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Mit Ex-Freund befreundet?

onlyboy92

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Hallo ihr lieben,

mein Freund hat eine Art Boderline Störung in der er ständig an der Beziehung zweifelt und schluss macht. Bisher bin ich ihm jedes mal hinterher gerannt, auch wenn er Schluss gemacht hat, doch dieses mal lass ich ihn zappeln. Heute hatten wir unsere Aussprache und er hat mir offenbart das er mich noch liebt und mich total scharf findet, am liebsten mit mir nachhause gehen, kuscheln und alles wie immer weiter führen würde, jedoch vor einem ersten Gespräch beim Psychologen keinen Sinn darin sieht, da er mich wieder nur verletzen würde. Alles schön und gut, ich werde ihn eh nicht zurück nehmen bevor er nicht richtig um mich kämpft, denn das hab bisher immer nur ich getan.

Allerdings offenbarte er mir das er sich 2 mal mit seinem Ex Freund getroffen hat und sich mit ihm ausgebrochen hat, sich bei ihm entschuldigt hat für die Beziehung, wie er mit ihm umgegangen ist.. was mich schon wütend gemacht hat, da er erst vor 2 Wochen mit mir Schluss gemacht hatte - ist es nicht sinnvoller die aktuelle Beziehung zu retten, bevor man sich bei seinem Ex endschuldigt(der ihn sogar betrogen hat!)?

Und dann wollen die morgen auch noch ins Kino. Das macht mich rasend. Er sagt zwar er habe keine Gefühle für ihn und es würde nie wieder was werden, aber das glaube ich ihm nicht. Er ist momentan durch seine psychische Erkrankung wieder so verwirrt das er nicht weiß wovon er redet.

Klar, momentan ist er single und kann tun was er will, doch er will mich zurückgewinnen und hängt mit seinem Ex ab. Reagiere ich da über? Ich finde es nicht so normal mit seinem Ex ins Kino zu gehen während man seine große Liebe am verlieren ist..

28.02.2015 01:15 • #1


peppina


Hey!
An deiner Stelle würde ich mich mit dem borderline auseinandersetzen, mich etwas informieren.
Das könnte dir evtl die Augen öffnen.

Ob er um dich kämpft oder nicht. Es hält dann wieder nicht sooo lange an bis Schluss ist. Und dann wohl auch mal für immer. Bis er jemanden gefunden hat, dem er noch mehr aussaugen kann.

Ich kann dir mir raten, Abstand zu suchen.
Lg

28.02.2015 01:41 • x 1 #2



Mit Ex-Freund befreundet?

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onlyboy92


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Ich habe mich damit auseinandergesetzt und bin bereit mit ihm zu kämpfen und die Therapie durchzuziehen.

Allerdings nicht unter solchen Umständen, in denen er sich mit seinem Ex zum Kino verabredet. Das war ja meine Fragestellung.. ob ihr sowas akzeptieren würden

28.02.2015 01:44 • #3


peppina


Das ist keine vorübergehende psychische Erkrankung, sondern eine Art Persönlichkeits-Störung.
Das ist nicht so schnell therapierbar,.die Veränderungen treten teilweise erst nach Jahren bis Jahrzehnten ein. Kommt auf die Intensität der Mitarbeit an.

28.02.2015 01:53 • #4


peppina


Ob ich das akzeptieren würde?!
Mein Ex hatte einen guten Kontakt zu seiner Ex.

28.02.2015 01:54 • #5


Nachtfuechsin

Nachtfuechsin


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nachtfuchsouting:
borderlinerin, bipolarin, seit jahren in therapie - und ein partner muß schon sehr stark und auch sehr realistisch sein, das mit zu tragen.

28.02.2015 07:59 • x 1 #6


Nachtfuechsin

Nachtfuechsin


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eine frage: ich lese immer DER ex... hab ich da irgendwie was nicht mitbekommen?

28.02.2015 08:01 • #7


peppina


@Nachtfüchsin:
wird wohl eine gleichgeschlechtliche Beziehung sein

28.02.2015 11:18 • #8


FallingButterfl.


Zitat von peppina:
Hey!
An deiner Stelle würde ich mich mit dem borderline auseinandersetzen, mich etwas informieren.
Das könnte dir evtl die Augen öffnen.

Ob er um dich kämpft oder nicht. Es hält dann wieder nicht sooo lange an bis Schluss ist. Und dann wohl auch mal für immer. Bis er jemanden gefunden hat, dem er noch mehr aussaugen kann.

Ich kann dir mir raten, Abstand zu suchen.
Lg



Ich lese immer wieder, dass beim Thema Borderline gleich so eine Hoffnungslosigkeit vermittelt wird alá "Vor Borderlinern sollte man sich retten, man kann mit ihnen keine Beziehung führen."

Ich finde es so dermaßen unfair, dass alles Borderliner als so schlechte Menschen hingestellt die einen aussaugen und unter einen Kamm geschert werden. Man kann nichts dafür bis man die Diagnose selbst weiß und mit dem richtigen Willen kann so jemand mit Therapie auch ohne Hilfe von Außen so Leben, dass man gut mit denjenigen umgehen kann.
Aber zu sagen, man solle sich immer direkt retten... das macht mich grad richtig sauer

28.02.2015 11:31 • x 1 #9


peppina


Zitat von FallingButterfly:
Zitat von peppina:
Hey!
An deiner Stelle würde ich mich mit dem borderline auseinandersetzen, mich etwas informieren.
Das könnte dir evtl die Augen öffnen.

Ob er um dich kämpft oder nicht. Es hält dann wieder nicht sooo lange an bis Schluss ist. Und dann wohl auch mal für immer. Bis er jemanden gefunden hat, dem er noch mehr aussaugen kann.

Ich kann dir mir raten, Abstand zu suchen.
Lg



Ich lese immer wieder, dass beim Thema Borderline gleich so eine Hoffnungslosigkeit vermittelt wird alá "Vor Borderlinern sollte man sich retten, man kann mit ihnen keine Beziehung führen."

Ich finde es so dermaßen unfair, dass alles Borderliner als so schlechte Menschen hingestellt die einen aussaugen und unter einen Kamm geschert werden. Man kann nichts dafür bis man die Diagnose selbst weiß und mit dem richtigen Willen kann so jemand mit Therapie auch ohne Hilfe von Außen so Leben, dass man gut mit denjenigen umgehen kann.
Aber zu sagen, man solle sich immer direkt retten... das macht mich grad richtig sauer



hey FallingButterfly!
ich habe mich viel damit auseinander gesezt. spannend ist, dass viele Internet-Seiten zB schreiben, dass sie keine Tips geben können, wie man mit einem Borderline-Menschen zusammen sein kann, weil es einfach nicht geht, ohne sich selber zu zerstören.

Die Menschen können für ihre Diagnose nichts, das stimmt. Aber wenn man die Menschen anschaut, die sich aus einer Boderline-Beziehung retten konnten, sind diese häufig erstmal kaputt..
Daher kann ich jungen Menschen nur empfehlen, sich zu retten, ja.
Ich denke, das auch fachlich begründet, dass ohne Therapie keine Besserung eintreten kann.
Das kann sich der Mensch mit Borerline zwar anders einreden, aber man darf auch nicht vergessen, dass er ein absoluten schwarz-weiss-denken hat, was so einfach nicht verschwindet..
es ist schon sehr schwer, sich zu ändern. Besonders bei Verhalten, die so früh geprägt wurden, dass es die Prsönlichkeit mitgebildet hat..

28.02.2015 11:41 • #10


Kontra K.


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@fallingbutterfly:
Ich habe da die gleiche Meinung wie du. Es ist auf jeden Fall machbar eine "Beziehung" mit einer Borderline-Persönlichkeit zu führen. Eine sehr gute Freundin von mir ist Borderlinerin und mit ihr kann man sehr sehr gut auskommen. Sie hat über die Jahre gelernt mit ihrer "Krankheit" umzugehen. Sie war lange in Therapie und aus den meisten Dingen kann sie sich heute selbst raushelfen. Sie führt eine ganz normale Beziehung mit einem ganz normalen Mann. Es ist möglich. Man darf sich eben nur nicht auf der "Krankheit" ausruhen und sich immer damit entschuldigen, dass man ja "krank" sei. So einfach darf man es sich nicht machen.

Borderliner sind oft ganz tolle Persönlichkeiten. Ich bin froh, dass ich diesen Menschen kennengelernt habe!

28.02.2015 11:42 • x 1 #11


FallingButterfl.


@Kontra K.
Genau! Wichtig ist, dass man sich als Borderliner jeden Moment bewusst ist, dass man dieses schwarz-weiß-Denken hat. Vor allem muss man seine eigenen Taten hinterfragen und ergründen können. Der starke Wille für Veränderung und Kritikfähigkeit muss auch da sein.

28.02.2015 11:57 • #12


Kontra K.


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@fallingbutterfly:
Wenn der Wille das ist, dann ist alles gut. Aber der muss erstmal da sein. Und ich glaube, dass das das schwerste an der Krankheit ist. Sie zu akzeptieren und auch etwas dagegen tun zu wollen. Es gibt aber leider auch einige, die sich auf der "Krankheit" ausruhen und sie für alles verantwortlich machen. Sie können ja nix dafür, sie sind "krank". Diese Menschen mit der Borderline-Krankheit sind schwierig, weil sie sich nicht helfen lassen wollen. Ich weiß leider auch nicht was der Auslöser sein muss um sich helfen zu lassen.

28.02.2015 12:05 • #13


FallingButterfl.


@Kontra K.
Ja, leider gibt es so Menschen. Aber sowas hängt auch stark von der Persönlichkeit ab. Wenn man allerdings sagt "Ich verletze mich und andere mit meiner Krankheit - ich will das ändern" ... da hat man im Prinzip schon gewonnen. Wenn einem die Realität bewusst ist und nicht weiter sein Leben kaputt machen will indem man weiter so "bleibt". Klar, radikale Akzeptanz gehört dazu. Dinge die man nicht ändern kann, muss man akzeptieren und das Beste daraus machen.
Jemand kann bei Krebs sagen "Ich kann nichts dafür". Aber bei dem, wo man sein Verhalten sich selbst und anderen gegenüber in die Hand nehmen kann, ist diese Ausrede wahrlich unverschämt. Diese Menschen fahren leider immer wieder gegen die Mauer, obwohl sie nach links oder rechts lenken könnten.

28.02.2015 12:16 • #14


Kontra K.


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@fallingbutterfly:
Es hängt immer stark von der Persönlichkeit ab. Es ist toll, wenn jemand erkennt, dass es so einfach nicht weiter gehen kann und dann auch etwas dagegen tut. Egal wie schwer und steinig der Weg auch sein mag. Aber man muss eben selbst drauf kommen. Leute kennen reden was immer sie wollen und so oft sie wollen. Wenn man selbst nicht eingesehen hat, dass man etwas tun muss, hilft alles nichts. Leider.

28.02.2015 12:28 • #15



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