Zitat von Winterblume: Gibt es denn wirklich noch junge Frauen, die gerne nur Hausfrau sein möchten und Männer die das komplett finanzieren würden?
Ich kenne keine einzige

Der Unterschied zwischen heute und vor 30 Jahren ist jedoch, dass es viele Möglichkeiten noch nicht gab. Zu "meiner Zeit" gab es weder Kinderkrippen (dörfliches Umfeld in Westdeutschland) noch Elterngeld noch verlässliche Grundschulen. Als mein Kind im entsprechenden Alter war, kam grade der Anspruch auf einen Kindergartenplatz für 3jährige - allerdings ohne Verpflichtung, ob der vor- oder nachmittags frei gehalten wird.
Hier werden mir manchmal Äpfel mit Birnen verglichen. Ich habe auch sehr schnell wieder gearbeitet; jedoch aufgrund der familiären Situation mit reduzierter Stundenzahl. Und trotzdem hätte ich es ohne familiäre Unterstützung nicht geschafft. Welche/r Arbeitnehmer/in hat 12 Wochen Urlaub, um z. B. Ferienzeiten abzudecken?
Was macht jemand, der in der Pampa ohne nennenswerten ÖPNV wohnt, wenn die dann schon größeren Kinder nachmittags bestimmte Kurse in der Schule belegen müssen? Meines ist viel Rad gefahren, aber manchmal war das keine Alternative. Okay, wir könnten alle in die Stadt ziehen

Dann wäre halt der Verteilungskampf um bezahlbare Wohnungen, KiGa-Plätzen und gute Jobs dort noch größer.
Mein Exmann hat derweil Karriere gemacht. Selbst wenn er gewollt hätte (er hat sich durchaus immer bemüht!), konnte er nicht so einfach Termine und Dienstreisen ausfallen lassen.
Das war für uns beide okay und ein gewolltes Rollenmodell. Ich habe niemals das Gefühl gehabt (und von ihm vermittelt bekommen), dass ich "sein" Geld ausgebe. Es war immer "unseres".