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Nach toxischer Beziehung normale Beziehungen wertschätzen

B
Zitat von Scheol:
…tja…… Fachleute sagen, allein das leugnen das es ein Trauma ist , ist der Hinweis das ein Trauma vorliegt. Buch „wie schleichendes Gift“ Oder “bin ich Traumatisiert“ Verena König Dalia Schreiber hat einen guten Kanal über toxische Beziehungen und die Auswirkungen auf Menschen. Professor Dr. Franz ...


Ich sage es mal so, ich glaube schon, dass ich ein Trauma habe, mein Wunsch wäre da eher eine Klinik oder eine spezielle Einrichtung, in der ich mal einige Wochen raus bin aus dem Alltag und mich konzentriere.

Aber ich will jetzt nicht jede alltägliche Situation oder Begegnung, die mir komisch vorkommt, auf das Trauma schieben, versuche das zu differenzieren.

Das Buch von König habe ich und lese ich gerade, das half und hilft mir (leider) mehr als dieser gesamte Aufwand mit der Therapie. Wobei ich glaube, dass viele Therapeuten auch wenig Lust auf ihren Job haben oder nicht spezialisiert sind im Bereich Trauma.

x 2 #16


Sonnenschein85
Zitat von BioSabine:
Ich sage es mal so, ich glaube schon, dass ich ein Trauma habe, mein Wunsch wäre da eher eine Klinik oder eine spezielle Einrichtung, in der ich mal ...

Das finde ich sehr reflektiert von dir. Es müssen nicht alle alltäglichen Entscheidungen mit dem Trauma zusammen hängen aber natürlich kann es mit rein spielen

x 1 #17


A


Nach toxischer Beziehung normale Beziehungen wertschätzen

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B
Ich versuche jedenfalls schon weiterzuleben, ich weiß einige dieser trauma-Dinge, die aus meiner Beziehung rühren, kommen phasenweise immer wieder hoch und beeinflussen auch mein jetziges Bindungsverhalten, aber vor dem Trauma kannte ich Liebe, Verliebtheit, Desinteresse und so weiter, ich muss ein wenig lernen, da wieder für mich ein Gefühl zu entwickeln. Ich will mich auch nicht herausreden mit "Ja, das und jenes ist halt durch das Trauma"

x 2 #18


Sonnenschein85
Zitat von BioSabine:
Ich versuche jedenfalls schon weiterzuleben, ich weiß einige dieser trauma-Dinge, die aus meiner Beziehung rühren, kommen phasenweise immer wieder ...

Das finde ich gut wie du das siehst und angehst

x 1 #19


S
@BioSabine
Zitat:
Das Buch von König habe ich und lese ich gerade, das half und hilft mir (leider) mehr als dieser gesamte Aufwand mit der Therapie. Wobei ich glaube, dass viele Therapeuten auch wenig Lust auf ihren Job haben oder nicht spezialisiert sind im Bereich Trauma.

Ich glaube vor ein paar Jahren gab es ein paar Wochenendkurse und man konnte die Zusatz Bezeichnung führen.

Delia Schreiber ist Psychologin oder Psychotherapeutin die sagte damals schon das es viele gibt die keine Ahnung haben und gar nicht erkennen wann einer ein Trauma und Traumafolgestörungen hat.
Erst dachte ich die übertreibt , aber wenn man allein hier die Geschichten liest , merkt man oft das da nicht wirklich geholfen werden konnte oder es eben gar nicht erkannt wurde.

x 2 #20


B
Zitat von Scheol:
@BioSabine Ich glaube vor ein paar Jahren gab es ein paar Wochenendkurse und man konnte die Zusatz Bezeichnung führen. Delia Schreiber ist Psychologin oder Psychotherapeutin die sagte damals schon das es viele gibt die keine Ahnung haben und gar nicht erkennen wann einer ein Trauma und Traumafolgestörungen hat. ...

Leider ist es so wie du schreibst, hast du nähere Infos zu diesen Wochenendkursen? Sowas wäre für mich interessant!
Auf Therapieplätze wartet man lang, ich habe wirklich viel Aufwand betrieben, wohne auf dem Land und bin jedesmal in die Stadt rein, musste Überstunden abbauen oder Urlaub nehmen, mein Arbeitgeber hat das gut unterstützt, aber wirklich geholfen hats mir nicht. Ich hatte zwei Psychologen in den ersten Gesprächen, einer lehnte meinen Fall plötzlich ab mit dem Argument, ich sei doch bisher auch gut durchs Leben gekommen, das sei Liebeskummer, das ginge schon bald weg. Die zweite Psychologin dann war nett, aber es glich eher einer Gesprächstherapie, die mir wirklich nichts geholfen hat.

x 1 #21


M
Zitat von BioSabine:
Ich selbst brauche "inzwischen" wirklich niemanden mehr, bin sehr froh um meine ruhigen Wochenenden, die ich gern allein auch in der Therme oder Sauna gestalte, so wie es mir gefällt, ohne Gelaber, Gespräche und Druck.

Ich denke, wenn er weiter drängelt, werde ich das beenden müssen und wirklich eine Pause einlegen. Das ist schade, aber tut wohl Not.

Dein Inneres ist gegen die Beziehung und sein Drängeln wird sich eher verstärken als abzuflauen. Du kannst Dich nicht richtig auf ihn einlassen, was er auch spürt. Und das will er dann kompensieren und macht ungeschickterweise bei Dir Druck, den Du nicht magst.

Ich glaube, Du musst Dich tiefer mit Deinem Trauma auseinandersetzen. Wenn eine Psychotante nichts taugt, dann vielleicht eine andere, die auch tiefenpsychologisch geschult ist anstatt dünne Tipps zu geben.
Denn mit dem jetzigen ist es nur lauwarm, aber Du läufst Gefahr, Dich eines Tages wieder in eine toxische Beziehung zu verlieren, aus der Du nicht selbst rauskommst. Da ist ein Muster in Dir, was Dich darauf anspringen lässt. Und auf toxische Beziehungen kann man süchtig werden, denn man lebt ein einem Auf und Ab, das einen mitnimmt und völlig beschäftigt. Aber innere Ruhe und Gleichmaß sind ein Fremdwort. Wenn das dann wegfällt, wird das Leben auch wieder leicht als "leer" empfunden, auch wenn man sich nach Ruhe gesehnt hat. Man gewöhnt sich an diese schädlichen Dynamiken und wenn es auch anstrengend ist und einen überfordert, so spürt man doch, dass man am Leben ist.

Es hat auf jeden Fall keinen Sinn, diese jetzige Beziehung weiter zu führen, denn er hat jegliche Attraktvität verloren und verhält sich wie ein kleiner Junge auf der Suche nach Verlässlichkeit und Beständigkeit.

Zitat von BioSabine:
es gibt auch Tage, da hat man keine Energie, unabhängig vom Trauma, also ich will versuchen, nicht allem einen Namen zu geben.

Das solltest du aber. Ja, jeder hat Tage, wo er sich nur schwer aufraffen kann, aber das Wegschieben ist auch keine Lösung und das tust Du, indem Du den wichtigen Dingen keinen "Namen" geben willst. Du würdigst sie nicht, Du schiebst sie weg und das einzige, was passiert, ist, dass sie wieder kommen.

x 1 #22


M
Zitat von BioSabine:
aber ich bin innerlich irgendwie leer und extrem müde, schwer empfänglich für Liebe oder Verliebtheit.

Zitat von BioSabine:
glaube schon, dass ich ein Trauma hab

Echt? Wegen den Erlebnissen? Wie sarf man das verstehen? Sind die Erlebnisse noch so schlimm im Rückblick?
( Kann man da was nachlesen in deinen anderen Threads? )

Bei mir ist der no Kontakt noch nicht lang, aber ich habe täglich krasse Erinnerungen, die mir heute zeigen, wie durch und falsch der Mensch ist! Ich habe wirklich krasses erlebt für das ich keine Erklärung habe, selbst im Urlaub weit weg, an einem Ort wo es hätte schön sein sollen. Das ist schon mega krass. Seinerzeit also immer wenn er krass war, stand ich unter Schock, aber jetzt nicht mehr. Derzeit war es vermutlich ein Trauma. Aber jetzt nicht mehr .

x 1 #23


S
Zitat von BioSabine:
Leider ist es so wie du schreibst, hast du nähere Infos zu diesen Wochenendkursen? Sowas wäre für mich interessant!

🤔
Der Therapeut hat früher 2-3-4 Wochenendkurse belegt um sich Traumatherapeut zu nennen. Und hat das dann angeboten.

Da verstehst du glaube ich was falsch.

#24


S
@BioSabine
Zitat:
Ich hatte zwei Psychologen in den ersten Gesprächen, einer lehnte meinen Fall plötzlich ab mit dem Argument, ich sei doch bisher auch gut durchs Leben gekommen, das sei Liebeskummer, das ginge schon bald weg.

Das klein reden von Trauma ist ein Unding.

Ein Trauma ist ein subjektives empfinden einer Situation. Also das absprechend eines Traumas geht gar nicht.

Zitat:
Die zweite Psychologin dann war nett, aber es glich eher einer Gesprächstherapie, die mir wirklich nichts geholfen hat.

Trauma geht nur / mit / über Körperarbeit. Eine Gesprächstherapie kommt da nicht ran und kann auch negativ sein wegen einer möglichen Retraumatisierung.

x 2 #25


distress
Das ist tatsächlich ein großes Problem.
Keine neue Partnerin kommt an das heran, was ich in der On-Off-Beziehung gefühlt und erlebt zu haben glaubte.
Das, was ich dort an Bindung erfahren habe, kannte ich vorher nicht.
Natürlich war das nicht gesund, denn meine Vorerfahrungen waren sehr schön und haben völlig ausgereicht.

Und auch die gleichförmige Harmonie wieder als normal zu akzeptieren, fällt mir sehr schwer.

#26


S
Zitat von distress:
Keine neue Partnerin kommt an das heran, was ich in der On-Off-Beziehung
gefühlt und erlebt zu haben glaubte
. Das, was ich dort an Bindung erfahren habe, kannte ich vorher nicht. Natürlich war das nicht gesund, denn meine Vorerfahrungen waren sehr schön und haben völlig ...

Wenn man Drama für Liebe hält, ist es falsch.

#27


M
Ich will hier mal die Perspektive wechseln: Du sagst Dein Ex sei toxisch gewesen.
Gleichzeitig schreibst Du äusserst abwertend über ihn (nicht gepflegt, nicht die richtigen Hobbiers keine Gemeinsamkeiten) und dass Du nur mit ihm zusammenwarst, weil Du bedürftig warst weil Du Stress hattest, und wenig Freunde?!?

Darf ich Dich darauf hinweisen, dass falls Dein Ex dies hier lesen würde, Dich ebenfalls und zwar zu recht als total toxisch bezeichnen würde? Du hast ihn benutzt als Krücke und Pausenclown obwohl Du nie viel von ihm gehalten hast.

Das nur vielleicht als kleiner Hinweis, es hilft ja manchmal auch, die eigenen Anteile anzuschauen Lachendes Gesicht

Und wenn Dich aktuell schon stört, dass Dein Dating Partner sich schon soweit mit Dir verbunden hat, dass er gerne täglich von Dir hört (und man kann sich auch verbinden wollen wenn man niemanden "braucht", einfach weil man jemand mag!), lässt das auch auf einen vermeidenden Bindungsstil bei Dir schliessen.

#28


distress
Zitat von Scheol:
Wenn man Drama für Liebe hält, ist es falsch.

Mir ging es eigentlich um Bindung.
Und warum sie sich trotz, oder gerade wegen des Dramas, so unvergleichlich stark anfühlte.

Du hast es im Forum so oft und gut erklärt, was vielen, einschließlich mir selbst, sehr geholfen hat.
Wirklich erkennen kann man das alles erst mit einigem Abstand hinterher.
Wenn der Nebel der totalen Verwirrung sich langsam lichtet.

Die Bindung aber war echt. Das Gefühl daraus war keine Illusion.
Völlig egal, ob der Grund dafür auf einer kognitiven Fata Morgana in Verbindung mit zunehmendem Liebessucht-Verhalten beruht.

Das Lösen daraus ist ein Albtraum, auf den niemand vorbereitet ist.

#29


S
Zitat von distress:
Mir ging es eigentlich um Bindung. Und warum sie sich trotz, oder gerade wegen des Dramas, so unvergleichlich stark anfühlte. Du hast es im Forum so ...

Damals, dachte ich, wie ich solche Geschichten gehört habe, was geht die Person nicht einfach!
Oder warum lässt sich ein Mensch so behandeln!
Oder sogar, dass die Person es dann anscheinend mögen muss, wenn sie in solch Beziehung verweilt.
Irgendwann habe ich hier beobachtet, dass Personen seltsamerweise immer in solch Beziehungen verweilen, und Probleme haben sich aus solcher Beziehung zu lösen.
Ich habe mich dann in die Psychologie eingelesen und verstanden, was ein Trauma Bonding ist. Wann ein Trauma Bonding gesetzt werden kann. Auch ein interessantes Thema ist ein Trauma Bonding zwischen den Eltern.
Irgendwann lass ich etwas über Gehirn Veränderungen. Ich dachte mir, wie passiert das denn?
In dem Buch wie Schleichendes Gift las ich etwas über Hormone, dass man sich hormonell selbst vergiftet und somit zum abhängigen seiner Hormone, dieses Drama wird.
Dann ging es in das Thema der Gehirnforschung, wie Cortisol der Dauerstress, und traumatische Erfahrung, das Gehirn verändern.
Auch psychologische Effekte, ähnlich der Spielsucht, der Hoffnung, Effekt, und so weiter spielen gegen diese Person.
Wir haben sieben oder acht Gegner, die sozusagen gegen ein Spiel. Und daran sieht man ziemlich deutlich, dass das nichts mit einer normalen Trennung zu tun hat, wo sozusagen nur ein Gegner gegenübertritt.
Es gibt den Film Odysseus, wo Kirk Douglas mitspielt.da gibt es eine Szene, wo er am Schiffsmast fest gebunden werden soll, und zuhören will, was die Sirenen ihn sagen.
Wenn man es genau sieht, sieht man hier ein toxischen Dialog, und Douglas äußert genau das wie sich Opfer nach solchen Beziehungen fühlen, .

Ich bin kein Freund der Worte von Opfer, Täter, und so weiter. Aber da wir hier meist in dem traumatischen Bereich unterwegs sind, bedarf es leider ein Täterverhalten, und so klar sollte man es ab und zu aussprechen, damit die Person, ebend das Opfer, Clara sieht, dass das alles keine Liebe ist.
Wenn ich dir mit diesem Beispielen damals helfen konnte, freut mich das sehr.

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