Zitat von Chenlu:ich denke die eine Dame findet einen Macho nicht abstoßend, wiederum eine andere den ganzen Kerl. Mich wundert allerdings wie viele Damen hier den ganzen Kerl ( Macho) hinterher weinen.
Das muss Dich gar nicht wundern, weil die Männer in einigen Ländern - und Deutschland sehe ich da ganz schön weit vorn - durch die Emanzipation zu "weiblich" wurden. Natürlich sehnen sich die Frauen dann irgendwann wieder nach männlichen Männern - und dessen Krönung ist ja sozusagen der Macho, der urmännlichste Mann.
Dummerweise sind die Frauen auch noch selbst schuld an dem Dilemma

weil sie es ja sind, die die Männer so verweiblicht haben. Mit der Emanzipation kam die Forderung nach dem "Softie". Der Mann sollte seine Gefühle zeigen, er sollte "lieb und nett" sein, er sollte ein guter Vater sein (die Versorgerrolle war plötzlich nicht mehr allein ausschlaggebend, auf einmal wurde auch Präsenz in der Familie erwartet), er sollte seine Männlichkeit so gut wie möglich im Griff haben, und zu allem Überfluss sollte er auch noch im Haushalt mithelfen
Tja. Und da geht sie dahin, die Männlichkeit. Aus dem harten Kerl, der von der Arbeit kommt, der Frau in der Küche auf den Ar... haut und abends über sie herfällt wurde der Mann, der nach der Arbeit den Müll raus und die Kinder ins Bett bringt, und der dann auf dem Sofa vorsichtig ihre Hand nimmt und leise fragt, ob denn vielleicht heute Abend mal wieder ein bisschen "Spaß" angesagt sein könnte. Und das ist natürlich nicht sonderlich antörnend.
Es hat ja schon Gründe, warum sooooo viele Frauen auf der Welt Shades of Grey gelesen haben. Bestimmt nicht, weil alle jetzt plötzlich auf SM stehen

aber alle Frauen stehen auf Männer, die wissen, was sie wollen und sich das auch nehmen.
Gleichzeitig haben Frauen verlernt, Frau zu sein. Sie stehen im Job ihren Mann, wuppen nebenbei noch Haushalt und Kindererziehung, und tragen Jeans, Sneakers und kurze Haare, weil es praktisch ist und schnell geht. Und die Folge davon ist UniS. - die Vermischung der Geschlechter und die verloren gegangene Polarität ist in meinen Augen das größte Problem der Emanzipation, und hat mit Sicherheit auch damit zu tun, dass zwar S. überall gegenwärtig ist, die Menschen aber dennoch immer weniger S. haben (ok, dazu trägt auch das Fernsehen, Internet, Handy etc. bei, es gibt halt zu viele "Alternativen" zur Freizeitunterhaltung zu Hause, aber dennoch). Deshalb fühlt sich eine schon stark vermännlichte Frau irgendwann nur noch einem "echten" Kerl, einem Macho gegenüber wirklich weiblich, weil die Polarität der Geschlechter das Hauptmotiv für s. Anziehung ist.