tauris
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Ich brauche mal eine oder zwei…oder mehr Sichtweisen.
In meiner Beziehung fehlt mir die u.a.Wertschätzung - vorallem bezogen auf diesen einen Punkt: Mein Mann ist speziell.
Also, mein Partner hat Depressionen, narzisstische Tendenzen (laut Diagnosestellung und nicht weil das gerade modern ist!) er hat einen schwierige Zugang zu Emotionen.
Wir sind schon lange ein Paar, bisher konnte ich mehr oder weniger gut - je nach Phase mit seiner speziellen Art umgehen oder arrangieren. Mir fehlt u.a. Dennoch Die Wertschätzung.
Mittlerweile Frage ich mich ob es daran liegen kann das er selbst, dieses Bild von sich vertritt:
Wir haben alle unsere Macken und ich wäre ja auch nicht normal.
Während ich andere Partner/innen, mit selbiger oder ähnlicher Problematik, als Dankbar und wertschätzend erlebe - das er oder sie das mitmacht, mich aushält, mich reflektiert, mit mir durchs leben geht obwohl….
Frage ich mich mittlerweile ob mein Partner diese Wertschätzung nicht hat/fühlt/lebt - weil er selbst seine doch sehr spezielle Art NUR als Macke/Eigenheit wahrnimmt - also sich selbst ganz anders reflektiert?
Ein Beispiel: in einer tiefen Depressionsepisode musste er in die Tagesklinik, er war unausstehlich, abwerten, aufbrausend, unberechenbar…. wir haben Kinder - ich habe die ganze zeit versucht die Kinder rauszuhalten, ihn zu stützen aber auch ihm in den abwertenden Phasen Paroli zu bieten. ( er war 1 Jahr in der Tagesklinik ) außerdem Haushalt und Finanzen gestemmt. (Zumal unsere Kinder - nun 10 Jahre später sagen - sie hätten nichts mitbekommen)
In seiner Retrosperspektive war das eine Krise unserer Partnerschaft und nichts wofür ich seiner Meinung nach Wertschätzung dafür verdient hätte .
Ich bräuchte dazu mal einen Blick von außen - Wie sehr Ihr das, wo fängt Macke an und hört Krankheit auf - ist es selbstverständlich mit seinem Partner durch so eine Phase zu gehen ohne Wertschätzung?
Viele Grüße zum Sonntag
tauris