Zitat von KomischerVogel: Wenn der andere Elternteil bewusst durch eine faktisch widerlegbare Lüge die gemeinsamen Kinder aufwiegelt, dann würdest Du das so stehen lassen?
Ich denke darauf gibt es keine pauschale Antwort. Weil es zum einen darauf ankommt um was es eigentlich geht und zum anderen wie alt das Kind ist.
Bei deinem Beispiel ist es ein ganz einfacher Vorwurf der Unterschlagung z.B. den kann man ganz sachlich auch aufklären.
Aber der Umstand wie ihn @Newbee beschreibt ist heikel. Einfach weil er mit den Gefühlen und Wünschen des Kindes spielt. Mal von Ausnahmen die es immer gibt abgesehen, dürften sich die meisten Kinder wünschen das sie NICHT zwischen Mama und Papa pendeln, das sie NICHT 2 zuhause haben, das NICHT mit einer anderen Person an Seite von Papa/Mama klarkommen müssen usw.
Dem Kind an dieser Stelle zu suggerieren...."wenn es nach mir geht wäre das auch wieder wie früher, aber der andere will das nicht" ist unter alle Kanone.
Aus 2 Gründen : zum einen wird es ja als Mögliche Option offen gehalten und zum anderen der andere Elternteil (und evtl. dessen Partner) als DIE URACHE für die unschöne Situation hingestellt.
Und das empfinde ich als schwierig aufzulösen ohne die Schuld dem anderen zu geben. Zum einen haben ja an sich beide Eltern ihren Anteil daran das es in der Beziehung nicht so lief wie man es sich evtl. vorgestellt hat. Auf der anderen Seite hat aber nur EIN Teil einen bestimmten Weg gewählt. Und die war eher selten "Offene Kommunikation/ehrlich machen/Trennung".
Ich weiß nicht so recht wie ich es handhaben werde...ja ich sage werde, weil früher oder später wird meine Kleine sich nicht mehr mit "Mama und Papa haben sich nicht mehr lieb gehabt" zufrieden geben. Sie hat verstanden das Next gleich da war (schon beim renovieren der neuen Wohnung). Wäre sie 15 oder 16....wäre das was anderes. Aber bei einem Kind im alter von 5 Jahren. Da möchte ich eigentlich nicht, das sie denkt "Die Mama oder der Typ" ist schuld, weil sie aus der Situation ja auch nicht raus kann.
Zitat von Jamirah: @ balu mit dem background Großeltern das als nicht problematisch und so sehen das auch alleinerziehende Mütter oder Väter je nach Belastung ganz individuell.
Dazu möchte ich noch was sagen.
Ich war schon sehr frühzeitig recht selbstständig. Also "Probleme" die wir mit unserer Maus hatten/haben kannte meine Mutter von mir nicht. Was aber ein Unterschied ist, denke ich zumindest, ich hatte nicht das Gefühl irgendwie im Stich gelassen zu werden, ich hatte nicht das Gefühl das ich zu viel bin oder meine Eltern mich nicht lieben. Und gerade meine Mutter hat sich ja auch mit mir beschäftigt.
Merken Kinder aber das irgendwas an der Bindung nicht stimmt, sind so 2 oder 3 Stunden allein was ganz anderes. Für mich war klar "oh gegen 15:30 ist meine Mutti da"....oder später (als ich schon größer war) dann auch erst gegen 18:30.
Dazwischen hätte ich auch zu meinen Großeltern gekonnt.