Zitat:Denke meine Schwachstelle ist dass ich nicht provoziere, zu sehr auf jemanden eingehen möchte weil ich denke das wird dann was. Irgendwann kommt halt von der Gegenüber nichts mehr.
Zitat:Nett ist die kleine Schwester von sch
Schwierig, etwas dazu zu schreiben weil ich zu wenig von dir weiß.
Ich beziehe mich jetzt mal auf deinen Threadtitel. Einfach nur "nett" zu sein, ist in der Tat wenig attraktiv. Die Menschen, die ich kenne, die immer bemüht sind, möglichst "nett" zu erscheinen, machen auf mich den Eindruck, stats um eine Harmonie (zu zweit oder in der Gruppe) bemüht zu sein. So kann es pasieren, dass der "Nette" sich selbst zu sehr zurück nimmt, nicht authentisch ist und sein Augenmerk zu sehr auf andere hat- wie könnte sie sich jetzt fühlen? Habe ich etwas falsches gesagt? usw. Einfühlungsvermögen und Rücksicht auf andere ist etwas schönes aber wenn es jemand übertreibt, bekommt man den Eindruck, er selbst nimmt sich zu sehr zurück, um von anderen gemocht zu werden und das ist einfach unattraktiv.
Das heißt aber nicht, dass man bewusst provozieren muss. Aber Du kannst Dich ja mal in einer gegebenen Situation fragen, ob Deine Reaktionen, Antworten wirklich authentisch sind, oder eher ein bemühen darum, anderen zu gefallen.
Ich stehe wie gesagt nicht auf Alphatypen aber durchaus auf Menschen, bei welchen ich merke, dass sie bei sich bleiben und auch mal etwas sagen, was für das Gegenüber nicht unbedingt angenehm ist. Auch das Unangenehme oder leicht provokative kann reizvoll sein weil es manchmal der "Wahrheit" näher kommt, als ein "netter" Kommentar.
Ein Mensch, der auch mal Disharmonie aushält und nicht von allen gemocht werden will, hat ein gutes Selbstbewusstsein und "braucht" andere Menschen nicht so sehr wie ein harmoniebedürftiger Mensch und ja, das ist attraktiv.
Ich habe so einen besonders netten Mensch neulich gerade erlebt. Eine Frau, der man mehr als deutlich ansah, dass sie sich in Sekundenschnelle dem Gegenüber anpasste und überhaupt nicht bei sich blieb. Sie lächelte unentwegt und man konnte deutlich spüren, dass das Lächeln nicht aus einem inneren Gefühl kam, sondern dazu diente, dass das Gegenüber sich wohl fühlte. Sie passte ihre Antworten und Reaktionen dem Gegenüber an...Eigentlich eine sympathische Frau...aber diese Anpassung führte dazu, dass auch ich innerlich auf Distanz ging. Das ist einfach unangemehn wenn sich jemand so sehr selbst verleugnet um gemocht zu werden.
Das ist jetzt ein Extrem und ich will Dir nicht unterstellen, dass Du dich derartig an deinen Gesprächspartner anpasst aber es veranschaulicht sehr gut das Problem.
Menschen, die auch mal anecken, prpvozieren, anderen nicht nach dem Mund reden, kommen tatsächlich ganz gut beim anderen Geschlecht an. Die künstliche Variante ist der Badboy, der das bewusst inszeniert, um die Frauen heiß zu machen. Das mag am Anfang auch ganz gut funktionieren...sobald der geschauspielterte Badboy sich aber verliebt, wird es schwieriger...
Darum lieber authentisch sein...Ist man es wirklich, eckt man schon genug an
p.s. auf jemanden einzugehen weil man sich denkt, dann wird es schon was..., ist vielleicht auch eine etwas falsche Einstellung. WENN man auf jemanden eingeht, dann sollte es aus ehrlichem Interesse geschehen. Ist kein tiefes Interesse vorhanden, kann man es auch sein lassen. Auch ich gehe mal auf eine Freundin tiefer ein, die gerade Liebeskummer hat, obwohl ich vllt. gerade lieber ein spannendes Buch lesen möchte aber ich gehe nicht grundsätzlich auf jeden ein, der mir begegnet...etwas weil ich meine, dann gemoch und nett gefunden zu werden.