Simond
Mitglied
- Beiträge:
- 15
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 24
- Mitglied seit:
Bitte verzeiht meine Schreibfehler, ich bin im Moment nicht ganz Klar im Kopf.
Ich bin seit über 32 Jahren mit meiner Frau zusammen 27 Jahre davon verheiratet.
Wir haben mittlerweile 2 Erwachsene Söhne mit 29 und 27 Jahren und seit 1 Jahr einen Enkel, ein weiterer Enkel kommt in 3 Monaten.
Meine Frau war 18, als ich sie kennenlernte und für dieses Alter noch sehr unerfahren mit anderen Jungs. Sie war anfangs eher ein Kumpel typ, mit dem man Bäume ausreißen konnte.
Mit der Zeit entwickelte es sich immer mehr und wir begannen eine ernste Beziehung.
Wie schon weiter oben beschrieben war meine Frau für ihr Alter noch unerfahren. So ware es dann auch in unserer Beziehung! Ich musste z.B. die ersten Monate immer das Licht abdrehen, wenn wir miteinander geschlafen haben.
Nach 3 Jahren kam unser erster Sohn zur Welt und 2 Jahre später dann der Jüngere.
Mittlerweile waren wir 5- 6 Jahre beisammen und ich merkte eine Veränderung bei meiner Frau.
Die Aufmerksamkeit lenkte sich immer mehr zu den Kindern und für mich blieb da nicht mehr viel Zärtlichkeit übrig. Es vergingen immer wieder mal Wochen, in denen nichts mehr im Bett passierte, als ich Sie öfters darauf angesprochen habe, wusste Sie eigentlich auch nicht genau, warum es ihr nicht abgegeben ist. Und sie sagte mir, wenn wir es denn mal miteinander tun, dann gefällt es ihr sehr. Aber wenn nicht, dann hat sie kein Problem damit. Sie sagte mir immer, Sex ist nicht das Einzige und sie liebt mich immer noch.
So habe ich mich weitere 5 Jahre damit abgefunden und da und dort wieder mal ein Gespräch mit ihr gesucht. Irgendwann waren die Gespräche mittlerweile aber schon so durchkaut, dass meine Frau nur noch genervt von dem Thema war. Ich war ratlos und wusste auch nicht viel damit anzufangen.
Weil ich meine Frau abgöttisch liebte, war es mir ein Rätsel, wie einem dieses schöne Gefühl der Zweisamkeit miteinander nicht abgehen konnte.
Nach 15 Jahren in unserer Beziehung haben wir unseren Traum erfüllt und ein Haus gebaut! Wir haben viel selber gemacht, um Geld zu sparen. Und wie immer war meine Frau tatkräftig dabei. Eben wie ein Kumpel typ, von dem man alles haben kann.
In den nächsten 7 Jahren hatten wir dann mehrere Schicksalsschläge zu verkraften. Als erstes der Tod ihres jung verstorbenen Bruders, dann der Tod meines jung verstorbenen Bruders! Es war wie als wäre ein Teil von uns gestorben. Beide konnten uns in dieser Zeit nicht zur Seite stehen, weil wir mit unserer Trauer, der Arbeit und der Familie so beschäftigt waren. 1 Jahr später starb dann mein Vater und 2 Jahre später die Mutter meiner Frau. In dieser Zeit haben wir zwar zusammengehalten und alles gemeistert, aber im Unterbewusstsein hat es unserer Beziehung nicht gut getan.
Die körperliche Nähe wurde immer weniger, teilweise vergingen 6 Monate und darauf angesprochen habe ich wieder die Antwort erhalten, es ist nicht so wichtig und geht meiner Frau nicht ab.
Als ich dann mehrmals krank wurde, hatte auch ich keine Energie mehr, immer und immer wieder dieses Thema mit meiner Frau anzusprechen. Und als ich meine Frau dann mal bemerkbar in diese Richtung meldete, war ich irritiert und zugleich auch gekränkt.
Ich konnte damit nichts anfangen und dachte, Sie würden es aus Mitleid mit mir machen. Das wollte ich aber dann auch nicht.
Ich habe meine Frau immer wieder gefragt, ob sie Sex mit mir möchte und auch immer wieder gefragt, wie sie es möchte. Dabei haben wir auch einiges ausprobiert, aber so richtig konnte Sie nichts damit anfangen.
Mittlerweile waren jetzt 27 Jahre ins Land gezogen und ein ewiges Ab auf ́Auf der Gefühl war an der Tagesordnung.
Als meine Frau eine Gallenoperation hatte, habe ich aus Rücksicht auf sie sämtliche Bemühungen eingestellt, sie um Sex zu fragen. Ich dachte, wenn meine Frau bereit dafür sei, dann wird sie mich das schon wissen lassen. Als dann mehr als 9 Monate vergangen waren ohne einen Hinweis in meine Richtung, habe ich wieder das Gespräch mit ihr gesucht. Sie sagte mir, dass es auch so sehr schön ist in unserer Beziehung und es vielleicht noch etwas Zeit braucht, bis wir uns wieder nahekommen.
Mittlerweile waren weiterer Monate vergangen und ich verstand einfach nicht mehr, was los ist.
Darauf angesprochen hat sie mir gesagt, Sie könne mir das nicht so geben, wie ich möchte, und sie weiß auch nicht warum. Wir hatten dann einmal einen Kontakt und es fühlte sich irgendwie nicht so an wie früher.
Mittlerweile waren wieder 2,5 Jahre vergangen ohne Körperlichen Kontakt. Daher beschloss ich vor 2 Monaten in das Gästezimmer auszuziehen. Ich konnte einfach nicht mehr neben meiner Frau schlafen, ohne mich dabei in vielen Nächten zu hinterfragen, wie das weitergehen soll.
Vor 3 Tagen habe ich ihr zum Valentinstag Blumen geschenkt und mich dabei bedankt. Dass Sie eine tolle Mutter für unsere Söhne ist und ich Sie als Partner sehr schätzte.
Meine Frau war voll irritiert und fragte mich, warum ich ihr Blumen gebe.
Irgendwie kam dann auch das Thema Auszug aus dem Schlafzimmer zum Gespräch und in weiterer Folge, wie es mit uns weitergeht. Sie hat zu mir gesagt, als ich beschloss das Schlafzimmer zu verlassen war ihr Klar unsere Beziehung ist endgültig vorbei.
Sie schätze mich so als Mensch und vor allem als Freund. Sie sieht, wie ich vielen Menschen immer helfe und allen ein guter Freund bin. Aber sie liebt mich nicht mehr.
Sie sieht auch keine Zukunft mehr mit uns, weil Sie mir nicht das geben kann, was ich so herbei sehne. Als ich ihr sagte, ich habe doch eh Rücksicht genommen, war die Antwort: Ich hätte sie spüren lassen, dass Sie mich enttäuscht hat und dadurch waren wir noch weiter voneinander entfernt.
Sie hat mir dann zu verstehen gegeben. Sie möchte mir und Ihrer zuliebe die Beziehung beenden.
Damit wir beide glücklich werden können und möchte als guter Freund auch in Zukunft den Kontakt pflegen.
Ich bin noch immer geschockt und kann es einfach nicht fassen!
Ich habe alles für die Familie gegeben, ich war immer treu in dieser Zeit und habe keine andere Frau angesehen. Ich habe gearbeitet und war nach der Arbeit immer für die Familie da. Ich rauche und trinke nichts und gehe daher auch nicht Stundenlang in ein Wirtshaus.
Und doch stehe ich in Zukunft alleine da und hinterfrage tagtäglich, was ich nun machen soll.
Der Schmerz sitzt so tief und raubt mir die Luft zum Atmen.
Vieles, was wir in den 32 Jahren aufgebaut haben, geht jetzt zu Bruch.
Was bleibt, sind unsere Kinder und Enkelkinder und die schönen Gedanken an unsere schönsten Zeiten.
Nach den ganzen Verlusten in den letzten 7 Jahren ist jetzt auch noch meine Frau weg.
Ich weiß beim besten Willen nicht, was mich weiter motivieren soll weiter zu Leben
War ich zu Sex besessen und habe deswegen unsere Beziehung zerstört ?
Bin ich deswegen ein Egoist ?
Ja die Kinder und Enkelkinder werden uns auch in Zukunft Freude bereiten.
Aber sie können nicht ersetzten was wir in 32 Jahre zusammen aufgebaut haben.
Und wie wir in all dieser Zeit durch Dick und Dünn gegangen sind und auch viel schöne Zeiten erlebt haben.
Mit 53 Jahren habe ich einen Großteil meines Lebens mit meiner Frau verbracht,
In kann mir einfach nicht vorstellen in Zukunft alleine meinen Alltag zu verbringen.