@Jamirah Ich weiß, dass deine Situation beschissen ist. Und es tut mir leid, wenn ich da was angepiekt habe über das du gar keine Kontrolle hast.
Auch, wenn es bei uns im Moment im Miteinander ganz okay läuft, habe ich große Angst davor, dass wir es nicht gut geregelt bekommen. Meine Kinder werden die Vaterwochenenden so nicht mehr lange mitmachen und spätestens wenn sie so richtig in die Pubertät kommen, fahren sie nicht mehr zu ihm.
Heute morgen habe ich hier im Forum in irgendeinem Thread so eine Diskussion verfolgt, was Trennung mit Kindern macht. Und es ist so persönlich und emotionalisiert, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Aber eigentlich ist das Thema mit Blick auf die Kinder seit 30 Jahren ganz gut erforscht. Es gibt halt auch hier Dos und Don'ts. Die müssen nicht für jede Familie und jedes Kind passen.
Zitat von Jamirah: Eine befreundete Lehrerin sagte mal, dass Grundschulkinder oft sehr unter Wechsel leiden, weil sie immer Angst in der Schule haben, dass etwas fehlt.
Da ist sicher was wahres dran. Und ich kenne ganz viele persönliche Beobachtungen wie das Wechselmodell Unruhe in den Kindern verschafft. Meine jetztige Interpretation der Studien die ich heute so gelesen habe, ist aber, dass die Bindung zu beiden Elternteile langfristig den Kindern in ihrer Entwicklung so gut tut, dass Nachteile des Modells zu vernachlässigen sind.
Zitat von Jamirah: Ist es nicht viel wichtiger, dass die Kinder trotz Trennung Liebe spüren, Verlässlichkeit und Vertrauen zu Beiden haben.
Zitat von Caecilia: Und erst dann, wenn das mehr oder weniger zu 100% der Fall ist (was allerdings bei , im Gegensatz zu vielen anderen von uns hier, der Fall sein könnte), ist es aus meiner Sicht sinnvoll, darüber zu spekulieren, ob ein anderes Betreuungsmodell für die Kinder noch besser sein könnte.
Meine persönliche Frage dazu (und damit meine ich, dass ich es für mich gerade in Frage stelle) ist, wie soll ein Wochenendpapa ausreichend Verlässlichkeit und Vertrauen leben? Bevor sie ihn testen können, sind sie schon wieder bei mir. Es bleibt vieles ungesagt zwischen ihnen, weil es so ein kurzer Zeitraum ist.
@Jamirah Vielleicht musst du deinen Blick weg von der Trennung lenken und nur bei ihm als abwesendem Vater lassen. Es ist seine Entwicklung, die mit der Trennung bemerkbar wurde, aber nicht wirklich etwas damit zu tun hat.
Ich finde es gut, dass deine große in Therapie geht. Haben deine Kinder andere männliche Vorbilder? Vielleicht hilft so was wie Kickboxen um deine Kleine zu stärken.