Zitat von Hermine47:Bloß nicht, bitte ! In 90% der Fälle werden dann beide Kinder herausgenommen weil Mutter scheinbar nicht fähig ist ihre Kinder vor diesen Mann zu ...
Also Moment bitte, das stimmt schon mal überhaupt gar nicht. Auch die Zahl mit 90 Prozent der Fälle ist komplett aus der Luft gegriffen. Da hätten die Jugendämter viel zu tun, wenn sie bei jeder verbalen Drohung Kinder aus Familien nehmen.
Die Wahrheit hier wird irgendwo in der Mitte liegen. Fakt ist, dass TE, ihr Sohn und Partner schon zwei Jahre zusammen leben. Das spricht übrigens für den Partner, fernab der Narzismus-Hobbydiagnosen.
Dass er beim gemeinsamen Zusammenleben mitsprechen will, ist ihm nicht zu verdenken; die Art und Weise ist strittig und man liest viel Überforderung raus.
Ein Teenager mit diesen Diagnosen ist eine Herausforderung. Wenn im sinne des Sohnes (und auch der Tochter) gehandelt werden soll, dann braucht es zum funktionieren ein stabiles und verlässliches Umfeld und ganz klare Regeln - das heißt auch, dass man sich gegenseitig bei der Erziehung nicht untergräbt.
Wissen kann das aber nur die TE, ob der Partner tatsächlich zu streng ist oder sie zu lasch. Wenn sie ihr Kind kennt, wie sie schreibt, wird sie sich auch über den Umgang mit seiner Diagnostik befasst haben und „was am besten funktioniert“.
Der Junge ist kein Kleinkind mehr, sondern hat nicht mehr lange bis zum Eintritt ins Arbeitsleben. In der Schule erfährt er die Konsequenz seines Handelns (Verweis), zu Hause gibt es einen Tag Medienverbot. Da ist schon eine kleine Diskrepanz in der Methodik.
Die TE kann mit den Kindern jetzt ausziehen, die Probleme nimmt sie aber mit. Ich schrieb schon, dass es zwei sind - die Paar- und die Erziehungsebene.
Welche Lösung die beste für sie und die Kinder ist, weiß nur sie.
Merkwürdig finde ich, dass der Sohn dem Partner gegenüber äußert, bleiben zu wollen. Das würde ich weniger als Manipulation durch den Partner sehen, sondern eher, dass der Sohn evtl schon weiter ist, als die TE selbst und diesen mehr respektiert als seine eigene Mutter, weil der ihm (wenn auch deutlich) aufzeigt, wo seine Grenze liegt.