@earthgirl
Du hast Recht. Die Sehnsucht nach seiner Stimme wäre nur in diesem Moment befriedigt, obwohl das alles schon viel besser geworden ist. Und auch hast du damit Recht, dass ich ihn dadurch nicht verliere. Es braucht alles eh viel Zeit, was ist ein Abend? Ein Telefonat? Nichts. Nur ein kleines Puzzelstück in einem 1000 Teile Puzzel - bisher hab ich vielleicht 20 Teile gelegt. Sehen wir weiter wie schwer das Puzzle ist und wie schnell ich damit voran komme.
Freitagabend. Nach einer anstrengenden Woche.
Montag hab ich ja das letzte Mal geschrieben – und die Woche war wirklich anstrengend und intensiv. Aber nicht schlecht. Montag war ich abends noch mit einem Kollegen, mit dem ich arbeite, der aber auch beim JCF ist, für die Weihnachtsfeier am Mittwoch für das JCF einkaufen. Er ist unser Sprecher. Montagmorgen hatte er mich gefragt, dass er und noch jemand einkaufen gehen, ob ich mit gehen wollen würde? Ich hab mir gedacht…es ist ja nur ein bisschen einkaufen und hab ihm erst abgesagt. Am frühen Nachmittag hat er dann nochmal mit dem Einkaufen angefangen. Erst hab ich es nicht verstanden, dann hat er irgendwann rausgerückt, dass es doch ganz gut wäre, wenn noch wer mitkommt und wenn es nur zum Tragen helfen oder so ist. Er sollte echt lernen genauer zu fragen. Also bin ich nicht geplant noch mit den beiden einkaufen gefahren. Als wir an der Kasse waren, fing mein Kollegen auf einmal an, ob noch jemand mit ihm danach was essen gehen würde – er hätte Hunger. Eigentlich wollte ich heim. Hatte den Tag schon nicht mehr sooo viel Stimme und die Nase war zu. Tja – aber bin trotzdem noch mit ihm Burger essen gegangen bis kurz nach neun – war wirklich nett. Gegen zehn war ich dann zuhause. Das war extrem spontan, vor allem für mich, das möchte ich noch ein bisschen mehr lernen, aber es war extrem cool und nett

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Den nächsten Tag ging der Wecker um sechs. Mit dem Aufstehen hab ich keine Probleme mehr. Also nicht mehr weil ich mich klein und schwach fühle und an ihn denke. Es ist viel besser geworden. Trotzdem war es den Tag so, weil ich einfach durch krank müder war als sonst, dass ich fast bis sieben liegen geblieben bin. Einfach genossen. Danach aufgestanden, den Nachtisch für die Weihnachtsfeier von der Arbeit gemacht (Raffaelo Creme – kann ich nur jedem empfehlen!) und noch meine drei Sachen gepackt, da ich Dienstag und Mittwoch ja bei einem Kollegen übernachtet habe, damit ich keine Stunde mehr heimfahren muss.
Dann in die Uni – weiter Putztage gemacht. Das hat mich so aufgeregt. Manche machen einfach schon wieder Experimente und wir (das Grüppchen von den Leuten mit denen ich mehr zu tun hab, zumindest 4 von den 5) machen den ganzen Tag nur so allgemeine Arbeiten…kommen selbst zu nichts. Ist doch schei. wie sich manche Leute da einfach rausnehmen…
Um halb fünf war dann Rede vom Chef und Sekt! Danach die Weihnachtsfeier. Extrem schön und nett! Saß bei lieben Leuten. Haben Wissenschaftstabu oder eher „Arbeitskreistabu“ gespielt. Also der Abend war wirklich sehr schön, vielmehr lässt sich darüber eigentlich nicht sagen. Gegen halb zwölf sind mein Kollege bei dem ich geschlafen hab und ich dann zu ihm gelaufen und er hat mir netterweise noch einen Tee gemacht, meine Stimme war inzwischen endgültig am Ar.. Ich glaube, ich hab wirklich nur noch gekrächzt. Haben dann noch bis viertel nach eins einfach geredet. Dazu ist bei der Arbeit ja immer viel zu wenig Zeit. Es war extrem schön! Ich mag meinen Kollegen sehr gern. Freundschaftlich gern. Ich fühle mich bei ihm wohl und kann mit ihm quasi über alles reden. Er weiß nicht, dass ich mit Till wieder Kontakt habe. Und trotzdem konnten wir den ganzen Abend einfach reden. Sowas genieße ich sehr. Er redet Gott sei Dank auch einfach ganz gerne – den Abend war ich mit meiner krächzenden Stimme wirklich dankbar dafür

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Gegen halb zwei ins Bett. Um sieben wieder aufgestanden. Noch weniger Stimme als zuvor. Nach prima. Auch überlegt, ob ich nachhause fahre und zum Arzt gehe und nicht zur Arbeit. Aber den Abend war die nächste Weihnachtsfeier, auf die ich unbedingt wollte – das klingt jetzt falsch, ich weiß. Für das Feiern geblieben…nicht für die Arbeit sozusagen. Ich mag mich für diese Aussage nicht besonders. Ich hab natürlich dann auch gearbeitet. Keine Frage. Und auch ab und an dann mal den Mund verboten bekommen. Tja. Gegen fünf sind wir dann zur nächsten Weihnachtsfeier getingelt. Haben Raclette gemacht. Der andere Kollege, mit dem ich Montag essen war, war ein bisschen genervt, weil einige Leute über die Organisation gemeckert haben. Sowas kann ich auch gar nicht leiden…wenn ich mich an den gemachten Tisch setze und dann noch maule? Hallo?! Dann sollen sie es selbst machen. Okay…ein bisschen zu wenig Glühwein hatten wir wirklich…^^° Aber ich hab ihm am Montag sogar gesagt er soll mehr kaufen! Also darf ich auch meckern

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Den Abend hab ich dann viel zu gehört. Viel reden geht ja nicht…beim Raclette kamen dann so Kommentare wie: „Wenn du was haben magst (also von den Schälchen mit Essen), dann sag doch was! Ach kannst du ja nicht!“ Alle gelacht – sehr nett^^. Meine beiden Kollegen meinte auch, dass ich süß klinge…toll. Das kann ich ja haben. Aber ich hab dem einen auch schon gesagt, dass ich es goldig finde, wenn er sich über die Deutsche Bahn aufregt und wie er das dann tut

! Also hatte ich es wohl nicht besser verdient…^^
Auch der Abend war wieder sehr nett. Gegen halb eins hatten wir dann alles aufgeräumt und haben uns wieder auf den Weg gemacht. Danach haben mein Kollege und ich (nach guter Manier wieder bei einem Tee) wieder bis zwei zusammen gesessen und geredet. Ich kann nur noch einmal betonen, dass ich ihn unheimlich gerne mag. Er ist eine super liebe Seele, manchmal ein bisschen besserwisserisch und beim Erzählen beginnt er oft bei Adam und Eva, aber ich kann nichts negatives über ihn sagen. Ich hab schließlich auch meine Macken

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Um viertel nach zwei endlich endgültig ins Bett, um halb acht den nächsten Tag aufgestanden. Beschlossen, dass ich zum Arzt muss. Konnte eigentlich gar nicht mehr reden…extrem schei.. Dann wieder in die Uni – Arzt angerufen, der mich kaum verstanden. Nachmittags einen Termin gemacht. Über den Tag dann weniger geredet, aber immer noch zu viel. Man verstand mich ja eh nicht…^^° Das Chili mittags tat gut, vielleicht muss ich am Wochenende nochmal scharf essen! Das tat echt gut, aber eher so erkältungstechnisch, nicht unbedingt meinen Stimmbändern. Nachmittags hab ich dann noch mit meinem einen Kollegen sein Paper durchgesprochen, was mir aufgefallen ist. Danach ging nichts mehr und ich musste eh zur Bahn wegen dem Arzttermin. Der hat mir dann eigentlich nur gesagt: lutschen, viel trinken, mit Salzlösung inhalieren (bis jetzt noch nicht gemacht…^^° Ich bin irgendwie immer da nicht so vorbildlich, hab erst einmal noch einmal gestern mit Kamille inhalieren, aber für die Stimmbänder soll wohl mit Salzlösung besser sein – keine Ahnung^^) und Redeverbot! Verdammt…ich rede aber so gerne…ungefähr so gerne wie ich hier schreibe. Ich teile mich gern mit. Erzähle gern über meinen Tag. Höre aber auch gern zu, frage viel und bin verdammt neugierig was andere zusagen haben. Meinem besten Freund aus meinem Studienort war ich am Anfang zu neugierig…^^° Bis er wusste, was er an mir hat

! Sonst wäre er nicht mein bester Freund geworden…^^
Ja, dann bin ich heim. Und seit dem halte ich eigentlich die Klappe. Nur mal so probeweise geredet, ob es überhaupt besser wird, sonst merkt man das ja nicht. Es muss besser werden, morgen Abend wollen wir auf den Stuttgarter Weihnachtsmarkt und ich lern endlich die Freundin von dem Kollegen kennen, bei dem ich geschlafen hab. Ich bin wirklich gespannt und freu mich total! Wieder ein schöner Abend

! Ich freu mich sehr auf Morgen und muss alles tun, damit ich morgen wieder ein wenig besser reden kann.
Und was gibt es neues an der Till-Front? Wir haben Sonntag ja noch telefoniert. Mittwochmorgen hab ich ihm dann geschrieben, er hat mir geantwortet und Zitat: „Wollte morgen mal anrufen dann kann ich genaueres erzählen.“ Er wollte/will mich von sich aus anrufen ^-^ Da hab ich mich gefreut wie ein Honigkuchenpferd. Aber ich hab ihm abgesagt…ohne Stimme zu telefonieren ist irgendwie ja auch unlustig…also haben wir gestern und heute geschrieben ein zwei Mal. Aber immerhin.
Eine Sache hat mich heute ein wenig getroffen. Ich hab ihn letzten Sonntag gefragt, ob wir nächste Woche Donnerstag zusammen in unserem Studienort Rouge One ansehen wollen. Heute hat er mir geschrieben, dass er heute Abend bei unseren Nachbarn ist. Sie wollten Rippchen und Feuerzangenbowle machen, das wusste ich schon länger. Haben sie erzählt als ich vor zwei Wochen auch da war. Und dann das er morgen Abend ins Kino geht. An sich gönne ich ihm das…aber er geht garantiert in Rouge One und ich dachte wirklich wir gehen da rein *sfz* - aber vielleicht geht er ja mit mir nochmal, dann ist das alles total okay

! Man soll sich ja nicht schon aufregen, wenn man keinen Grund hat. Vielleicht gehen wir ja trotzdem rein. Er hatte mir für den 22.12. eh noch nicht endgültig zugesagt, weil er noch nicht wusste wie er nachhause fährt. Freitags werden die Straßen relativ voll sein, aber wenn er direkt morgens fährt, sollte das denke ich kein Problem sein. Aber damit stellt er sich jedes Jahr vor Weihnacht wieder an…von daher denke ich da erst einmal noch nicht weiter drüber nach. Positiv denken. Wir werden uns sehen. Und wenn ich Sonntag wieder Stimme haben, telefonieren wir auch.
So...ich muss mich jetzt mal am Wochenende auch um alle sonstigen Weihnachtsgeschenke kümmern, außer die für Till…^^° Man sieht ganz klar wie mein Schwerpunkt momentan noch gelegt ist.
Manchmal fragt man sich schon – macht man sich all diese Mühe jetzt umsonst? Was wird das? Wie lange bemüht man sich? Blockiert man sich selbst für irgendwas neues/anderes? (Ist er dann aber auch so blockiert?) Obwohl um eine andere und neue Beziehung mach ich mir bei Till keine Gedanken…ich kann nur absolut nicht mehr einschätzen, was die Zeit bringt. Ich hoffe wieder ein „uns“. Die Gedanken was das betrifft sind wirr. Aber mir geht es nicht schlecht. Löse ich mich? Gebe ich auf? Nein, aber trotzdem finde ich es nicht schlimm, nicht jeden Tag mit ihm zu telefonieren oder zu schreiben. Es ist alles neu und irgendwie auch seltsam. Ich glaube, inzwischen bin ich wirklich dabei meinen Weg zu gehen, aber mit dem Kontakt zu ihm. Ich bin bereit, es wirklich auf mich zukommen zu lassen – auch wenn die Hoffnung nicht aus meinem Herz weicht. Nur wenn wir beide glücklich sind in dieser Verbindung ist sie ehrlich und hat einen Sinn. Man kann sich immer nicht vorstellen, dass eine Monate lange Trennung auch wieder zusammen führen kann. Aber ich glaube das kann sie. Wir müssen beide erst sehen, was wir wollen. Ich weiß es. Aber ich weiß inzwischen auch, dass er mir als Person das Wichtigste auf der Welt ist. Ich hab einiges über mich und auch über uns in dieser Zeit gelernt.
Till, du hast immer noch mit am meisten Kontakt zu mir, wie du es selbst beschreibst – ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Ich freue mich schon bald wieder deine Stimme zuhören…wenn ich auch selbst wieder Stimme habe

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So jetzt mach ich mir noch einen Tassenkuchen und eine Tasse Kakao

! Drückt mir die Daumen, dass ich morgen für den Weihnachtsmarkt wieder fit bin ^-^
Eure Luzifel