Bekannte
Gast
Er hat ein Machtungleichgewicht innerhalb der Affäre bis zur Aufdeckung und Trennung hergestellt. Du hast Dich mit ihm selbst betrogen. Und es war noch eine Rechnung offen.
Nun stellst Du das Gleichgewicht für Dich wieder her.
Nicht auf die edelste und für Dich ungefährlichste aller Arten.
Aber wenn es DIR hilft ist es für DICH richtig.
Auf ihn musst Du imho keine Rücksicht nehmen. Er hat Dich auch nicht geschont.
Und für die Beziehung zu seiner Frau ist ER verantwortlich, nicht Du.
Du bist für Dich verantwortlich. Und wenn Du denkst, dass das der Weg ist, mit dem Du Deine Verletzungen heilen und mit Dir wieder ins Reine kommen kannst, dann geh ihn.
Wenn Du Zweifel daran hast, dann mach eine Pause.
Ihn hinter Dir herlaufen sehen, weil Du gerade mal eine Weile nicht zu erreichen bist, hat auch was.
Mein Weg, den großen Pelz an Gelackmeiertesein abzuwerfen war, ihm alle schönen Erinnerungen an "unsere" Zeit zu nehmen und ihm vor Augen zu führen, was für ein Schmu, Dreck und was für eine Feigheit hinter seiner Worte-zu-Taten-Diskrepanz stehen.
Auch kein edler Abgang.
Aber der Gedanke, dass er in Erinnerungen an mich schwelgt, wann immer ihm seine "Mutter meiner Kinder" auf den Keks geht und langweilig erscheint, während ich die dem Verhältnis inneliegenden Abgründe aufarbeite, hätte mich umgebracht.
Also hab ich ihn sehen lassen, was ich (ein)sehen musste.
Und Du gibst/nimmst Dir nun das Gefühl, von dem Du ausgehen musstest, dass er es sich bei Dir geholt hat.
Das ist sehr vergleichbar.
Vergiss bitte nicht, es irgendwann gut sein zu lassen und Dich komplett (oder zumindest körperlich) von diesem dunklen Kapitel, dieser schmerzhaften Erfahrung abzuwenden.
Das wird Dir, wenn Du dafür bereit bist, noch besser tun als dieses Zurechtrücken der Erdachse.
Ein zentraler Punkt für mich war, zu erkennen, dass er unter "Liebe" nicht das gleiche versteht wie ich.
Für mich ist Liebe ein warmes, sonniges Gefühl des Gebenwollens.
Für ihn (auch in Bezug auf seine Frau und Kinder) mehr ein bedrängen des Gefühl von Brauchen und Gebrauchtwerden.
In diesem Punkt hatten wir schlicht sehr viele Monate an einander vorbei geredet.
"Meiner" tut mir mittlerweile auch wesentlich mehr leid, als er mich wütend macht oder auch nur aufwühlt.
Um da hinzukommen, musste ich ihm nehmen, was ich ihm aus Liebe geschenkt hatte.
Das Ziel ist Gleichgültigkeit.
