Zitat von a.zdew:Das mit dem innerlichen „Nein“, hat geklappt! Juhu!
Die Schlüssel sind abgegeben, fand mein Sohn zwar nicht schön aber hat es akzeptiert, mich umarmt und Küsschen gegeben! Ich habe ihm angeboten, dass er zu mir kommen kann, wenn er kein Essen hat, dann koche ich eben halt bei mir oder gehe mit ihm in ein Restaurant! Geht doch auch oder!?
War aber schwer, oha!
Aber du hast es geschafft und eine Lösung für dich und deinen Sohn gefunden. Das ist doch klasse!
Sooo schwer ist das mit dem "Nein!" sagen gar nicht, oder? Am Anfang ist es sicher ungewohnt und vermittelt einem das Gefühl, egoistisch zu sein und skrupellos. Aber diesem Gefühl darfst du nicht die Oberhand gewinnen lassen. Ein gesunder Egoismus dient deinem eigenen Wohlbefinden.
Ich find´s toll, dass du für dich die Möglichkeit erkannt hast, ja auch bei dir zu Hause für deinen Sohn sorgen zu können. Da er kein Kleinkind mehr ist, ist er auch nicht an die gewohnte Umgebung gebunden. Schließlich ist sein Papa ja bei ihm und das vermittelt ihm ein Stück Sicherheit. Sicherheit, von dir wahrgenommen zu werden, Sicherheit, dass seine Bedürfnisse berücksichtigt werden und dass du als sein Fels in der Brandung immer für ihn da bist. Das ist für ein Kind Gold wert.
Zitat:Witzig ist, es lagen heute Gerichtspapiere auf dem Tisch, vom Arbeitsgericht. Zum besseren Verständnis, sie legte mir im Trennungsjahr immer alles auf dem Tisch, wenn Sie nicht weiß, was sie machen soll und rief mich dann später, wenn ich nicht mehr bei ihr war an, um zu erfahren, was sie tun soll, dass hatte ich auch immer getan!
Aber heute habe ich Neja`s Rat befolgt und wo ich ihre Nummer gesehen habe, einfach innerlich dreimal „Nein, nein, nein“ gedacht und es hat geklappt! Sie hat es mehrfach versucht, es hat auch mehrfach geklappt!
Ich glaube, in den meisten Beziehungen ist es so, dass einer immer den Papierkram regelte, sich um die Post, Anträge u. dgl. kümmerte. Nach einer Trennung bedeutet das für den anderen Neuland. Wenn man freundschaftlich auseinandergeht, kann man sich ja weiterhin bei bestimmten Dingen helfen, aber der andere muss auch lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen und seine Formalitäten selbst zu regeln.
Vor dieser Herausforderung steht deine Frau nun jetzt. Und davon wird sie erstmal nicht begeistert sein. Da muss sie aber durch. Eine Trennung bedeutet nicht nur Trennung von Tisch und Bett, sondern auch von Post und Schriftkram.
Zitat:Komisch, dass erzeugt zugleich ein Gefühl von, wie soll ich das beschreiben, meine Mundwinkel gehen nach oben, na, etwas Schadenfreude wird es wohl sein!
Ich denke, da spielt auch ein großer Teil Erleichterung mit rein, Erleichterung darüber, dass du es endlich geschafft hast, bisherige Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen und die Entscheidung zu treffen, hier einen Punkt zu setzen.
Zitat:Vielleicht kann sie ja mal selbst sich mit den Schreiben auseinander setzen (sie hat beide Fälle gewonnen, den ersten sowieso und der zweite da bittet der Gegner um einen Vergleich auf den sie gar nicht eingehen muss, da das Gericht seinerseits den angemahnt hat, seine Schuld zu begleichen!) Niedlich, jetzt soll sie mal selbst nachdenken!
Wenn sie nicht dumm ist, wird sie schon dahinter kommen.
Zitat:Ja und ich renoviere auch nicht bei ihr, kann sie vergessen!
Juhu, danke Neja! Top Gefühl!
Wie gesagt, es geht nicht darum, deiner Frau jegliche Hilfe zu versagen. Es kommt auf den Ton an und sie muss lernen, ihr Leben und alles, was dazu gehört selbst und eigenverantwortlich zu regeln.
Zitat:Tja, mit meiner neuen Bekanntschaft, mal sehen, ich träume zwar schon von und mit ihr, möchte aber lieber nichts überstürzen! Auch verhält sie sich, als sie erfahren hat, was ich so beruflich mache, etwas distanziert, fast wie eine Sekretärin!
Es ist gut, dass du den Vorsatz gefasst hast, nichts überstürzen zu wollen. Das würde nämlich in die Hose gehen! Lass dir Zeit und vor allem verarbeite erst einmal eine Beziehung, bevor du dich in die nächste begibst.
Ich weiß nicht, was du beruflich machst und das geht mich auch nichts an, aber manche Berufe verursachen wahrscheinlich Ehrfurcht und Respekt beim anderen. Darum ist sie vllt ein wenig verhalten und wirkt distanziert. Gib ihr Zeit! Wenn sie sich genauso viele Gedanken um dich macht wie du um sie, dann wird das schon.
Zitat:Fragen über Fragen, bilden sich da bei mir, ist sie es? Ist sie es nicht?
Das wird bestimmt nicht einfach!
LG an euch alle!
Einfach kann auch jeder und ist langweilig!

Herausforderungen machen das Leben doch spannend!
Ich wünsche dir viel Spaß!
