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Narzisstischer Partner

Liv225
Zitat von Heffalump:
tut es das? Oder gaukelst du dir das erfolgreich vor?

Eben.
Lass ihn gehen… auch aus Deinen Gedanken. Das lähmt und tut Dir nicht gut.

• x 1 #196


J
@Liv225 lieben Dank. 15 Monate hören sich verdammt lang an, soviel vertane Lebenszeit. Man könnte nur heulen.

• x 2 #197


A


Narzisstischer Partner

x 3


PapaEmeritus
@Jessy1607

Vielleicht geht’s dem Menschen sogar blendend. Er kann sich bei seinen Eltern ausheulen, sich als Opfer darstellen, vielleicht geht’s ihm aber auch schlecht. Alles vollkommen egal, es geht um dich.

• x 4 #198


Liv225
So war es bei mir, Jessy.
Bei Dir kann es anders sein.
Und es bleibt nicht der Gefühlszustand von heute. 🤗

• x 2 #199


FoolishHeart
Zitat von Jessy1607:
@Liv225 lieben Dank. 15 Monate hören sich verdammt lang an, soviel vertane Lebenszeit. Man könnte nur heulen.

Ja. Aber es ist leider so. Wir brauchen immer Zeit, um uns aus unseren dunklen Tälern wieder heraus zu holen. Je länger die Beziehung gedauert hat und je stärker unsere Emotionen waren, umso länger dauert es, das zu überwinden. Tröstender Smiley

• x 2 #200


Arnika
Was dich gerade anficht nennt man Just-World-Phenomenon, also das „Gerechte-Welt-Phänomen.“ Das beschreibt eine kognitive Verzerrung, bei der Menschen dazu neigen zu glauben, dass die Welt im Grunde fair ist. Das Prinzip dahinter lautet: „Jeder bekommt, was er verdient, und jeder verdient, was er bekommt“.

Das ist aber grundsätzlich falsch.

Zu akzeptieren, dass schlechte Dinge völlig willkürlich guten Menschen passieren können, und Bösen Gutes, erzeugt aber bei vielen enorme Angst. Der Glaube an eine gerechte Welt schützt dann psychologisch und gibt die Illusion von Kontrolle und Sicherheit: „Wenn ich mich gut verhalte, passiert mir auch nichts Schlimmes“.

Auch das ist grundsätzlich falsch.

Was du dann passiert, wenn Phänomen mit der Realität kollidiert ist, du erleidest kognitive Dissonanz: Denn wenn wir dann mit Ungerechtigkeit usw konfrontiert werden, erzeugt das starkes Unbehagen, weil das unser Weltbild ins Wanken bringt. Unser Gehirn versucht diesen Widerspruch schnellstmöglich aufzulösen.

Und in deinem Fall schon seit vielen Jahren, dass du alles tust, um den Narzissten zufriedenzustellen. Dann wär das Wanken zumindest gefühlt nicht mehr ganz so stark, und deine „Welt“ oder besser, dein Bild von ihr, wieder in Ordnung.

Und auch das ist grundsätzlich falsch.

• x 2 #201


Heffalump
Zitat von Jessy1607:
15 Monate hören sich verdammt lang an

Ein Spaziergang, barfuß, auf spitzen Steinen - ist angenehmer. Als sowas als Partner.
Da gibt es nix zum beneiden. Denn du wirst wachsen - er nicht. Du wirst reifen - er nicht. Du wirst ihn hinter dir lassen.

• x 4 #202


PapaEmeritus
@Jessy1607

Wir schon erwähnt, halte dir vor Augen, dass die Welt nicht gerecht ist. Es gibt Menschen, die kommen nicht unbedingt mit guten Absichten in dein Leben, auch wenn das vielleicht so scheinen mag. Es ist auch nicht deine Schuld. Selbst wenn du als Mensch vollkommen anders wärst, wäre der Mensch trotzdem der selbe Mensch. Man muss sich leider der Realität stellen, dass auch guten Menschen schlechte Dinge passieren, und nicht jeder Mensch im Kern ein gutes Herz hat, dass man nur freilegen muss. Bei manchen Menschen ist da genau das, was man von außen fühlt.

• x 3 #203


J
@PapaEmeritus wwie sieht du den Narzissmus, du schreibst, du siehst das sowieso anders.
@Heffalump ja ich weiß es nicht. Meine Nachbarin hat erlebt, wie er hier seine Sachen rausgetragen hat, er war freudig und abgeklärt.

• x 1 #204


Heffalump
Zitat von Jessy1607:
Meine Nachbarin hat erlebt, wie er hier seine Sachen rausgetragen hat, er war freudig und abgeklärt.

ja logisch, ein Schauspieler vor dem Herrn.

er wird wieder kommen, du bist leicht zu beeindrucken, er muss sich nicht groß anstrengen. Würde er eine Neue beeindrucken müssen, müsste er sich viel mehr schauspielern. Im Grunde ist er faul.
Und eine Nachbarin von dir ins Gesicht lächeln, das kostet ihn nichts.

freudig - kann auch ein Zustand sein, den er kennt - schon tausend mal wiederholt.

Du bist zu viel bei ihm und zu wenig bei dir

• x 4 #205


PapaEmeritus
@Jessy1607

Ich bin erstmal grundsätzlich kein Freund von dem Wort „Narzissmus“. Erstens sind wir alles keine Ärzte, zweitens ist das ja oft eher ein Oberbegriff für bestimmte Verhaltensmuster. Und die kann man viel eher und leichter erkennen, ohne wissen zu müssen, ob da Narzissmus oder sonstwas dahintersteckt. Es geht immer um Verhalten. Und wenn wir jemanden als narzisstisch bezeichnen, was wir damit eigentlich meinen ist antagonistisch.
Antagonismus beinhaltet nämlich das, was wir als narzisstisch bezeichnen. Grandiosität, Anspruchshaltung, die absolute Überzeugung, besser als andere zu sein, die absolute Überzeugung, dass die eigenen Bedürfnisse immer Vorrang haben. Herzlosigkeit, Feindseligkeit, Tendenz zu manipulativem Verhalten (Abwertung, Schuldumkehr, Kontrollverhalten, Double Binds, oder Dinge wie „Silent Treatment), die Unfähigkeit, andere Menschen als gleichwertig anzusehen. Man sieht einen Mangel an Fähigkeit und Bereitschaft zur Problemlösung, zur Kooperation, zur Selbstkorrektur, zur Selbstreflexion. Und interessanterweise, vielleicht ist dir das auch aufgefallen: je mehr Verständnis und Empathie man dem Menschen gegenüber zeigt, umso schlimmer wird das Verhalten oder bleibt zumindest gleich.

Was du vielleicht auch beobachtet hast, sobald man sich distanzieren/entfernen/trennen will, ist der Mensch erstmal wieder „gut“, ohne dass sich grundlegend was ändert.

• x 1 #206


S
Antagonismus beschreibt im allgemeinen Sinne einen Zustand des Gegensatzes, der Feindseligkeit oder des gegenseitigen Widerstreits. Es ist eine Dynamik, in der zwei Kräfte, Personen oder Gruppen gegeneinander wirken oder in einem tiefen Konflikt stehen. In einem sozialen Gefüge bedeutet Antagonismus, dass eine Person die andere aktiv bekämpft, ihr entgegenwirkt oder eine feindselige Haltung einnimmt. Man kann es sich wie ein Spannungsfeld vorstellen, in dem es nicht um einen Kompromiss geht, sondern um einen Gegensatz, bei dem oft eine Seite versucht, die andere zu dominieren oder zu verdrängen.
Narzissmus ist eng mit dieser Dynamik verknüpft, da er oft der Motor für solchen Antagonismus ist. Narzissmus bezeichnet eine Persönlichkeitsstruktur, die durch ein übersteigertes Gefühl der eigenen Wichtigkeit, ein starkes Bedürfnis nach Bewunderung und einen Mangel an Empathie für andere gekennzeichnet ist. Menschen mit starken narzisstischen Zügen sehen die Welt oft als einen Wettbewerb, in dem es nur Gewinner und Verlierer gibt. Um ihr eigenes, oft eigentlich sehr fragiles Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten, müssen sie sich über andere erheben.
Der Zusammenhang liegt darin, dass Narzissten oft bewusst antagonistische Beziehungen schaffen. Sie wählen sich Personen aus, die sie als schwächer oder unterlegen wahrnehmen, und inszenieren einen Konflikt, um ihre eigene Macht und Überlegenheit zu spüren. Durch das Herabsetzen des anderen erschafft der Narzisst eine künstliche Hierarchie, in der er sich ganz oben sieht. Der Antagonismus dient hier also als Werkzeug, um das eigene Ego zu füttern, während das Gegenüber in eine Rolle gedrängt wird, die es gar nicht gewählt hat.
Gemma 4 31b, KI

• #207


PapaEmeritus
@Jessy1607

Und weil du gefragt hast, was Narzissmus für mich ist, wenn man unbedingt dieses Wort benutzen möchte. Für mich hat N nix mit frühkindlichem Trauma, Scham, Angst, Unsicherheit, Schutzmechanismen oder schwachem Selbstwert zu tun. Es gibt dahingehend Studien, die zB zeigen, dass es maximal einen losen Zusammenhang zwischen N und Selbstwert gibt. Oft haben solche Menschen sogar einen sehr positiven Selbstwert, die glauben, was sie erzählen. Narzissmus ist für mich das übermäßige Investieren in ein bestimmtes bevorzugtes Bild von sich, meistens in das Bild eines guten, empathischen Menschens der (und das ist besonders wichtig) immer so bisl der Leitragende ist, diese Menschen sind immer das Opfer. Es ist das übermäßige Investieren in dieses Bild auf Kosten eines authentischen Selbsts. Diese Menschen haben diese übertriebene Selbstwahrnehmung, innerhalb derer sie sich bewegen und über die sie wahrgenommen werden möchten, aber es gibt dahinter nicht wirklich eine tiefe, mehrdimensionale Persönlichkeit. Da ist kein verletzes inneres Kind, keine andere Persönlichkeit, kein gutes Selbst versteckt, das nur darauf wartet, freigelassen zu werden, sondern dahinter liegen eben Grandiosität, Anspruchshaltung und die absolute Überzeugung, besser und wichtiger als andere zu sein. Und man kommt mit so jemandem nur klar, wenn man das akzeptiert. Deswegen reagieren solche Menschen auch so übertrieben auf Kritik. Aber nicht, weil da der schwache Selbstwert oder irgendeine frühkindliche Verletzung getriggert wird, weil die Mama sie nicht lieb genug gehabt hat. Sondern weil der Mensch sich in seiner Überlegenheit und seinem Selbstbild angegriffen fühlt. Und solange man nur den Spiegel hochhält, und sich selbst „auslöscht“ , kann das einigermaßen gut funktionieren, aber sobald man den Spiegel abnimmt und zeigt, dass man ein eigenes Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Grenzen, Wünschen und Autonomie ist, dann geht die Abwertung los.

• x 1 #208


J
@Heffalump ja, was soll man mit seinen Gedanken machen, die sich aufdrängen?

• #209


Heffalump
Sortiere dich, warum hast du in aus deinem Leben verbannt? Und was willst du für deine Zukunft? Liebe oder Gleichgültigkeit?
Wähle klug

• #210


A


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