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Nach 1 Jahr plötzlich Trennung ich bin ziemlich am Ende

_derwanderer_


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Ja nach Rücksprache mit Arzt und wer das Zeug schon mal abgesetzt hat weiß, dass ist je nach dem nicht ganz ohne. Das Gehirn und der Darm brauchen Zeit sich umzustellen aber es läuft. Ich meine mir würde es jetzt auch mit AD schlecht gehen

14.09.2020 09:14 • x 1 #16


_derwanderer_


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Zitat:
Hut ab! Viel geschafft und ein guter Weg.


Danke dir ich geb mir große Mühe gut zu mir zu sein. Und das stimmt, es gab kein Drama, keine Szene.
Und was du sagst ist bestimmt richtig, sie hat ihre Ansprüche runtergeschraubt, vielleicht war das was ich als "reife" wahrgenommen hab, doch auch eher ein Überlebensmechanismus, sich selbst nicht wichtig genug zu nehmen um eigene Wünsche zu formulieren. Also natürlich konnte sie das im kleinen aber im großen war es wohl schwer...

14.09.2020 09:18 • #17



Nach 1 Jahr plötzlich Trennung ich bin ziemlich am Ende

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Femira

Femira


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Hallo Wanderer,

schöner Name

Weißt du, mit meinem Forengrund war es ähnlich. Ich hatte viel innere Arbeit geleistet. War in Therapie usw. Mit meinem Forengrund lief alles toll. Ich musste zum ersten Mal nicht kämpfen, sondern bin "lediglich" in die Selbsverantwortung. Wir konnten reden und Konflikte lösen.

Als er ging nach einem knappen Jahr, zerriss es mich schier. Es war doch alles gut gewesen?!

Erst viel später fand ich heraus, dass er gar nicht so in Kontakt mit sich war, dass er seine Bedürfnisse wahrnehmen udn äußern konnte. So ähnlich wie deine Dame, die immer nur sagt, alles sei okay und dann geht.

Für mich schwer zu akzeptieren und vor allem diese Hoffnungslosigkeit zu überwinden. Dieses...nun habe ich an mir gearbeitet und alles "richtig" gemacht und es klappt trotzdem nicht.
Prompt (ein halbes Jahr später) bin ich wieder in einer Beziehung gelandet, in der ich um Liebe und Anerkennung kämpfen muss.

Ich versuche es so zu sehen: Ich habe gesehen und gespürt, wie es sein kann. Es war noch nciht optimal, aber es war so viel besser als die Jahre davor und nun weiß ich, wo ich hinwill. Ich habe da noch einiges übersehen, aber ich habe gemerkt, was eine "gesündere" Beziehung ausmacht. Ich will mich nicht mit weniger zufrieden geben.



Es sind Phasen in deinen Leben und du hast wahnsinnig Fortschritte gemacht, indem du eine bessere Frau gewählt hast als vorher. Du konntest viel mehr als früher. Auch wenn das nochmal ein Rückschritt ist der Liebeskummer, ist das auch eine Chance, dir auch jetzt zu sagen: das darf sein. Verlust ist nicht mehr mit existentiellen Ängsten verbunden, da du Erwachsen bist! Also die Ängste kommen hoch, aber du als Erwachsener kannst dich nun versorgen.

Sei gut zu dir. Es wird dauern, aber es wird.

14.09.2020 10:03 • x 1 #18


_derwanderer_


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Hey Femira,

ich danke dir für deine Nachricht, das hat mich sehr berührt, was du geschrieben hast.
Dann weißt du ja genau wovon ich spreche... aber wie bist du denn bloß wieder in einer Beziehung gelandet wo du kämpfen musst?
Und läuft diese Beziehung noch? Wie gehst du damit um?
Kannst du wieder vetrauen?
Ich kann mir gerade gar nicht vorstellen mich wieder auf was einzulassen, mein Vertrauen ist erstmal angeknackst.
Ist doch einfach schade, wenn der Andere sich nicht öffnet, dabei könnte man das doch zusammen lernen und daran wachsen, innerlich zu erkalten ist fies.
Danke für das Video!
Ich hab mir vorhin was von der School of Life angesehen, da geht es um die Vorstellung wie lange eine Beziehung eigentlich halten muss, damit wir sie für "erfolgreich" halten. Da ist was dran... Tatsächlich ist für mich das Ende einer Beziehung irgendwie innerlich mit Scheitern verknüpft. Weil es nicht "für immer" gehalten hat, aber das ist natürlich ein Nährboden für viel Unglück...
( )

14.09.2020 22:11 • x 1 #19


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Zitat von _derwanderer_:
Vertrauen ist erstmal angeknackst.
Ist doch einfach schade, wenn der Andere sich nicht öffnet, dabei könnte man das doch zusammen lernen und daran wachsen, innerlich zu erkalten ist fies.

Da gebe ich dir absolut recht.
Ich frage mich allerdings leider auch, wer heute noch dazu bereit ist.
Eigentlich tuen sich bei mir persönlich da viele Fragen auf.
Eine davon ist auch, ob oder wie oft es tatsächlich passiert, dass sich zwei Menschen treffen, die tatsächlich dazu bereit sind und was dafür die Voraussetzungen sein müssen, damit beide dazu bereit sind.

Im Grunde waren wir damit auch schon direkt bei der Frage, wie lange eine Beziehung halten soll, um als erfolgreich anzusehen.
Was muss für den einzelnen eigentlich erfüllt sein, damit es es so wahrnimmt?
Wie weit unterscheidet sich die Vorstellung von Liebe oder Nähe oder Autonomie oder Erlebnissen, Austausch, Interesse am Leben des anderen und wie sehr ist überhaupt wer und wann noch dazu in der Lage dieses Interesse aufzubringen oder ist der Alltag zu schnell geworden und somit auch die innere Ruhe auf der Strecke geblieben, um noch Tiefe empfinden zu können.

Wie man sieht gehen da gleich viele Türchen auf, die bestimmt eine Rolle spielen.
Aber wie weit und wie sehr ?

14.09.2020 22:45 • x 1 #20




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