Zitat:Aber wie du schreibst, der Gedanke an den anderen nimmt mir soviel Energie und Leistung das ich nur noch aus "Selbsterhaltung" laufe
Kann dein Kernthema vielleicht "Abgrenzung" heißen? Sind durch die mangelnde Belastbarkeit deiner Frau vielleicht die Grenzen zwischen dir und der Außenwelt sehr schwammig geworden?
Wenn ein Partner nicht vollständig mitziehen kann, bedeutet das häufig, dass der leistungsfähigere Partner mehr Last übernimmt. Das kann okay sein, wenn der schwächere Partner ausgleicht. Z.B. ein körperlich schwächerer Partner übernimmt Familien-Büroarbeit oder ein psychisch angeschlagener Partner übernimmt die Gartenarbeit. Jeder macht das was er für alle tun kann.
Kommt zu der körperlichen Schwäche noch eine psychische Angeschlagenheit, dann mutiert der, der ohnehin schon die Last trägt auch noch zum Versteher. Mit dem Effekt, dass alle in ihm den Macher sehen, der dazu noch für ihr seelisches und emotionales Wohlbefinden sorgt.
Meine Frage: Wodurch ist deine Frau konkret so angeschlagen? Körperlich und seelisch. Ist ihr irgendwann die Erkenntnis entglitten, dass sie für das Gelingen eurer Beziehung weiterhin zu 50% verantwortlich ist? Wenn ja, wann war das?
Was ist zudem passiert, dass eure Kinder so stressig geworden sind? Was macht sie so stressig? Warum scheint ihnen das Bewusstsein zu fehlen, dass sie sich rausziehen müssen, wenn sie schon nicht unterstützen?
Wenn dich der Gedanke an den Konkurrenten so angreift, hat das etwas mit Abgrenzung deinerseits zu tun? Mit dem was du dir zumuten willst und dem Punkt, an dem du auch deiner Frau sagen möchtest, dass du bis hierhin und nicht weiter akzeptierst von ihr belastet zu werden?