BioSabine
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nachdem ich in einer toxischen Beziehung mit einer narzisstischen Person gesteckt habe, einige On und Off Phasen durchlebt habe und mich endlich gelöst habe, indem er sich getrennt hat und ich draußen blieb, habe ich mich intensiv mit mir selber beschäftigt. Auch mit Hilfe einer Psychologin. Mein Ergebnis: Leere, die er gefüllt hat, ließ mich in eine emotionale Abhängigkeit geraten.
Ich habe meine Hobbys wieder aufgenommen, habe mich wieder mit mir selber beschäftigt, auch bewusst Ruhephasen, in denen ich einfach garnichts mache, zu gelassen.
Mein Ex war optisch kein Leckerbissen und hat sich zum Ende hin ziemlich gehen lassen, ich glaube er litt auch unter Depressionen, wir hatten wirklich keine Gemeinsamkeiten. Wirklich garnichts, keine gemeinsamen Lebensziele, Urlaubsziele, Hobbys, Interessen, Ansichten, Risikoverhalten, Ernährungsverhalten, garnichts. Am Ende hin fing er wieder an zu rauchen, pflegte sich auch nicht mehr so recht und es war ihm auch schnurz egal was ich davon denke.
Trotzdem habe ich eine ganze Zeit in einer Fantasievorstellung fest geklebt und ihn idealisiert, kann man kaum glauben. Er hat einfach eine Leere in mir gefüllt, gerade an den Wochenenden, wir waren oft zwanghaft irgendwo zusammen (zu 99% kam es zu Streit) und die Zeit war halt gefüllt, die ich vorher immer einsam und allein war.
Nun habe ich über Zufall einen Mann kennengelernt, der genau das Gegenteil ist, aber ich fühle nichts, ich glaube aber, wäre ich emotional frei, würde ich fühlen, nicht enthusiastisch, aber Nähe, Wertschätzung und Gemeinsamkeiten, eine schöne Zeit mit gemeinsamen Vorstellungen zu verbringen. Aber ich merke, dass ich innerlich einen Rolladen herunter gefahren habe, aus Schutz? Obwohl ich nicht mehr an meinen Ex zurück denke, sondern klar sehe, vergleiche ich gerade das toxische giftige euphorische Gefühl, das ich damals anfangs hatte, als ich den toxischen Narzissten kennenlernte, das ich jetzt nicht habe.
Ich suche das Haar in der Suppe bei dem neuen Mann und suche nach Dingen, die mir nicht gefallen, der Rollladen will einfach nicht hoch gehen.
Ich habe gerade etwas Sorge, dass ich ihn verliere, einfach weil ich mich nicht öffnen kann. Ich will ihn aber auch nicht mit meiner Trauma-Erfahrung zu schütten, das gehört nicht in diese frische Kennenlernphase, das ist ja mein Thema.
Ich habe das Gefühl, ich folge noch immer neuronalen Strukturen, die mir nicht gut tun, statt ich sie umprogrammiere zu etwas, was mir gut tut.
Kennt das jemand?