Notperfect
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Dein Thema beschäftigt mich auch seit Jahren. Leider. Ich kann das so gut nachvollziehen. Ich habe meinen Mann auch immer verstehen wollen, sehr viel Verständnis aufgebracht für sein Verhalten und unsere Ehe um jeden Preis retten wollen.
Da klappte vier Jahre und dann war ich selbst auf Abwegen. Nachdem er zwei Jahre zu Kreuze gekrochen ist, viel geredet hat und mich um unsere Ehe hat kämpfen lassen, hat er sich immer weiter darauf ausgeruht. Ich konnte dann irgendwann nicht mehr. Mein letzter Versuch war es dann wohl, mich mit ihm auf Augenhöhe bringen zu wollen. Habe auch andere kennen gelernt, mich zwischendurch getrennt, dachte wohl, es rüttelt ihn wach. Aber die Beziehung plätscherte weiterhin vor sich hin.
Jetzt, fünf Jahre, nachdem ich von der Affäre erfahren habe, habe ich mich endgültig von ihm getrennt. Das Ehe retten um jeden Preis, wurde zu einem glücklich sein, um jeden Preis und ich bereue an manchen Tagen, dass ich es so lange versucht habe und mich dabei fast selbst verloren habe. Ich verstehe nach wie vor, wie es zu einer Affäre kommen kann. Aber was ich nicht verstehe ist, wie man jemanden, den man doch liebt, so ins offene Messer laufen lassen kann, ihm das Gefühl gibt, verrückt zu sein und ihm immer wieder ins Gesicht lügen zu können. Das ist eine Abgebrühtheit, die ich heute niemals wieder verzeihen könnte.
Ich gebe dir also einfach nur den Rat, hinterfrage dich und die Gründe, warum du deine Ehe um jeden Preis retten möchtest und mach es ihm nicht zu leicht. Achte gut auf dich und versuche herauszufinden, ob du meinst, dass du ihm wirklich irgendwann wieder vertrauen kannst. Werf deine Werte nicht weg und verschieb nicht deine eigenen Grenzen. Das habe ich lange gemacht und das war einfach gar nicht "gesund".