Hallo Lacrimosa
und alle Anderen,
ein kleiner Beitrag noch von mir.
Vor über einem Jahr landete ich auch in einer Dreiecksgeschichte.
Der Anfang: Friede, Freude, Eierkuchen, gemeinsame Unternehmungen, Aussagen wie ich fühle mich dir zugehörig, für dich erwäge ich mich aus meiner langfristigen Beziehung zu trennen, in begrenzten Zeiten auch S.., vorausgesetzt die Uhrzeiten wurden korrekt eingehalten, da gab es keinen Pardon. Auch wenn ich bittstellend mehr Zeit wünschte, interessierten diese Gefühle einfach nicht. Das Problem ist, anfangs hofft man zu sehr, glaubt das alles anders wird

wenn sie eines Tages als Zauberfee zu mir kommt und ich endlich Nr.1 für sie sein darf.
Was passiert: man verliebt sich mehr und mehr, die guten Dinge des gemeinsam Erlebten prägen sich im Kopf ein, die romantischen Momente, auch wenn sie selten waren, man begehrt, hofft auf mehr, träumt von ihren Bildern, ihren Zusagen für die tolle Zukunft.
Was passiert gleichzeitig: häufiger emotionaler Rückzug, wenn man mehr möchte, es wird zwischendrin kaum Kommunikation ermöglicht, weil der Partner Nr. 1 könnte etwas mitbekommen. Man geht Hand in Hand, Menschen laufen einem über den Weg, die Hand wird sofort weggezogen, aber die Zukunft wird weiter idealisiert, denn man will sich ja ein Türchen offenhalten. Das verletzte mich schon stets sehr, war auch in den Intimitäten, die auch sehr schön sein konnten gefangen. Zudem glaubte ich noch an ein Happyend. Die Ernüchterungen stellten sich aber immer häufiger ein. Ständiges Mail-Pingpong-Spiel in dem Sinne, schreibt man irgendetwas an Erwartungen hinein, an emotionalen Wünschen ect. wirst du abgestraft. Plötzlich werden aus lieben grüßen halt viele grüße und grüße. Weil ich die Frechheit besaß, zu laut zu sagen, das ich gerne mehr mit ihr zusammen sein möchte. Schließlich brauchte sie für ihre vielen Interessen noch viel Freiraum, für den ich auch Verständnis zeigen sollte und so weiter.
Das Ende vom Lied: man fühlt sich tief verletzt, kann nicht mehr damit umgehen, es kommt zu Diskussionen, Abwertungen, Verletzungen und so fort. Natürlich geriet ich in die Spirale und war dann teilweise extrem direkt und unfreundlich, fordernd und vorwurfsvoll, weil zu sehr verletzt. Nur, aus den Träumen wurden Illusionen, die man abhaken kann, weil sie nur noch spielte. Sie hatte auch die bessere Position, Partner mit beruflich gutem Stand. Nicht das ich den Aspekt nicht verstanden hätte, nur wurde er ständig geleugnet, ich fühlte mich verarscht, außerdem wurde man Freunden und Familie nie vorgestellt. Nein, nicht wegen Partner Nr. 1, sondern aus anderen Gründen. Warum wusste ich nie, darüber wurde nur heimlich getan, nicht darüber diskutiert. Geht mich angeblich nichts an. Das tat mir weh, weil es eine Form von Ausgrenzung ist. Heute kann ich mir denken, was die Ursache sein könnte, aber weh tut das trotzdem noch.
Und jetzt: seit 3 Monaten kaum mehr Kontakt, zwischendurch ein Versuch, sonst nur um ein paar Sachen zu klären.
Witzig: als ich sie vor einigen Monaten frei ließ, ging es ihr sofort besser. Irgendwie ist man dann versucht zynisch zu spekulieren, aber egal. Ich denke nur, das Nr. 1 bis heute davon nichts weiß, warum auch, so ist es viel bequemer und ich wollte sie nicht hinhängen. Denke mir nur, das sie dort aus Komfortgründen bleibt, bis der nächste auftaucht, den sie zumüllen kann mit tollen Zukunftsvisionen

(Motto, du armer Kerl, glaub es nur, außer du hast mehr zu bieten) etwas was sie durchaus glaubhaft vermitteln kann/konnte.
Das wollte ich jetzt gerne einfach mal so loswerden. Vielleicht hilft es im Verständnis für den ein oder anderen ein wenig.
Liebe Grüße an
Lacrimosa und alle anderen
Mitleidenden