Zitat von Elfe11: Im neuen Freundeskreis schaue ich jetzt zuallererst auf Hilfsbereitschaft und Kommunikation, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Tierliebe, Ehrlichkeit.
Das finde ich gut. Hab einige Podcasts vom Paartherapeuten "Hemschi" gehört. Er ist manchmal nervig, aber das Konzept "Was sind meine Standards für Beziehungen und was sind die Dealbraker" habe ich mir gemerkt. Standards: Was brauche ich, damit es mir in einer Beziehung gutgeht (z. B. Zuverlässigkeit für Termine, Tierliebe) - und wenn zu viele davon fehlen, dann wird das nichts. Dealbraker: Was geht gar nicht (z. B. Lügen). Ist egal, ob Paarbeziehung oder Freundschaft. Und beim Daten solle man sich ab und zu seine Liste vor Augen rufen - Dealbraker? Dann nicht weitermachen ...
Zitat von Elfe11: Ich muss ihn endlich gehen lassen.
Ich fand gut, wie @acre das genannt hat, dieses "den Partner vermissen, der schon lange nicht mehr für einen da ist": Phantomschmerz . Wichtig scheint mir eine klare innere Entscheidung, vielleicht ohne muss, sondern mit will?
Wenn ich nicht loslasse, dann ist in mir der Platz für neue Begegnungen nicht frei. Und das wäre doch zu schade.
Zitat von Zitronenfalter2: sondern überhaupt irgendwas teilen zu können. Eben auch die alltäglichen Probleme. Genauso wie die Freude
Das alltägliche Teile von Problemen und Freude hab ich auch gern gemocht. Aber die andere Seite sehe ich auch: Bei mir ist viel weg, was ich null vermisse. Sachen, die mich gar nicht groß gestört haben, wie das tägliche abendliche Fernsehen, nur als ein Beispiel. Auch innere schlechte Gefühle, warum er schon wieder so schlecht drauf ist oder so. Wenn ich zurückblicke, frage ich mich, warum ich diese Muffeligkeit und angestrengte Atmosphäre offenbar so übersehen wollte, war lang genug.
Ich weiß nicht, ob es hilft, an die schlechten Sachen zu denken. Manchmal ja, manchmal nein ....