Ihr habt alle Recht und es gibt für mich sicherlich viel um nachzudenken. Aus unseren Streigesprächen kristallisiert sich aber auch, dass er mir garnicht zutraut das ich gehen würde. Seine Antwort auf das Thema ist immer: wo willst Du denn dann hin?
Meine Antwort, wird nächste Mal sein: das ist ja Dein Problem dann nicht mehr. Möglichkeiten hab ich genug, bin auch finanziell abgesichert, insofern kann ich mein Leben auch alleine stämmen zumal ich hier ja auch einiges an Geld reinstecke jeden Monat. Fazit wäre da, ganz sicher, dass ich alleine billiger leben würde. Aber nun, es soll nicht ums Geld gehen. Ich brauch einfach mal Ruhe. Komme mir vor, als ob ich immer auf Eierschalen laufe, oder gar noch schlimmer ein Spiesrutenlauf, mal hat man einen guten Tag und mal wird wieder feste zugestochen.
Oft stellt man sich selbst ja dann auch in Frage. Sage ich was falsche, beharre ich nun zu sehr auf meine Meinung, stimmt es nicht wirklich, wenn er sagt er würde nichts gut machen. Auf dauer nervt so ein Partner eben, der meistens missmutig und unmotiviert ist.
Und ja, ich sehne mich nach Wärme, Kuscheln, liebe Worte, jemand der mir nen Kaffee bringt oder mal einfach sagt: Deine Haare duften so gut

oder der mich lobt, weil ich nun wirklich mal richtig gut gekocht hab oder an alles gedacht hab. Mir fehlt Aufmerksamkeit, Emphatie, Mitgefühl. Aber auch sich als "tolle Frau fühlen" nicht als "tolle, aber zu dicke, Putzfrau". Ich wiege übrigens 75 kg bei 172 cm, sein Massstab wäre 58 kg bei 172 cm, denn "seine Ex war immer sehr schön schlank" - und ist nach 18 Jahren mit einem anderen abgehauen.....und dann kommt "ihr Frauen seit alle die selben, wenn sie mal verheiratet sind, lassen sie sich gehen". Ich kann diese Retro 1950 Machosprüche garnicht mehr hören....das war wohl in seiner jungen Zeit in.
Wenn wir Nachrichten schauen dann nörgelt er nur. Über die Politik, den Krieg, über Genderneutralität und Sendungen wo gleichgeschlechtliche Paare drinn sind, stellt er sofort weg. Das wäre ja krank - ich hab mit ihm darüber schon unendliche Diskussionen geführt. Ich bin so weltoffen, probiere immer alle Seiten zu verstehen, er hat seine Meinung, ist stur, und alle die ne andere Meinung haben sind dumm. Das ist aber erst in den letzten 10 Jahren so gekommen. Eigentlich seit er nicht mehr arbeiten geht.......
Es hilft nichts. Ich kann hier Kapitel schreiben, die nur noch mehr aufzeigen, wie verkorkst die Lage inzwischen ist. Ich muss gut nachdenken, mir eventuell selber ein Ultimatum stellen.