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Neue Liebe alte Sorgen

willan

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Zitat von Lila32:
Wenn er bei mir is räumt er sogar die Spülmaschine ein und aus.
:lol: Sogar ... irgendwie witzig.

Lass es doch mal laufen. Finde es eine gute Idee Dich wieder mehr auf Dich selbst zu konzentrieren. Meine persönliche Meinung dazu ist, ist es passt einfach nicht und Du suchst gerade noch Entschuldigungen für ihn, für Dich, aber das Gefühl ist definitiv nicht rund und gut. Beobachte es einfach mal weiter wie es sich entwickelt.

03.01.2019 11:38 • x 2 #31


Lila32

Zitat von Sorgild:
Erschreckend, diese Parallelen. Meiner ist auch erst mit 29 aus dem Haus seiner Eltern in seine eigene Wohnung gezogen. Besser gesagt, die haben ihn rausgeschmissen. Und eine Woche nach seinem Einzug sass ich schon mit bei ihm am Tisch. Mama Ersatz? Kann ich bestätigen. Da kommst du gar nicht dran vorbei. Zusammenwohnen war ein großer Fehler. Das Problem war, ich war die beziehungserfahrene von uns beiden. Er hat in unserer gemeinsamen Zeit Fehler gemacht, die ich selbst vor zehn Jahren oder so gemacht habe. Aus denen ich längst gelernt und Konsequenzen ergriffen habe. Und nun durfte ich mir das alles ein zweites Mal geben und konnte regelrecht dabei zuschauen, wie er auf die Nase fliegt. Hinterher hieß es dann schon: Ja, hast Recht, war Mist. Aber den Ärger dazwischen, den durfte ich aushalten. Für mich kommt jedenfalls kein Mann mehr in Frage, der nicht wenigstens eine lange und stabile Partnerschaft gepflegt hat.


Er hatte eine 2 jährige Beziehung mit 20 oder so.
Ich sage er hatte keine weil er einfach keine brauchte. Der war und ist völlig zufrieden mit seinem Leben gewesen. Mit dem feiern,Mama macht alles, er verdient sein Geld und hat keinerlei Verantwortung. Jetzt sagt er das er das so alles nicht mehr will und auch nicht mehr braucht und eine Familie möchte. Ist auch in Ordnung soweit aber ich möchte da halt nicht hinhalten weil er Torschusspanik bekommt (das is jetzt ne Unterstellung). Ihm ist denke ich nicht klar was es bedeutet eine Beziehung zu haben und dann auch noch mit jemandem der ein Kind hat. Er ist bemüht,das kann ich nicht anders sagen aber manchmal kommt der kleine Junge raus der machen kann was er will...
Ich werde was zusammen ziehen und solche Sachen betrifft skeptisch bleiben und ihm weiterhin sagen das sowas nicht so einfach mal geht und er erstmal schauen soll das er das was er jetzt hat unter einen Hut bringen soll. Vorher läuft da mal gar nix.
Aber schon komisch das man doch immer wieder parallelen findet.

03.01.2019 11:52 • #32


Lila32

Zitat von willan:
:lol: Sogar ... irgendwie witzig.

Lass es doch mal laufen. Finde es eine gute Idee Dich wieder mehr auf Dich selbst zu konzentrieren. Meine persönliche Meinung dazu ist, ist es passt einfach nicht und Du suchst gerade noch Entschuldigungen für ihn, für Dich, aber das Gefühl ist definitiv nicht rund und gut. Beobachte es einfach mal weiter wie es sich entwickelt.


Werde ich auch so machen. Bei manchen Dingen kann man drüber stehen und andere gehen halt nicht. Dann muss ich das wohl härter raushauen. Mit fällt das in den Momenten wo sowas is oft schwer weil ich das nie gelernt hab. Das kommt dann oft später was blöd is weil das dann so einen Touch von nörgeln hat. Das muss ich üben. Denke aber das wird leichter wenn ich wieder mehr nach mir schaue...

Vielen Dank nochmal euch allen das ihr euch die Zeit genommen habt!

03.01.2019 11:55 • #33


nalea

Ich war in einer sehr ähnlichen Lage als ich meinen Mann kennenlernte. In der Beziehung davor wurde ich belogen und schleichend und zunehmend herabgewürdigt, bis ich am Ende bereit war zu glauben, dass ich tatsächlich die schreckliche Person war, zu der mich der Ex und seine Familie mich stempelten. Seine letzten Worte waren:" So wie du dich benimmst, kann dich niemand lieben. Du hast es gar nicht verdient glücklich zu sein."

Das hat tiefe Spuren hinterlassen.

Als ich dann nach einem halben Jahr nach Beziehungsende meinen Mann kennenlernte, war ich innerlich noch in diesem tiefen Schock. Mein Mann und ich wussten sofort, dass unsere Suche zu Ende war, als wir uns das erste Mal gesehen haben. Wir sind auch nach 10 Jahren sehr glücklich miteinander und sicher, dass wir das beste sind, dass uns passieren konnte. - Am Anfang jedoch, hat mein Kopf, ähnlich wie bei dir, Anzeichen für eine Wiederholung der Verletzungen aus der Vorbeziehung gewartet. Und wie es am Anfang auch normal ist, haben wir uns von unseren früheren Beziehungen erzählt. Als ich dann mal wieder gesagt habe: "Ich bin doch nicht so gut, wie du es denkst", hat mein Mann etwas sehr Bemerkenswertes gesagt: "Wenn du dich weiterhin schlecht machst, werde ich es irgendwann auch glauben." - Das war der Weckruf.

Ich habe erkannt, dass ich, wenn ich weiter wiederhole was mir in meiner vorhergegangenen Beziehung gesagt wurde, erfülle ich den Job meines Ex und seiner Familie weiter. Sogar ohne ihr aktives Zutun! Ich war am Punkt zu entscheiden, ob ich ein neues Leben mit mir als der gesunden Person, die ich einmal war, wollte, oder ob ich ein Leben lang in der Echo-Kammer und dem Gefängnis des Ex leben wollte. Ich habe meinem Mann dann davon erzählt und wir haben ein Zeichen ausgemacht, das er mir gibt, wenn ich wieder, oft unbewusst, anfange mich schlecht zu machen.

So ein Signal könntest du für dich selbst ausmachen. "Wenn ich wieder Verdacht hege, dann sage ich mir XY oder mache XY." Wenn man die Gedankenkette oft genug unterbricht, koordinieren sich die Gedanken neu. Das ist am Anfang schwierig, aber je häufiger man es macht, umso schneller hält das Kopfkino an.

Ich wünsche dir alles Gute! Lass dein altes Leben los und schau nicht mehr zurück :)

03.01.2019 12:09 • x 3 #34


Lila32

Zitat von nalea:
Ich war in einer sehr ähnlichen Lage als ich meinen Mann kennenlernte. In der Beziehung davor wurde ich belogen und schleichend und zunehmend herabgewürdigt, bis ich am Ende bereit war zu glauben, dass ich tatsächlich die schreckliche Person war, zu der mich der Ex und seine Familie mich stempelten. Seine letzten Worte waren:" So wie du dich benimmst, kann dich niemand lieben. Du hast es gar nicht verdient glücklich zu sein." Das hat tiefe Spuren hinterlassen. Als ich dann nach einem halben Jahr nach Beziehungsende meinen Mann kennenlernte, war ich innerlich noch in diesem ...


Bei mir ist das Problem eher das er mir durch SEIN Verhalten das gefühl gibt. Mein Kopf sagt dann...siehste, es ist wieder so und ich verfalle in Panik. Ich versuche dann mich selbst zu beruhigen weil es genügend Dinge gibt die gut sind bis eben auf kleinigkeiten. "Was, wenn er gelogen hat" oder "was, wenn es nur darum geht jemanden zu haben, egal wen" aber das mache ich ja selbst mit mir.
Bei anderen Dingen wie sich Zeit nehmen oder so bin ich oft hin und her gerissen zwischen " er kennt es nicht anders"
" man muss auch mal Zeit ohne den anderen haben" und " eigentlich sollte das selbstverständlich sein" " was, wenn es wieder jemand ist dem es nur um die eigenen Bedürfnisse geht"
Wie schon erkannt werde ich Achtsam sein müssen und was sagen wenn es zu blöd wird. Wie ein normaler Mensch eben.

03.01.2019 12:24 • #35


nalea

Gerade am Anfang einer Beziehung gebt es viele Missverständnisse. Eine gemeinsame Kommunikationsform entsteht ja erst nach einiger Zeit.

Was wäre, wenn er mit dem Zeit für sich haben wollen, einfach nur meint, dass er zwischendurch gerne mal für sich ist. Oder die Erfahrung gemacht hat, dass andere Frauen früher geklammert haben und es ihm damit schlecht ging? Tatsächlich ist es normal nicht 24/7 aufeinander zu hocken oder schreiben. Vielleicht möchte er nur von Anfang an klar machen, dass er seine Hobbys weiter verfolgen möchte. Wenn er klar ist im Aussprechen seiner Bedürfnisse, hast du die Möglichkeit das Gleiche zu tun. Wenn es aber so ist, dass der eine als egoistisch den Zeitplan bestimmend wahrgenommen wird, ist das eher schlecht für die Beziehung. Egal, ob es der Zeit-für-sich-Braucher oder der Gemeinsam-machen-wir-alles-Part ist. Was genau stört dich an der Aussage, dass er Zeit für sich braucht? Was triggert das bei dir? Welche Vermutungen und Verdachte keimen da bei dir auf?

03.01.2019 12:42 • #36


Lila32

Zitat von nalea:
Gerade am Anfang einer Beziehung gebt es viele Missverständnisse. Eine gemeinsame Kommunikationsform entsteht ja erst nach einiger Zeit.

Was wäre, wenn er mit dem Zeit für sich haben wollen, einfach nur meint, dass er zwischendurch gerne mal für sich ist. Oder die Erfahrung gemacht hat, dass andere Frauen früher geklammert haben und es ihm damit schlecht ging? Tatsächlich ist es normal nicht 24/7 aufeinander zu hocken oder schreiben. Vielleicht möchte er nur von Anfang an klar machen, dass er seine Hobbys weiter verfolgen möchte. Wenn er klar ist im Aussprechen seiner Bedürfnisse, hast du die Möglichkeit das Gleiche zu tun. Wenn es aber so ist, dass der eine als egoistisch den Zeitplan bestimmend wahrgenommen wird, ist das eher schlecht für die Beziehung. Egal, ob es der Zeit-für-sich-Braucher oder der Gemeinsam-machen-wir-alles-Part ist. Was genau stört dich an der Aussage, dass er Zeit für sich braucht? Was triggert das bei dir? Welche Vermutungen und Verdachte keimen da bei dir auf?


Das ist nicht mein Problem. Ich bin froh das er Hobbys hat und diesen auch nachgeht. Mir ist es genauso wichtig das ich meine Zeit für mich habe und Dinge ohne ihn tue.
Mir geht es lediglich darum das er den Zeitplan vorgibt und davon ausgeht das dass dann bei mir passen soll. Wenn ich aber was vorhabe findet er es zwar traurig ist aber nicht bereit einen Kompromiss zu finden. Dann ist das eben so. Ich hab halt oft mehr unter einen Hut zu bekommen und schaffe es nicht mich dann "zu richten". Das ist aber eher ne kleinigkeit weil ich wie gesagt genug zu tun hab und abends nicht weinend auf dem Sofa liege wenn er nicht da is

03.01.2019 13:44 • #37


Urmel_

Urmel_

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Zitat von Lila32:
Ich habe die Befürchtung das ich mich ohne es zu wollen emotional abhängig gemacht habe aus einem mangelndem Selbstwergefühl.

Ich an Deiner Stelle hätte eher die Befürchtung, dass ich mir meine eigene Beziehung kaputtmache.

Und dann würde ich mir Sorgen machen, warum ich schon jetzt die Weichen im Geiste stelle, eine ähnliche Beziehung zu konstruieren, wie ich sie schon zweimal hatte.

Und dann würde ich drüber nachdenken, dass wenn ich ich zweimal schon solche Beziehungen hatte, die dritte Beziehung schon wieder in Schräglage kommt, wo denn meine Anteile liegen.

Du bist selber verantwortlich, in den ersten beiden beziehungen gewesen zu sein. Und nun bist Du dafür verantwortlich, eine Beziehung auf links zu krempeln, obwohl der Mann angeblich ganz anders ist.

Und was ist die Konstante dabei? Du.

Geh mal zur Gesprächstherapie und lass Dir mal beim Ordnen Deiner Gedanken helfen. So wird das nix.

03.01.2019 13:52 • #38


Lila32

Zitat von Urmel_:
Ich an Deiner Stelle hätte eher die Befürchtung, dass ich mir meine eigene Beziehung kaputtmache.

Und dann würde ich mir Sorgen machen, warum ich schon jetzt die Weichen im Geiste stelle, eine ähnliche Beziehung zu konstruieren, wie ich sie schon zweimal hatte.

Und dann würde ich drüber nachdenken, dass wenn ich ich zweimal schon solche Beziehungen hatte, die dritte Beziehung schon wieder in Schräglage kommt, wo denn meine Anteile liegen.

Du bist selber verantwortlich, in den ersten beiden beziehungen gewesen zu sein. Und nun bist Du dafür verantwortlich, eine Beziehung auf links zu krempeln, obwohl der Mann angeblich ganz anders ist.

Und was ist die Konstante dabei? Du.

Geh mal zur Gesprächstherapie und lass Dir mal beim Ordnen Deiner Gedanken helfen. So wird das nix.


Also ich denke ich schaffe es ganz gut mich selbst zu reflektieren. Ich bin ein gebranntes Kind das ist einfach so. Und natürlich hat das einen Grund warum man immer wieder an den gleichen Typ Partner kommt. Ich habe lange Zeit Therapie gemacht um Dinge für mich so ordnen.
Leider ist es so das manche Dinge so verwurzelt sind und man automatisch immer wieder schauen muss was da eigentlich gerade los ist. Und manchmal spielen eben das bauchgefühl und der Kopf verrückt und man schafft es nicht allein aus dem Gedankenkarusell raus zu kommen.
Das Problem bin sicher zu einem gross teil ich weil wie du schon gesagt hast ich in der Beziehung bin und dazu ja nicht gezwungen werde. Trotz allem hilft es ja sich die Meinung anderer anzuhören um vielleicht zu einem Ergebnis zu kommen.

03.01.2019 14:01 • #39


nalea

Was du nicht aus den Augen verlieren solltest ist, dass du nicht nur dir selbst Schaden zufügst. Dein Freund wird dich lieben und wenn du in deinem alten Modus dreht, wird er die Auswirkungen deiner alten Mustern und Denkweisen ebenfalls spüren und möglicherweise von ihnen verletzt.

Kann es sein, dass du noch nicht soweit bist, außerhalb deiner Wahrnehmung für dich auch seine Gefühle gut zu erfassen? Bist du möglicherweise noch im "Kampfmodus" und hast das Gefühl dich weiter schützen zu müssen?

03.01.2019 14:10 • #40


Urmel_

Urmel_

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7630
Zitat von Lila32:
Und manchmal spielen eben das bauchgefühl und der Kopf verrückt und man schafft es nicht allein aus dem Gedankenkarusell raus zu kommen.

Aber da hast Du doch Deine Antwort.

Dein Partner kann DIr da nicht helfen. Er wird es versuchen, er wird unsicher werden, er wird gläsern für Dich werden und am Ende ist er Dir zu langweilig, weil er nur noch auf Eiern geht.

Und wenn Du das Problem nicht lösen kann, Dein Partner auch nicht, ja, was bleibt denn dann über? Ab zum Doc.

03.01.2019 14:11 • x 1 #41


nalea

@Urmel
Zitat: Dein Partner kann DIr da nicht helfen. Er wird es versuchen, er wird unsicher werden, er wird gläsern für Dich werden und am Ende ist er Dir zu langweilig, weil er nur noch auf Eiern geht.

Genauso. Entweder auf Eiern gehen oder so manipuliert durch deine Vorahnungen, dass er sich am Ende so verhalten wird, wie du es jetzt befürchtest. Dann seid ihr getrennt - du aber mit dem guten Gefühl " Ich hab's ja gewusst!".

Es gibt tatsächlich selbsterfüllende Prophezeiungen. Ich sehe nach dem as ich von dir lese, dass du dir hier gerade eine schaffst. Die Frage ist, wozu du das machst. Was hast du davon? Wie fühlt es sich an, auch das Fundament für die Traurigkeit deines Freundes zu legen, der ja ebenfalls unter Stress und Trennung leiden wird?

Steig aus deinem eingefahrenen Verhalten aus. Überprüfe von Zeit zu Zeit, wie es dir in der neuen Beziehung geht, verdamme sie aber nicht, bevor sie richtig angefangen hat.

Was den Zeitplan angeht, den er bestimmt, prüfe, ob er insgesamt ein Planer ist und wenig spontan. Oder ob es faktische Gründe wie Fahrt oder Trainingszeiten gibt, die ihn wenig flexibel sein lassen. Gehe erst einmal vom Positiven aus :freunde:

03.01.2019 14:42 • x 1 #42


Lila32

Zitat von Urmel_:
Aber da hast Du doch Deine Antwort.

Dein Partner kann DIr da nicht helfen. Er wird es versuchen, er wird unsicher werden, er wird gläsern für Dich werden und am Ende ist er Dir zu langweilig, weil er nur noch auf Eiern geht.

Und wenn Du das Problem nicht lösen kann, Dein Partner auch nicht, ja, was bleibt denn dann über? Ab zum Doc.


Ich schaffe es dank einer langjährigen Therapie mich mittlerweile sehr gut selbst zu reflektieren. Allerdings denke ich, ist es erlaubt das man mal ins schwanken kommt. Manche Dinge sitzen so tief das immer wieder Zeiten kommen wo man sich sortieren muss. Und man kann ja auch erstmal klein anfangen und sich zum Beispiel hier Hilfe suchen.
Wie du bei mir siehst kommt man ja auch manchmal so zu einem Ergebnis.
Manche Dinge sind einfach nicht sofort greifbar und man steht da mit einem Bauchgefühl was man nicht einordnen kann. Manchmal berechtigt weil wirklich was war. Das spreche ich an und gut is. Andere Dinge liegen allein an mir und meinem Katastrophendenken. Ich sehe es genauso das ich ihn damit nicht belasten sollte weil es ihn nur verunsichert. Ich verhalte mich ihm gegenüber auch nicht komisch sondern habe es bis jetzt immer relativ schnell geschafft wieder rational an die Sache ran zu gehen. Bis gestern.

Heute bin ich wieder sehr viel klarer und weiß das ich es selbst in der Hand habe. Damit kann ich mich selbst beruhigen und warte einfach ab was noch so kommen wird.
Auch euch sage ich danke

03.01.2019 15:21 • x 1 #43


Gretel

Gretel

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1970
Zitat von Lila32:

Also ich denke ich schaffe es ganz gut mich selbst zu reflektieren. Ich bin ein gebranntes Kind das ist einfach so. Und natürlich hat das einen Grund warum man immer wieder an den gleichen Typ Partner kommt. Ich habe lange Zeit Therapie gemacht um Dinge für mich so ordnen.
Leider ist es so das manche Dinge so verwurzelt sind und man automatisch immer wieder schauen muss was da eigentlich gerade los ist. Und manchmal spielen eben das bauchgefühl und der Kopf verrückt und man schafft es nicht allein aus dem Gedankenkarusell raus zu kommen.
Das Problem bin sicher zu einem gross teil ich weil wie du schon gesagt hast ich in der Beziehung bin und dazu ja nicht gezwungen werde. Trotz allem hilft es ja sich die Meinung anderer anzuhören um vielleicht zu einem Ergebnis zu kommen.


Zitat von arjuni:
Hallo Lila,

es kann auch sein, dass es Dir einfach unglaublich schwer fällt, das Glück und die gute Beziehung "auszuhalten".

Dein Gehirn ist gewohnt, dass in Beziehungen alles schlecht läuft, dass Du schlecht behandelt wirst, belogen wirst, dass Du leidest. Vielleicht war es sogar auch schon in Deiner Kindheit so, dass Deine Eltern nicht immer das Beste für Dich getan haben. Nun bist Du auf einmal in einer für dich völlig neuen, und somit ungewohnten Situation.

Das Gehirn stuft alles was neu und unbekannt ist, grundsätzlich erstmal unter der Überschrift "Alarm" ein. Alle erlernten Gedanken über Dich selbst ("Immer gerate ich an schlechte Männer", "Ich habe es nicht verdient, gut behandelt zu werden", "Ich bin es nicht wert") sind auf einmal womöglich nicht mehr gültig. Das bedeutet großen Stress für Dein Gehirn. Und Du fühlst Dich automatisch unwohl. Und deshalb sucht Dein Gehirn krampfhaft nach irgendwelchen Fehlern (Vergangenheit, Ex-Freundinnen etc.).

Das ist auch genau der Grund, warum sich viele Menschen immer wieder in gleiche schädigende Situationen begeben. Beispiel: Frauen, die immer gewalttätige Männer hatten, sagen oft: "Wenn 10 Männer an der Bar stehen, dann suche ich mir mit Sicherheit ausgerechnet den einen aus, der wieder gewalttätig ist." Eben weil es für das Gehirn leichter ist, sich in gut bekannten Situationen zurecht zu finden.

Schau, dass Du Dich von Deinen negativen Gedanken distanzieren kannst. Erkenne sie als Gedanken und nicht als Wahrheit! Nimm sie wahr, aber sage Dir "Das sind nur Gedanken". "Sie dürfen da sein, aber ich brauche sie nicht ernst zu nehmen." Und dann lass sie wieder ziehen.

Und dann sieh auf das, was die Realität ist, was da ist: ein Mann, der Dich und Deine Tochter liebevoll behandelt und Dir gut tut! Und Du bist es wert, und darfst es Dir erlauben, so einen Mann an Deiner Seite zu haben!

Alles Liebe wünscht

Arjuni

09.01.2019 18:56 • x 1 #44




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