Zitat von Nun-zweifel-ich: Ich wollte schon länger etwas ändern und darauf ist er nie ernsthaft eingegangen.
Ich wollte, heißt, du hast es nicht getan. Du hast dich von ihm bremsen lassen bzw. gewartet dass etwas bei ihm geschieht. Da tut sich aber nichts.
Anstatt nur zu wollen, komme ins Handeln. Wenn sich etwas bei dir ändert, wirkt sich das normalerweise auch auf den Partner aus. Er wird es merken, spüren, kann dir vielleicht folgen oder ist erst Mal erstaunt und kommt dann ins Nachdenken.
Etwas tun anstatt nur darüber zu reden, Probier es doch mal aus.
Zitat von Nun-zweifel-ich: Vielleicht komme ich auch an einem Punkt an, dass man sein eigenes Glück nicht von einem anderen Menschen abhängig machen sollte, sondern das Leben selbst in die Hand nehmen muss.
Das ist ja auch alles richtig, muss aber nicht automatisch zu einer Trennung führen, aber zu mehr Eigenständigkeit innerhalb der Ehe.
Zitat von Nun-zweifel-ich: ob wir als Paar so gut zueinander passen
Das liest sich für mich als ein Paar im Stillstand, ohne Impulse, ohne eigene Interessen.
Zitat von Nun-zweifel-ich: Er wirkte in den letzten Jahren auch nicht glücklich, möchte aber auf jeden Fall an der Beziehung festhalten und redet die Probleme eher klein.
Es hängt ja auch immer viel an längeren Beziehungen dran. Gewohnheit, Sicherheit, Zusammenhalt, eine in vielem gemeinsame Geschichte - das gibt man nicht leichtfertig auf.
Vielleicht sind die Probleme ja gar nicht so groß, sondern eher klein.
Zitat von Nun-zweifel-ich: Aber ihr habt Recht - ich sollte nicht so viel darüber nachdenken, sondern dieses neue (oder alte) Gefühl annehmen und diese kleinen Momente, die einem im Alltag Kraft geben, genießen.
Der Stillstand bei Euch führte vermutlich zu einer Art Blockade, die bremsend wirkt. Ein Zug auf dem Abstellgleis. Ein kleiner Schubs und er fährt wieder los. Vielleicht steigt der Partner sogar gerne mit auf und ist froh über neue Impulse.
Früher war noch Aktion, jetzt regieren Lethargie und Stillstand. Was ist passiert?
Wenn sich einer endlich mal rührt, kann sich das auch belebend auf den Partner auswirken. Kann, muss nicht. Aber einen Versuch wäre es doch wert.
Zitat von Ella: Es ist meiner Meinung nach sehr viel Potenzial da, so viele Ecken, wo man anpacken kann, um die Lage zu verbessern. Und doch wird subjektiv die Lage als hoffnungslos empfunden. Da stimmt was nicht und dem würde ich auf den Grund ge
Das kommt mir auch so vor. Es hängt eine depressive Wolke über der Beziehung und dem Leben. Warum ist das so gekommen?
Hoffnungslos ist nur der Tod. Nach einem Tod ist nichts mehr zu machen. Aber ist die Beziehung denn auch gänzlich tot? Vielleicht ist sie nur halbtot und man kann ihr wieder ein wenig Leben einhauchen.
Die Lage als hoffnungslos zu empfinden, ist manchmal auch eine bequeme Haltung. Es ist eh nichts zu machen, wofür soll ich mich anstrengen und was tun? Es ist ja eh umsonst. Also brauche ich gar nichts zu tun. Aber zufriedener macht diese Haltung nicht.
Eine Beziehung ist schnell getrennt, ob das Leben hinterher tatsächlich so viel besser ist, ist nicht gesagt.