Zitat von Kätzchen1990: Ich weiß nicht mehr was ich machen soll und wie ich da wieder raus kommen soll?
Was machst du denn bereits und hast du schon gemacht?
Was heißt, ich finde kein neues Hobby?
Was hast du probiert? Kurse besucht?
Wenn er dir wirklich egal ist, dann könntest du zum Aikido.
Ich argwöhne mal, von mir selbst auf andere geschlossen, dass du nicht wirklich viel probiert hast.
Hast zwei, drei Sachen versucht und bist dann in den Wartemodus verfallen.
Wie wäre es denn mit Karate, Fechten &Co?
Jedes Wochenende auf einem anderen Flohmarkt verkaufen?
Aquarellmalerei beginnen?
Du bist verbittert, weil dein Tellerrand bei der Trennung aufhört.
Und alles was du siehst, ist leer und zuende. Desillusioniert.
Das ist ja auch bitter.
Was du jetzt tun musst, ist endlich den Blick zu heben.
Es gibt mehr als diesen einen Teller und seinen Rand.
Und wann immer dein Kopf anspringt und dir sagt, was alles doof und scheize ist - stinkst du gegen an.
Sagst dir selbst "Nein, ist nicht alles scheize".
Es ist (vorerst) egal, was du wirklich glaubst -
was du machst und denkst , das formt deine Realität.
Der Glaube zieht nach.
Denkst du, es war vielleicht ein Fehler?
Dass du nie wieder soviel Spaß wie damals beim Aikido irgendwo haben könntest?
Denkst du, du musst einsam und verbittert alt werden?
Ersetze all diese Gedanken durch ein freundliches Gegenstück, das du dann einsetzt, wenn die negativen Gedanken kommen.
Dann ist es anfangs schwer, sich dieses Gegenstück zu sagen, auch noch wiederholt. Man glaubt es ja nicht.
Mach es trotzdem.
Bei mir stellte ich schnell fest (2 Wochen?), dass ich dadurch schneller auf negative Gedanken aufmerksam werde und Einhalt gebiete; mich davon aktiv ablenke.
Anfangs Stunden, später Minuten.
Irgendwann kam mein Gegenhalt-Gedanke (ich hatte mich für "Alles ist gut" entschieden) von selbst!
Und noch einige Monate später stellte ich fest, dass ich "Alles ist gut" denke - und dadurch erst registrierte, dass dem gedanklichen "Alles ist gut" ein negativer, automatisierter Gedanke vorangegangen war - die mein mittlerweile ebenfalls automatisiertes 'Alles ist gut" direkt, fast unbemerkt wegwischte.
Welche immer gleichen Gedanken kommen dir und wann, in welchen Gefühlslagen?
Beobachte dich selbst und überlege, was du dir von jetzt an lieber innerlich sagst, um dich zu stärken und Halt zu finden.
Es ist alles da, du musst es nur einzusetzen lernen.
Und du hast alle Zeit der Welt.
Oder was drängt dich?
Die Gesellschaft, der eigene Anspruch, Familienwunsch?
Finde heraus, was dich antreibt.
Und hinterfrage es. Ob es dein Antrieb, dein Wille ist. Oder du es auf der Strecke liegen lässt, weil du keinen unnötigen Ballast mehr mitschleppen willst.
Finde heraus, was dich abhält.
Und überwinde es.
Katzen suchen sich stets die weichste Stelle zum Ruhen. Und dann schnurren sie, um Selbstheilungkräfte zu aktivieren.
Was will ich dir damit sagen?
Such dir ein schönes Fleckchen und schnurre, Kätzchen.
Dafür brauchst du nichts außer dir selbst. Du kannst das.
Versuch es.