicht viele Worte, als Kind erlebt man ja, wie Eltern wirklich sind. Gleichzeitig hatte ich immer das Gefühl, mit allem zu ihr kommen zu können. Sie war ansprechbar, pragmatisch, unterstützend. Dieses Gefühl, dass eine Mutter ein Fels in der Brandung ist, möchte ich meinen Kindern weitergeben.

Ich wünsche mir, dass meine Kinder auch später mit ihren Themen zu mir kommen, wenn ein Tag schlecht war oder sie Unterstützung brauchen. Ich möchte nicht, dass sie mir Dinge verschweigen, weil sie glauben, mich schützen zu müssen. Auch Krankheit, Tod und Leid gehören für mich zum Leben dazu und dürfen benannt werden.

Mir ist wichtig zu sagen: Das ist kein Maßstab und keine Empfehlung. Beziehungen zwischen Eltern und Kindern sind hochindividuell und sehr persönlich. Das hier ist einfach mein Leben und mein Weg, andere Entscheidungen kann und möchte ich genauso respektieren.

Herzliche Grüße

x 8 #21


Besserwisser60
Zitat von QueenA:

Ich wünsche mir, dass meine Kinder auch später mit ihren Themen zu mir kommen, wenn ein Tag schlecht war oder sie Unterstützung brauchen. Ich möchte nicht, dass sie mir Dinge verschweigen, weil sie glauben, mich schützen zu müssen. Auch Krankheit, Tod und Leid gehören für mich zum Leben dazu und dürfen benannt werden.

Klar, die Tür sollte offen stehen. Meine Töchter allerdings haben ihre Partner und Freunde, mit denen sie ihre Probleme bekakeln. Und das ist auch gut so.

Ist auch immer eine Frage der Erwartunghshaltung. Ich sehe es so: Ich bin meinen Kindern nichts schuldig und sind mir nichts schuldig, aber ich habe ein offenes Ohr und eine offene Tür, wenn es mal von Nöten ist

x 3 #22


C
Zitat von BernhardQXY:
Die königsklasse ist dann erreicht, wenn du nicht dein Gefühl entscheiden lässt, sondern, wenn ihr darüber sprecht und gemeinsam eine Grenze ...

Möglich, ja. Bis jetzt blocken sie aber solche "klärenden" Gespräche ("Worüber wollen wir uns austauschen? Was wollen wir vom anderen wissen und was nicht?") auch recht klar ab. Vielleicht kommt das noch.

x 1 #23


QueenA
Zitat von Besserwisser60:
Klar, die Tür sollte offen stehen. Meine Töchter allerdings haben ihre Partner und Freunde, mit denen sie ihre Probleme bekakeln. Und das ist auch ...

@Besserwisser60
Ich verstehe den Gedanken mit der Haltung und der offenen Tür. Für mich geht es dabei aber noch um etwas mehr um das, was Familie für mich bedeutet.

Mir ist wichtig, dass die Beziehung zu meinen Kindern auch dann eine gute, lebendige bleibt, wenn sie unabhängig sind. Nicht aus einem Gefühl von Schuld oder Verpflichtung heraus, im Gegenteil. Sondern aus Herzenswärme, weil man füreinander Herzensmenschen ist. Das ist für mich schon noch eine andere Ebene.

Ich finde, ich habe vieles richtig gemacht, wenn meine Kinder ihre Themen gut mit Partnern, Partnerinnen oder Freunden besprechen können. Das ist gesund und wichtig. Ich würde nur nicht wollen, dass ich komplett außen vor bleibe. Wenn wir telefonieren oder uns sehen und es drückt der Schuh, dann soll da auch Raum sein, das mit mir zu teilen. Nicht müssen, aber dürfen. Und auch sollen, wenn es sich stimmig anfühlt.

Für mich ist das einfach zwischenmenschliche Nähe und Familie. Genauso wie ich meine Mutter frage, wie es ihr geht, ob sie gut geschlafen hat und möchte, dass sie mir ehrlich antwortet. Das ist keine Einbahnstraße, sondern Beziehung.

Am Ende hat da sicher jede Familie ihren eigenen Weg. Das hier ist einfach meiner.

x 3 #24


Löwenzeh
@justawoman
Ich denke, aufgrund deiner eigenen Vorgeschichte, ist deine Zurückhaltung verständlich und auch eine Lehre, wie es nicht laufen sollte.
Aber es ist für mich ein bedeutender Unterschied, ob ich als Kind oder Erwachsener ins Vertrauen gezogen werden und auch das Maß.
Ich denke, du bist vielleicht (für deinen Sohn) zu zurückhaltend und er wüsste gerne mehr über dich, dein Vorleben (vor ihm), deine Erfahrungen.
Und zum Teil kann Probleme mitteilen, auch sehr aufschlussreich für dein Kind sein. Er wird ähnliche Probleme selbst noch erleben.

Vielleicht erzählst du ihm erstmal einfach von deiner Mama? Wie es dich belastet hat und dass du ihm das ersparen wolltest.
Ich denke, das könnte ein schönes, verbindendes Gespräch werden.

Ich kann mit meiner Mutter leider vieles nicht besprechen, seit sie vor 15 Jahren einen Schlaganfall hatte und das Sprachzentrum in Mitleidenschaft gezogen wird.
Und bei meinem Papa kommen wir nicht über die Oberfläche hinaus.

Meine persönliche Erfahrung ist also: es ist schön, als Erwachsener erwachsene Gespräche mit den Eltern zu führen und sie als Mensch abseits der Elternrolle kennenzulernen.

x 1 #25


J
Zitat von Manchmal_Hexe:
In meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der das zweite Mal mit Ende 30 gegen Krebs kämpft. Seine Eltern wissen aber nichts davon

Das finde ich richtig krass 😳 .

Zitat von HeavyDreamy:
Darf ich fragen, wie alt dein Sohn mittlerweile ist?

Fast 27

Zitat von HeavyDreamy:
Dein Sohn wohnt bei dir?

Nein. Aber er kommt mich jedes Wochenende besuchen und wir telefonieren auch unter der Woche öfter mal.

Zitat von HeavyDreamy:
Du bist aber aufgrund deiner Mama, die dich viel zu früh in ihre miese Welt hineingezogen hat, schon genug sensibilisiert

Das stimmt, aber bei sowas besteht immer die Gefahr, dass man von einem Extrem ins andere rutscht. Vom Undersharing zum Oversharing.

Zitat von ma24:
Ich bin noch nicht ansatzweise auf die Idee gekommen, ihn mit meinen Problemen, egal welcher Art, zu belasten.

Fragen/merken deine Kinder denn gar nicht, was bei dir gerade so los ist? Ich möchte mein Kind natürlich auch nicht belasten. Andererseits teile ich schöne Erlebnisse mit ihm, warum sollte ich es mit weniger schönen anders machen? Die gehören doch zum Leben auch dazu 🤔 .

Zitat von Ameise_78:
Bei erwachsenen Kindern gilt meines Erachtens ebenfalls, dass sie kein Kummerkasten sind

Das sehe ich auch so, das gilt aber auch für Freunde, finde ich. Niemand will sich immer nur Gejammer anhören.

Zitat von Blindfisch:
Da hast du dir einen Ehrenmann rangezogen .

😊

Zitat von Manchmal_Hexe:
Für eine tiefere Beziehung würde ich raten, offen mit ihnen umzugehen, natürlich in Abwägung, welche Themen du ihnen anvertraust. Ansonsten lernt man einander nie wirklich kennen.

Das finde ich einen wichtigen Punkt. je mehr man sich öffnet, umso mehr öffmet der andere sich auch, ist in Freundschaften auch so.

Zitat von Blindfisch:
dann sollte es so sein, das die Familie dich auffängt.

Diese Erfahrung habe ich mit meiner Familie leider nicht gemacht. Wahrscheinlich bin ich deshalb so unsicher, was richtig ist, was man von Familie erwarten/ihr zumuten kann.

Zitat von Jane_1:
Statt dich zu fragen, könntest su zB ihn fragen. "Mein Schatz, ich habe das Gefühl, das gestern war "too much information" und ich befürchte jetzt, dass ich dich damit überfordert habe. Ich brauche mal einen reality check. Wie hast du das empfunden?"

Finde ich gut. Letzten Endes hat er mich ja gefragt, ob irgendwas vorgefallen ist und ich habe ihm schließlich kurz und knapp gesagt, dass es Streit gab zwischen FG und mir (nicht sein Vater und auch kein Ziehvater) und gefragt, ob er mehr darüber hören möchte und ihm dann auch erzählt, worum es ging. Obwohl er "ja" gesagt hat, zerbreche ich mir die ganze Zeit den Kopf, ob das unangemessen war. Wobei ich weder gejammert noch FG schlecht gemacht habe, sondern einfach nur erzählt, wie es zu dem Streit gekommen ist. Mich hat auch wirklich interessiert, wie er darüber denkt und ob er grobe Fehler in meinem Verhalten sieht.

x 4 #26


J
Zitat von Zitat: Zitat von BernhardQXY Es gibt Eltern, die wollen unbedingt bff sein, und ich persönlich finde das befremdlich.:
[url=/post4097182.html#p4097182]Zitat von BernhardQXY

Es gibt Eltern, die wollen unbedingt bff sein, und ich persönlich finde das befremdlich.[/url]


Warum? Wie definierst du bffs? Ich möchte gerne beides sein, eine Mutter und eine gute Beziehung zu meinem Sohn haben. Wir haben keinen so großen Altersunterschied und sind uns dadurch näher als andere Eltern und Kinder, glaube ich. Passiert mir regelmäßig, dass ich für seine Schwester gehalten werde 🙈 .

Zitat von BernhardQXY:
sie sind nicht meine Partnerin, und daher nicht mein seelischer Mülleimer

Ein Partner ist für mich auch nicht mein seelischer Mülleimer...

Zitat von QueenA:
Wenn es mir schlecht ging, habe ich das nicht versteckt, aber auch nicht in den Vordergrund gestellt.

Finde ich grundsätzlich gut. Problematisch wird es, wenn es einem länger schlecht geht. Das verstecke ich durchaus, nicht nur vor meiner Familie, auch vor meinen Freunden, weil ich niemanden überlasten will.

Zitat von QueenA:
Sie war ansprechbar, pragmatisch, unterstützend. Dieses Gefühl, dass eine Mutter ein Fels in der Brandung ist

Das finde ich sehr schön, genauso möchte ich auch sein 😊 . Ich befürchte aber, als Fels in der Brandung nimmt er mich nicht wahr, dafür bin ich zu labil.

Zitat von QueenA:
Das ist keine Einbahnstraße, sondern Beziehung

Das ist ein schönes Bild. Wobei die Beziehung zwischen Eltern und Kindern anfangs schon eine Einbahnstraße ist und am Ende vielleicht auch wieder...aber dazwischen muss sie es nicht sein.

Zitat von Löwenzeh:
Vielleicht erzählst du ihm erstmal einfach von deiner Mama?

Nicht nötig, er kennt meine Mutter und ihre Fehler persönlich 😉 .

x 4 #27


Ameise_78
Zitat von justawoman:
Obwohl er "ja" gesagt hat, zerbreche ich mir die ganze Zeit den Kopf, ob das unangemessen war. Wobei ich weder gejammert noch FG schlecht gemacht habe, sondern einfach nur erzählt, wie es zu dem Streit gekommen ist.

Das klingt für mich nicht unangemessen.
Als erwachsener Mensch hätte er ja auch nein sagen können, und wenn du eine halbwegs sachliche Darstellung gegeben hast, kann ich mir nicht vorstellen, dass du ihn damit zu sehr belastet haben könntest. Tatsächlich wissen erwachsene Kinder ja, dass ihre Eltern auch "nur Menschen" sind, und solange man als Elternteil Reife und Verantwortungsbewusstsein zeigt (auch ggü dem erwachsenen Kind, indem man es eben nicht zum Schrottabladeplatz macht), sollte das mE okay sein.
So wie du das Verhältnis zu deinem Sohn schilderst würde ich vermuten, dass er dich auch hätte wissen lassen wenn es das nicht gewesen wäre. Lachendes Gesicht

x 2 #28


Lukrethia
Ich habe mir nur den EP durchgelesen. Ich finde, mit erwachsenen Kindern kann man durchaus über Probleme reden.
Aber eines ist tabu: Probleme zwischen den Elternteilen sollten immer in der Paarebene gelöst werden.
Aber alles rund um Gesundheit, Finanzen, Freunde, etc kann man teilen. Zwanghaftes Verheimlichen finde ich nicht gut, weil Kinder merken doch sowieso, wenn die Eltern etwas beschäftigt. Meine Eltern sind auch vom Schlag "bloß nichts den Kindern sagen und sie belasten" - es klappt aber nicht besonders gut und ich denke mir: dann sagt es doch gleich einfach rundheraus. Natürlich macht es jetzt einen Unterschied, ob man mit einem 18jährigen oder einem 40jährigen Kind spricht, aber erwachsen werden bedeutet eben auch, dass man sich mit Problemen auseinandersetzen muss, vor denen man hoffentlich als Kind verschont geblieben ist.
Ich wünsche mir immer, dass meine Eltern ihre Sorgen mit mir teilen - umgekehrt mache ich das ja auch und so wie sie immer für mich da sind, möchte ich das auch zurückgeben können und nicht nur ein "Schönwetterkind" sein

x 4 #29


QueenA
@justawoman danke für Deine Rückmeldung und freundlichen Austausch. Ich weiß es immer sehr zu schätzen, wenn trotz unterschiedlicher Lebenslangen oder Möglichkeiten ein wertschätzendes Miteinander gelingt. Besonders bei sensiblen Themen wie zB Eltern-Kindbeziehung.

Als es mir damals gar nicht so gut ging bei der Trennung meiner Vision von Familie: absolut ähnlich wie Du es siehst. Meine Kinder waren auch Kleinkinder und da spulte ich tagsüber meine Programm mit ihnen ab und abends ging’s ins überlegen, Zukunft planen und auch Tränen sind geflossen.

Exakt mit „keine Einbahnstraße“ bezog sich mehr auf ältere Kinder.

x 1 #30


A


x 4