HollyK
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Zitat von Isely:
Holly, Holly...
ungefragt erzähle ich jetzt mal meine Story, über Kind im Bett- und dadurch fehlende Nähe und S. zum Partner.
Bei uns fing das mit ins Bett kommen an wie unser Sohn 3 wurde, da war er Tagelang sehr krank, es sollte nur vorübergehend sein.
Daraus wurden 7 Jahre.
Von Baby an schlief er in seinem Bettchen, ohne Theater. Vermutlich weil er noch nicht so kommunizieren konnte, oder weil er es einfach so auch akzeptiert hat.
Zu diesem Zeitpunkt schlief mein bereits 8 jährige Neffe immer noch mit Mami im Bett. Mein Schwager im Kinderzimmer, was ich damals nicht verstanden habe.
In der Ehe von beiden hat es gewaltig gekriselt , und ich hatte mir geschworen, unser Sohn nimmt unser Bett nicht ein.
Und ? Genauso würde es bei uns auch. Ach er weint so sehr, ach nur heute, ja nun ist er krank... so ging das Tag ein, Tag aus... Mein Mann schlief freiwillig im Göstezimmer.. Das er mal eine NACHT wieder bei mir schlief , wurde immer seltener. Unser Sohn ist mehr oder weniger ins Schlafzimmer eingezogen.
Wie er 6 wurde haben wir massiv versucht dagegen zu steuern, es gab jede Nacht Theater , Tränen...
Mein Mann lenkte ein,,, und verzog sich wieder ins Gästezimmer...
Ausserhalb des Schlafzimmers ja gab es auch Nähe, aber immer seltener 6 , wann auch ? Bei uns ist. alles offen im unteren Wohnbereich.
Grosseltern bei denen er hätte schlafen können, gab es nur 600 km entfernt. Hätte er auch nie gemacht.
An manchen Abenden wenn ich in mein Bett ging, und mein Sohn lag so schlafend auf der Seite meines Mannes, hab ich oft gedacht , - das ist nicht dein Platz, du bisst nicht mein Mann, du bist mein Kind, dass muss aufhören....
Da war er bereits 9.
Dann kam die Klassenfahrt. 5 Tage,,,, ich hätte es ahnen müssen...
Wir hatten die Hoffnung, nun gewöhnt er sich ohne mich zu schlafen, sogar mal wo anders zu schlafen..
Als einzigster durften wir ihn am gleichen Abend wieder abholen fahren,,,, er hat dort nur geweint, sich erbrochen ,,, Zuhause war er wie durch Wunderheilung gesund, und sofort wieder in meinem Bett.
2 Wochen später fing mein Mann seine Affäre an.
Der hatte die Nase wohl so was von voll, von dieser extremen Mutter & Kind Nähe...
Wir haben unsere Intimste und Alleinige Bastion , - das Schlafzimmer aufgegeben gehabt,,, und das war mit Sicherheit eines der grössten Fehler unserer Beziehung.
Unser Sohn konnte nichts dafür ,- wir waren die Schuldigen.
Heute kann ich nur jeden davor warnen, - das als harmlos abzutun, mit den Worten....
Die gehen dann schon irgendwann von allein,,,, ja irgendwann... aber dann kann es zu spät sein. Für das Elternpaar.
Bei uns zumindest wurde die Paarzeit massiv gestört, - weil wir ständig getrennt geschlafen haben.
Danke, dass du deine Erfahrungen mitgeteilt hast. Es tut mir leid, dass es bei euch so gelaufen ist.
Wir haben nie getrennt geschlafen, immer zu dritt auf 2 x 2 Metern. So konnten wir uns trotzdem zum Schlafen mal ankuscheln wenn gewünscht (Ich schlafe besser ohne direkten Körperkontakt, aber halt vorm einschlafen).
Und wie gesagt, wenn ich zu müde für S. war, hätte auch ein kinderfreies Bett nichts geändert. Wir hatten nicht weniger S. weil das Kind im Bett lag, sondern weil ich weniger Lust hatte und müder war als zu kinderlosen Zeiten.
Den Mann dauerhaft ausquartieren zugunsten des Kindes würde ich auch nicht.
Probleme auf Klassenfahrten bzw bis jetzt Kitafahrten hatte der Kurze bislang nicht, hat alles gut geklappt.