Zitat von Snipes: sie ist kein schlechter Mensch
Nein, aber sie ist ein Mensch mit toxischen Verhaltensmustern. Sowas genügt, um sie schon beim Daten "auszusortieren".
Von Ferndiagnosen lasse ich die Finger, zumal das letzten Endes irrelevant ist. Fakt ist - wie auch Du selbst festgestellt hast:
Zitat von Snipes: Sie kann nicht anders
Eben. Und deshalb
wird sie auch nicht anders. Und da sie nicht anders wird,
taugt sie nicht für eine Lebensgemeinschaft. So einfach ist das.
Was mich betrifft, ich habe über die Jahre auch platonische Freunde und Bekannte aus diesem Grund aussortiert, weil es einfach nicht mehr ging. Das fiel mir wirklich schwer, bis heute denke ich imme rmal wieder an diese Menschen zurück. Aber letztlich mußte es sein. Allein an wieviel Stellen ich mich anschließend "freier" fühlte, bestätigt es mir bis heute.
Ich lehne es ab, Menschen in "gut" oder "böse" bzw. "schlecht" einzuteilen, für sowas ist mein überirdischer Schöpfer zuständig, aber sicher nicht meine Wenigkeit. Es gibt allerdings welche, deren Verhalten ist untragbar, da überanstrengend für mich; auch einige wenige, die bei Tageslicht sogar regelrecht monströse Züge aufwiesen. Und zwar so sehr, daß es Rückschlüsse auf ihr Verhalten zuließ, wäre man ihnen in einem anderen System hilflos ausgesetzt. Mehr mag ich dazu nicht sagen; mir hat das kalte Grauen gereicht das mich innerlich durchzog, als ich das nach näherem Kennenlernen schließlich entsetzt realisierte.
Zitat von Snipes: ich springe auf genau dieses Muster an.
Zitat von Snipes: Der Unterschied zwischen uns ist nur, dass ich mich in Frage stelle, reflektiere, meinen Anteil sehe und an mir arbeite anstatt in die Opferrolle zu verfallen.
Dann nimm sie nicht länger in Schutz, sondern tu das auch und setz Dich damit auseinander, was in Eurer Kennenlernphase schiefgelaufen ist - und zwar bei Dir. Denn auch wenn wir sie nicht als "schlechten" Menschen verunglimpfen müssen, so steht doch wohl fest, daß Du ebensogut in eine Kloschüssel hättest greifen können, was die Qualität Deiner Beziehung mit ihr betrifft. Wie also kannst Du Dich künftig besser schützen?
Jedenfalls definitiv nicht so:
Zitat von Snipes: Es war keinerlei Einsicht oder gar Besserung in Sicht, also musste ich mich schützen und gehen.
Allerdings
waren da bereits zwei kostbare Jahre Deines zum Glück noch jungen Lebens mit ihr verdaddelt.
Schützen hätte bedeutet, daß Du all die Red flags ernst
nimmst, die Du schon lange vor Deinem Einzug bei ihr sehr wohl sehen und wahrnehmen
konntest, aber mit dem Anspruch beiseite gewischt
hast, Du könntest diese Frau noch ändern.
Niemand wird sich für Dich ändern. Und das sollte auch keiner. Wenn überhaupt, dann müssen Menschen das schon für sich selbst tun, unabhängig davon, ob es gerade einen Partner in ihrem Leben gibt oder nicht. Wobei junge Menschen sich noch eher ändern werden als fertig geprägte Erwachsene - geschweige denn jemand mit einer handfesten Persönlichkeitsstörung.
Sich zu ändern, ist eine enorme Mutprobe und megaharte Arbeit. Die wenigsten schaffen das wirklich und wenn, dann bitte mit einem klinischen und nicht dem eigenen Partner als Therapeuten, selbst wenn dessen Beruf Beziehungscoach ist und er anderen Menschen mit deren Problemen sehr wohl weiterhelfen konnte.
Du würdest auch als Kardiologe hoffentlich nicht hergehen, und den Herzfehler Deiner eigenen Partnerin selbst operieren wollen, oder? Es gibt Grenzen, die haben nichts mit Fachwissen, aber umso mehr mit gesundem Selbstschutz zu tun. Meines Erachtens solltest Du Deine nochmal gründlich überprüfen und Dich dabei auch ernsthaft fragen, woher eigentlich Deine grundinnere Überzeugung rührt, der einzige zu sein, der die Beziehung am Laufen halten müsse. Oder auch jene, die Dich davon abhält, angesichts bestimmter Red flags schon in der Kennenlernphase voll in die Eisen zu steigen und den Rückwärtsgang einzulegen.
Laß Deinen Beruf Beruf und den Leistungssport Leistungssport sein - aber was Beziehungen betrifft, wirst Du künftig lernen müssen, weniger zu investieren und es Dir selbst wert zu sein, auch Deine Dates bzw. daraus entstandenen Partnerinnen mal Gas geben zu lassen. Du mußt nicht mal "nein" sagen dafür. Es reicht schon, sich schlicht weniger da reinzuhängen.