Tunk
Gast
ich verstehe Deine Motivation aber ich würde mit der Entscheidung noch warten. Enttäuschung und Wut sind nicht an sich schlecht, heißt, man muss sie nicht um jeden Preis verleugnen aber zu große Wut kann sehr blind für eigene Handlungen machen. Handlungen, die Du später möglichweise bereust.
Ich würde meine "Vorgängerin" offen anhören und wäre sogar dankbar, gewarnt zu werden. Ich würde es sehr ernst nehmen. Wenn sie Dir nun aber mehr als gleichgültig ist, und es Dir einzig um das Ablassen Deiner Wut geht, dann wirst Du das mitkommunizieren und das wird ein größeres Gewicht haben als Deine Worte.
Was heißt schon "Ich würde...", ich habe...Meine Vorgängerin suchte mich auf um mit mir zu reden. Doch sie selbst wirkte so sehr neben der Spur, so von Hass durchdrungen und auch nicht offen mir gegenüber, dass ich mich damals fragte, wer von beiden- mein Ex oder sie das größere Problem hat. Sie war mir nicht zugewandt, ich ihr schon. Ich spürte, dass sie in blinder Wut handelte. Trotzdem nahm ich sie ernst und war alarmiert. Ihre Worte trugen auch dazu bei, dass ich mich trennte.
Ich war nicht mehr naiv genug um noch ernstlich anzunehmen, dass ich nun diejenige bin, die den armen Kerl mit meiner Liebe erlöst bzw. dass er besser mit mir umgehen würde und seine Ex nur eine durchgedrehte Person ist. Ich wusste, dass es so eine Einseitigkeit nicht gibt.
Sehr wichtig ist es, diese Enttäuschung und Wut irgendwie zu verarbeiten. Diese Enttäuschung habe ich ja auch erlebt. Aber ich habe für mich entschieden, dass es viel wichtiger ist, mich zu fragen, warum ich einen so lieblosen Menschen so nah an mich heran gelassen habe. Was ist mit mir los? Was kann ich tun, damit ich erfüllt bin? Wer ist um mich, der mir zugeneigt ist? etc.
Der Blick auf ihn lenkt mich nur davon ab.
Statt in den kranken Strukturen um Gerechtigkeit zu kämpfen, die kranken Strukturen verlassen und sich Gutes tun. Das ist mein Rat.
Lieben Gruß