Zitat von Balu85: So als wäre durch die Kinder ein Umbruch entstanden und einer will das nicht mehr oder bei den großen "man hat seine Pflicht getan, Kinder groß jetzt muss die Familie nicht mehr zusammen bleiben".
Das fand ich einen guten Gedanken.
Zitat von Balu85: Aber zusammen bleiben "für die Kinder" hört und liest man häufiger.
Meine Schwester hat das gemacht, gut zehn Jahre lang. Ihr Mann hatte eine Affäre, aber die Beziehung war vorher schon richtig schlecht. Ihr Umgang war höflich, ggf. manchmal freundlich. Aber Kinder sind sensibel - sie spüren, wie ihre Eltern in Beziehung sind. Die Beziehung meiner Schwester zu ihrem jetzt Ex-Mann ist definitiv keine, die ich mir als sozusagen Blaupause für Beziehungen für ihre Kinder gewünscht hätte. Allen Beteiligten hätte ich Trennungskompetenz gewünscht - aber die ist in unserer Familie eher nicht vorhanden

. Den Begriff kenne ich erst seit meiner eigenen Trennung.
Ich finde, eine Trennung, die bei meiner Schwester dann recht geräuschlos über die Bühne ging und eben auch zehn Jahre früher ohne Hass etc. gelaufen wäre, hätte den Kindern mehr und Besseres über Beziehungen gelehrt als ein Aushalten - was es für meine Schwester war.
Zum Thema "Kinder-Konto" , wie wir es gemacht haben: Ich fand es wichtig, dass unsere Kinder frühzeitig mit Geld und auch bald mit digitalem Bezahlen in Kontakt kommen. Weil genau das oft in frühe Verschuldungen mündet, denn Girokonten können überzogen werden auch ohne Dispo. Das Problem mit Girokonten ist ja, dass man einen Online-Kontostand nicht anfassen kann. Deswegen ist es für viele Menschen schwer, den Überblick zu behalten, besonders junge. (Und Banken sind eben nicht daran interessiert, dass der Dispo nicht verwendet wird - der bringt ihnen ja Einnahmen.) Unsere Kinder müssen aber mit digitalem Geld umgehen. Also natürlich: mit echtem Geld anfangen, aber eben frühzeitig auch über digitales Geld sprechen. Nächster Schritt dann Bezahlen mit dem Handy (mag ich nicht, mache ich nicht, finde aber wichtig, dass Kinder lernen. Oft sind sie ja weiter als man selbst, wobei ich da dran geblieben bin

).
Wir haben also früh (mit 10 Jahren oder so) den Kindern ein Taschengeld-Konto unter 18 eröffnet und dorthin das Taschengeld überwiesen. Diese U18-Konten sind Guthabenkonten, können in der Regel nicht überzogen werden und sind kostenlos. Ich kann die DKB sehr empfehlen, wenn das hier erlaubt ist, weil man an allen Geldautomaten gratis Geld abheben kann. Ansonsten sind sie normale Girokonten mit Online-Banking. Das heißt, die Kinder haben ihre Debitkarte, um Geld abzuheben, und können Überweisungen tätigen. Dann kann man für Sparzwecke ein Tagesgeldkonto anschließen oder ein dazu gehöriges Depot mit Welt-ETFs (Fonds auf den Weltindex, wen das interessiert, schreibt gern. Ich halte das für sinnvoll, kostet keine Kontoführungsgebühr extra.)