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Nähe bis zuletzt und dann plötzlich keine Gefühle mehr

E
Hallo @nooraa19,

Du schreibst, du bist in therapeutische Begleitung, was hat deine Therapeutin betreffend deine Beziehung, der Verlustangst und der Trennung gesagt? Sie kennt dich besser als wir und kann es auch vermutlich besser einschätzen, was da alles passiert ist.

Von außen betrachtet klingt eure Beziehung recht mühsam und belastet. Ich habe deine Zeilen explizit nach Äußerungen von Leichtigkeit und Freude durchsucht und nichts gefunden. Drama ohne Ende, Belastung ohne Ende. Das ist nicht wünschenswert, fordert Kraft und Geduld.

Der junge Mann ist 22, voller Kraft und Tatdrang, in dem Alter hat man viel Spaß und Freude. Stattdessen Vorwürfe und das Gefühl, nicht zu genügen. Das hat er so deutlich gesagt. Etwas in der Richtung "egal wieviel ich tue, scheint nicht genug zu sein". Warum in aller Welt soll man sich antun?!?

Er kommt mir in diese Geschichte eher als Opfer vor, wenn ich ehrlich bin.

x 2 #31


M
Zitat von nooraa19:
Er hat mir bis zuletzt das Gefühl gegeben, dass er mich liebt – mit Worten, Nähe und Verhalten. Dann diese unsaubere Trennung und dann kam nach einem Monat dieser sehr kalte, endgültige Text. Diese Diskrepanz macht es für mich so schwer, innerlich einen Schlussstrich zu ziehen.



Ihr seid beide in Eurem Beziehungsverhalten jeweils extrem verunsichert,
und das macht es so schwer !
Du hast ihn gefragt, ob er die Trennung will,
und da hat er dann ja gesagt, weil er vermutlich dachte,
dass Du mit Deiner Frage auch von Dir aus eine Trennung forcierst.
Für mich liest sich das mehr und mehr danach,
dass Ihr Euch beide liebt aber mit Euren gegenseitigen Ängsten
und entsprechendem Verhalten leider
alles selber vers..t. habt. -Das ist so schade!
Er wollte Dich dann eifersüchtig machen,
aber das ist nach hinten los gegangen.

Ich weiß, Du kannst es im Moment nicht,
aber Ihr werdet beide lernen müssen,
auf einen anderen Menschen zuzugehen
und ganz offen und ehrlich über alles miteinander zu sprechen
und sich auszusprechen.
Wenn Ihr es nicht mehr miteinander lernt,
werdet Ihr es mit anderen neuen Partnern lernen müssen.
Ansonsten wird man immer wieder in die gleiche Kommunikationsfalle tappen
und sich über kurz oder lang trennen.

x 1 #32


A


Nähe bis zuletzt und dann plötzlich keine Gefühle mehr

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N
@Ella
Ich verstehe, dass mein Text von außen sehr belastet wirken kann. Natürlich schreibe ich hier vor allem über Schmerz, Unsicherheit und die Trennung -dafür ist das Forum ja auch da. Leichtigkeit und schöne Momente tauchen in solchen Situationen oft weniger auf, obwohl sie da waren. Unsere Beziehung bestand nicht nur aus Drama, sonst hätte sie so lange nicht gehalten und wäre für mich nicht so bedeutsam gewesen.

Ich finde die Einordnung von „Opfer“ und „Täter“ hier schwierig und ehrlich gesagt auch unfair. Unsere Beziehung war nicht einseitig belastend oder nur von Drama geprägt. Es gab sehr viel Nähe, Verbundenheit, Alltag, Humor und auch Leichtigkeit, gerade deshalb trifft mich das Ende so hart. Meine Angst ist nicht aus dem Nichts entstanden, sondern aus einem konkreten Bruch in der Vergangenheit, und ich habe das auch immer offen kommuniziert und reflektiert.

Mir ist wichtig klarzustellen: Ich habe ihm in der Beziehung oft und bewusst gesagt, dass er genug ist. Dass ich ihn liebe, wie er ist. Meine Ängste waren kein Ausdruck davon, dass er mir nicht reicht oder nicht genügt, sondern Ausdruck meiner eigenen Unsicherheit und Verlustangst. Dafür habe ich Verantwortung übernommen, mich entschuldigt und aktiv versucht, daran zu arbeiten, auch therapeutisch.

Gleichzeitig hatte auch er Unsicherheiten, Eifersucht und Kontrollbedürfnisse, die Teil unserer Dynamik waren. Wir haben uns gegenseitig beeinflusst, manchmal auch hochgeschaukelt. Aber das macht niemanden zum Opfer oder zum Täter. Es war eine komplexe Beziehung zwischen zwei Menschen mit eigenen Themen.

Was mich besonders verletzt, ist nicht nur die Trennung an sich, sondern dass er mir bis kurz davor noch vermittelt hat, dass es nicht an der Beziehung liegt und dass ich mir keine Sorgen machen müsse. Deshalb fühlt sich das Ende für mich so abrupt und schwer greifbar an. Ich hätte mir mehr Offenheit und ein gemeinsames Klären gewünscht, statt eines plötzlichen Rückzugs.

Ich weiß, dass meine Angst anstrengend sein konnte. Aber sie allein erklärt für mich nicht, warum eine anderthalbjährige, intensive Beziehung so beendet wird. Dafür ist unsere Geschichte zu vielschichtig gewesen.

Ich schreibe das nicht, um jemanden schlecht dastehen zu lassen, sondern um meine Perspektive zu zeigen: Es war nicht alles schlecht, ich habe geliebt, bestärkt und Verantwortung übernommen und genau deshalb fällt mir das Loslassen gerade so schwer.

x 3 #33


M
Zitat von nooraa19:
Ich hätte mir mehr Offenheit und ein gemeinsames Klären gewünscht



Dazu gehören zwei ! zwinkern
Noch kannst Du auf ihn zugehen und es versuchen. -Und wenn er absolut nicht will,
dann wird es Dir trotzdem leichter fallen, damit abzuschließen,
weil Du es dann wenigstens versucht hast !

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K
@Multiversum

also deine letzte Nachricht an @nooraa19 war sicher gut gemeint ("auf ihn zugehen und __wenn er absolut nicht will___....leichter fallen abzuschließen.")

ABER

Zweimal kurz vorm Ende ist sie doch schon auf ihn zugegangen. Was hat es gebracht? Er hat sie wieder nach Hause geschickt - Tatsache! Und war emotional distantiert - Tatsache! Auch wenn seine Worte dem widersprachen ( was zählt nochmal mehr?)

Vier (!) Wochen nach dem von ihm verursachten Ende schrieb er:

" ... ihm leid tue, wie es geendet sei .... keine andere Person (!).. Zeit und Abstand gezeigt, dass seine Gefühle ,,weggegangen" seien.... bot ein Gespräch für ein ___,,faires und klares Ende"___ an."

Worüber soll sie denn da noch mit ihm reden? Das würde für ihn wie hinterherlaufen aussehen, was nun wirklich nach tausenden Erfahrungen hier und in der realen Welt nie etwas bringt. Und sie hat jetzt so lange tapfer durchgehalten, der Kontakt würde sie nur wieder zurückwerfen.

x 2 #35


K
@Ella

sorry, aber dein Beitrag scheint mir nicht ansatzweise durchdacht, unsachlich und bewusst verletzend.

ERSTENS: Einordnungen in Täter und Opfer sind mit Ausnahme von Situationen, in denen es um psychische oder physische Gewalt geht, deplatziert und verletzend. Hier wäre eine Entschuldigung gegenüber der TE angebracht.

ZWEITENS: Jedem auch nur einigermaßen mitdenkendem Leser eines Beitrag in einem Trennungsschmerzenforum dürfte klar sein, dass der Fokus des hier Erzählten auf der Trennungsphase liegt, nicht auf der wie auch immer langen glücklichen Zeit. Entsprechend hat sich die TE auch darauf konzentriert, wenngleich sie ausdrücklich auch Phasen der "Stabilität", der großen "Verbundenheit" und einen schönen Urlaub beschrieb.

DRITTENS: Deine Zusammenfassung von "Drama ohne Ende, Belastung ohne Ende" beweist, dass du die Geschichte der TE entweder nicht gelesen oder die Dynamik und die handelnden Personen nicht verstanden hast. Schau dir an, was sie über ihn schreibt und seine Äußerungen (von "Ex traumatisiert", kann sich nicht binden, weil er "entweder kontrollierend oder disanziert wird", fühlt sich durch Kommunikation "überfordert", kommt nicht selbst auf die Idee, beim Umzug der Freundin mitzuhelfen). Und die TE soll die Dramaqueen sein?

Bitte gestalte deine Beiträge in Zukunft konstruktiv, lese dir das Thema _gründlich_ durch und behandel Teilnehmer respektvoll und vorurteilsfrei.

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M
Zitat von Kopf_hoch:
bewusst verletzend



Das ist Quatsch!
Übrigens ist das hier (noch) nicht die Kategorie >Trost und Zuspruch<. zwinkern
Die TE ist psychisch vorbelastet und belastet dadurch
auch ihre eigene Beziehung,
das ist nunmal so !
Ängste und daraus resultierendes Verhalten
machen in einer Beziehung ganz viel kaputt. -Und davon
haben beide Seiten (sie und er) im Überfluss.
Wenn dieses Problem nicht angegangen/behandelt wird,
muss man notgedrungen weiterhin mit den Konsequenzen daraus leben.

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M
Zitat von Kopf_hoch:
der Kontakt würde sie nur wieder zurückwerfen



Oder sie wieder mit ihm zusammenbringen? -Wenn auch vermutlich nicht für lange,
denn das Problem Angst und Unsicherheiten besteht ja weiter,
bis es wieder zum Knall kommt.
Eine Paartherapie könnte hier vielleicht auch helfen? Smile

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