ghostbuster
Gast
Mein Partner hat sich im Affekt getrennt. Vordergründiger Auslöser war ein Konzertbesuch meinerseits.
Tatsächlich geht es aber wohl mehr um Nähe/Distanz. Er klammert phasenweise. Schon öfter gab es Streit, weil ich mich mit Freunden verabredet hatte, ohne das mit ihm abzustimmen. Er fühlt sich dann nicht wichtig, sagt, er habe das Gefühl, in meinem Leben nur eine nachrangige Priorität zu haben, wohingegen die Beziehung für ihn vor allem anderen käme.
Ich liebe ihn, und er ist mir wichtig. Ich möchte allerdings keine symbiotische Beziehung führen, sondern über meine Zeit und meine Entscheidungen autonom verfügen.
Wir verstehen uns gegenseitig nicht. Er versteht nicht, dass ich trotz glücklicher Beziehung eine eigenständige Person bleiben möchte, ich verstehe nicht, was ihn so verletzt, an meiner Liebe und Verbindlichkeit zweifeln lässt.
Gibt es eine Chance für Paare, denen verschiedene Beziehungsmodelle vorschweben?
Getrennt hat er sich, nachdem wir für Fr erst verabredet waren, und ich ihm dann Di erzählt habe, dass ich Do mit einem gemeinsamen Bekannten auf ein Konzert fahre. Drama, telefonische Szene, Trennung. Und das, obwohl ich Mi früh ein Vorstellungsgespräch hatte.
Den Bekannten kennt er schon ewig, er hielt einmal große Stücke auf ihn, ist inzwischen aber sehr enttäuscht von der Person - nicht wegen mir, sondern aus anderen Gründen.
Das ist aber sein Konflikt, nicht meiner.
Wie haben uns Do Mittag gesehen. Viel geweint, uns auch geküsst. Zu dem Konzert bin ich trotzdem gefahren, um keine Mechanismen á la "Du machst etwas, was mir nicht passt, also leide ich ganz furchtbar, damit du dich anders verhälst" zu etablieren.
Er liebt mich. Und will mit mir Zusammensein. Und umgekehrt. Aber wir wissen nicht, wie wir das zur beiderseitigen Zufriedenheit hinbekommen. Jemand eine Idee?