Ich habe einen Großteil des hier geschriebenen gelesen und wenn ich einen Tipp geben darf:
Ihr hab jetzt Gespräche geführt, wo es um Probleme und Dinge ging, die nicht passen. Solche Gespräche sind manchmal wichtig, aber sie belasten eben auch.
Ich glaube manchmal, kann man auch gar nicht genau in Worte fassen, was der Punkt ist, worum es eigentlich geht. Und oft weiß man das in dem Moment selber nicht.
Dann werden irgendwelche Dinge vorgeschoben und Problem diskutiert, aber Lösung will sich keine einstellen.
Zitat von Maglia: Gibt es keine Chance, dass man noch ein "gemeinsam" hinbekommt?
Dazu müsst ihr euch eine Frage stellen: wollt ihr beide, dass es weiter geht? (Ich meine herausgelsen zu haben, dass ihr das beide wollt)
Also würde ich sagen, ja dann ist es möglich!
Nachdem ihr schon problembehaftete Gespräche hattet, ist nun alles mal gesagt, was ein Problem ist?! (Im zweifel noch mal nach fragen bei ihm)
Nachdem die Dinge auf dem Tisch sind, würde ich den Fokus auf das positive richten und die Fragestellungen auch so formulieren. (Dauernd nur zu besprechen, was nicht passt, zermürpt beide und es bilden sich Fronten - dann ist es ein gegeneinander und kein miteinander)
Also setzt vielleicht da an:
Was läuft zwischen euch richtig gut?
Wovon soll es in eurer Beziehung mehr geben? Was könnt ihr zusammen neues ausprobieren (hobbies)?
Formuliert "Probleme" als Bedürfnisse oder als Wünsch und als Ich-Botschaft. Damit fällt es, finde ich, leichter darauf ein zu gehen und man versteht es nicht gleich als "Anklage". Dabei sollte aber auch klar sein, dass nicht jeder/es Wunsch/Bedürfnis erfüllt werden kann. Damit nimmt man aber auch Druck raus.
Auf dieser Basis lässt es sich dann leichter, wirklich zusammen daran arbeiten und einen Weg finden, der für beide gut ist.
Das ist aber ein Prozess dem man zeit und raum geben muss.
Ich würde mich auch nicht auf sein "Elternprobelm" fokusieren und ihn schon gar nicht in eine Therapie drängen. Ich weiß ja nicht, was da genau vorgefallen ist, in seiner Kindheit. Aber ich denke jeder hat so, seine Päckchen zu tragen und ob er das in einer Therapie angehen will, ist seine Sache. Therapie heißt auch nicht automatisch, dass sich das positiv auf die Beziehung auswirkt.
Alles liebe!