Zitat von Rosa-91:@scallisia
Auch nach 20 Monaten noch? Das klingt schrecklich und hart. Kann man das auf so lange Zeit durchstehen?
Ich zieh echt den Hut vor dir.
In meinem Kopf spielt sich das ähnlich ab. Wieso kann er damit umgehen und wieso geht's einem selbst so schlecht damit?
War man dem Ex-Partner so gleichgültig?!
Ich denke, mit deiner Vermutung, dass man früh keine Perspektive, hat hast du recht. Abends geht's mir auch besser als tagsüber.
Woran genau versuchst du dich festzuhalten?
Es ist auch schwer. Schwer auszuhalten. Und ich habe auch das eine oder andere Mal ans Aufgeben gedacht, wären da nicht die Kinder. Mittlerweile sind wenigstens diese Gedanken verschwunden.
Woran ich mich genau festhalte? Das ist eine Frage, mit der ich mich nun schon seit Monaten beschäftige. Ich denke an der Familie. Oder eher an meinem Idealbild der Familie, zu der eben Mama, Papa und Kinder gehören. Ich bekomme ihn auch nicht von diesem bescheuerten Sockel hinunter, auf den er nunmal nicht mehr gehört. Ich belüge mich selbst, in dem ich mir immer wieder einrede wie glücklich er jetzt ohne mich mit seiner neuen ist. Immerhin hat er mit ihr jetzt auch eine neue "Familie".
Schwer aushalten kann ich, dass ich alle zwei Wochen 5 Tage auf meine Tochter "verzichten" muss, da sie dann bei ihm ist. Das war nie das was ich wollte. Und jetzt muss ich das so annehmen, weil er es so entschieden hat. Ich denke, genau das ist auch das Problem.
Zitat:Wenn du kämpfst , nimmst du nicht an , und verlängerst den Leidensweg
Ich weiß. Und das nervt mich. Ich weiß, dass ich annehmen darf. Ich gehe sonst unter. Und genau da liegt wohl auch die Krux. Ich möchte es so gerne, dass ich mich selbst blockiere.
Zitat:Wie lange war deine Bez. ? Meine Bez. war 20Jahre, wie lange soll das den bei mir dauern . Ich bin so ein Treu doofer der sein Herz nicht jeden öffnet, aber wenn dann richtig .
Wir waren 21 Jahre zusammen und davon 11 Jahre verheiratet. Naja, verheiratet sind wir immer noch. Und wenn der Scheidungstermin nicht vorher kommt, werden es 13 Jahre. Aber die letzten 2 Jahre zähle ich nicht mehr.
Auch ich habe Probleme damit mein Herz zu öffnen. Das blockiert natürlich. Ich versuche mich zu trösten. Mein inneres Ich (Kind) in den Arm zu nehmen, Trost zu spenden und wieder etwas Optimismus zu verteilen. Gelingt mir aber leider nicht immer.
Ich nie gedacht, dass mich das so mitnehmen würde. Nicht in der Intensität und vor allem nicht was die Dauer betrifft. Aber gut.
Ich bin Langstreckensportler. Vielleicht befinde ich mich auch hier auf einer Langstrecke.