sorellina
Mitglied
- Beiträge:
- 40
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 40
- Mitglied seit:
ich hab vor einiger Zeit hier über meine Trennung geschrieben und eurer Input hat mir sehr geholfen. Daher dachte ich vielleicht habt ihr ja auch wieder ein paar hilfreiche Worte zu meinem aktuellen Thema. Es geht um einen neuen Start, den gleichen Mann und die alten Probleme (ja ja, ich weiß, selbst Schuld 🤦♀)
Eine kurze Zusammenfassung meines letzten Threads: Ich hatte die Beziehung damals beendet weil nach diversen kleineren Vertrauensbrüchen und Lügen einfach kein Vertrauen mehr da war. Er hat dann am Ende eine Entscheidung getroffen für die es meinerseits eben dieses Vertrauen gebraucht hätte, welches aber nicht vorhanden war. Meine Kompromiss-Vorschläge hat er abgelehnt. Also habe ich mich dafür entschieden, die Beziehung lieber zu beenden, als unter seiner Entscheidung zu leiden.
Im Grunde ging es mir gut mit der Trennung. Ich hatte zwar weiterhin Gefühle für ihn, aber die negativen Erinnerungen haben mich darin bestärkt, dass es das Richtige war. Dennoch haben wir uns nach einigen Monaten wieder angenähert, die Erinnerungen sind irgendwann verblasst, die Gefühle geblieben. Nun sehen wir uns seit ein paar Monaten wieder, haben aber das Gespräch über Vergangenes anfangs komplett vermieden. Er ist generell jemand der sehr ungern über die Beziehung spricht, weil er meint man würde Dinge nur kaputt reden. Er empfindet Gespräche grundsätzlich als negativ und bedrohlich, weil sie nie kritiklos sind (da hat er natürlich Recht). Meistens enden unsere Gespräche tatsächlich im Streit, weil ich sehr emotional bin, was ihn in irgendeiner Weise triggert, so dass er sofort in die Defensive geht oder sauer wird. Er sagt er fühlt sich ständig unter Druck, und hat Angst vor den nächsten Vorwürfen über sein Verhalten. Allerdings geb ich mir schon sehr Mühe wenn ich meine Bedürfnisse ausdrücke und spreche in Ich-Botschaften. aber das reicht offenbar nicht.
Als es ernster wurde, hab ich dann doch das Gespräch gesucht. Dass mein Vertrauen aufgrund der Vorkommnisse natürlich nicht mehr da ist, dass ich sehr mit Verlustängsten zu kämpfen habe und dass er mir helfen muss es wieder aufzubauen. Dass ich mir mehr Partnerschaftsgefühl wünsche und möchte dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Das war okay für ihn.
Vor ein paar Tagen hat er mir dann gesagt, dass er über Weihnachten und Silvester eine längere Reise gebucht hat. Mit Freunden. Ohne mich. Diese Reise war schon lange geplant und ist ihm sehr wichtig.
Ich fühle mich komplett vor den Kopf gestoßen. Meine Verlustangst ist total getriggert. Ich habe sogar direkt vom Schlimmsten geträumt und bin nachts schweißgebadet aufgewacht. Mir ist bewusst, dass ich selbst an meiner Angst arbeiten muss. Aber sollte er mir nicht dabei helfen, nachdem er der Auslöser dafür war? Mehr Verständnis haben? Ich bin stinksauer, dass schon wieder etwas über meinen Kopf hinweg entschieden wird. Genau dieses Verhalten was vor ein paar Monaten zu unserer Trennung geführt hat! Nachdem er mir noch zugesichert hatte, er würde nun mehr auf meine Gefühle eingehen und mehr kommunizieren! Meine Gefühle kochen gerade so sehr über, dass ich mich frage, ob es ein Fehler war einen neuen Anlauf zu starten.
Er findet natürlich ich reagiere total über. Es wäre ja nur ein Urlaub. Er wüsste überhaupt nicht, was ich denn für ein Problem hätte. Er lacht darüber. Und mir ist zum weinen. Aber ich will das eigentlich nicht durchmachen, das werden Horror Feiertage für mich. Jetzt steh ich hier und bin total verwirrt. hat er Recht? Ist das ganz normal was er tut? Stimmt mit mir etwas nicht?😥