traurig40
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Ich habe soeben dieses Forum hier entdeckt, und einige Beiträge gelesen. Wenigstens fühle ich mich jetzt nicht mehr allein mit meinen schlimmen Schmerzen... es geht mir sehr sehr schlecht und das nun seit Juli. Dieses Jahr ist durch die Trennung das mitunter schlimmste seit vielen Jahren. Auch alte Wunden reißen auf, es tut nur noch weh, weh, weh... ich mache leider dasselbe durch wie viele von euch...
Mein Partner hat mich nach 5 Jahren von heute auf morgen verlassen, ohne Erklärung, keine Worte mehr, kein Gespräch. Es geht mir sehr sehr schlecht, obwohl es schon 6 Monate nun sind. Ich weiß nicht wie ich diese ambivalenten Gefühle von Liebe und Wut, teilweise schon Hass in mir aushalten soll/kann. Es ist so schwer, mal habe ich einen Tag an dem ich voller Zuversicht in die zumindest Gegenwart schaue, dann aber bringen mich meine Trauer meine Wehmut, meine Angst meine Erinnerungen geradezu um. Ich habe auch nach 6 Monaten das Gefühl ein verletztes Tier zu sein dass seine Wunden *beep* muss... alles in mir fühlt sich verwundet an und wenn ich in den Spiegel schaue sehe ich ein Gesicht das ich nicht sehen will, Verbitterung! Verbitterung in meinem sonst so hübschen Gesicht.
Er redet kein Wort mit mir, hat mir niemals eine Erklärung genannt für sein abruptes Ende unserer Beziehung. Ich stehe vor lauter Fragezeichen...weiß nicht warum....
Warum kann ein Mann der in diesem Jahr 50 Jahre alt wurde, und mich im Juni noch liebevoll angesehen hat, der noch 4 Tage vor seinem Schlussstrich mit mir S. wollte, warum kann ein Mann/Mensch so hart sein, mich so kalt aus seinem Leben schmeißen? Noch dazu auf eine so grausame bestialische Weise? er hat nach einem Streit in einer Nachricht an meinen SOHN ! über FACEBOOK ! unsere Beziehung beendet - feiger gehts kaum mehr! Das werde ich ihm niemals verzeihen können, aber ich kann diese Beziehung ohne eine Erklärung seinerseits für mich nicht abschließen... Ich mache mir Selbstvorwürfe, gehe jeden Moment der letzten Monate in Gedanken durch wann und was ich falsch gemacht habe, war es zuviel verlangt wieder mehr gemeinsame Zeit einzufordern? Darf ich in einer Beziehung nicht sagen dass ich mir wünsche dass er sich wieder mehr für "unsere" gemeinsame Zeit überlegt? Er war permanent nur noch mit Klettern, Wandern, Eiswandern, und nochmals Klettern und Klettern beschäftigt. Er hat nur noch sein Ego gepflegt und am Ende wirkte er tatsächlich manchmal wie ein selbstverliebter Gockel auf mich, und ich dumme Kuh habe ihm auch noch Komplimente gemacht, weil er einige Kilo abgenommen hatte. War ich nur die Witwentrösterin? Seine Frau ist an Krebs gestorben, etwa nur 1,5 Jahre danach haben wir uns über eine Partnerbörse kennengelernt, ich hatte gedacht er wäre schon so weit, vielleicht lag ich damit falsch?
Bitte kann mir jemand von euch erklären was in einem Mann vorgeht, der sehr eloquent, gebildet und intelligent ist, aber mit 50 Jahren sich von seiner "Frau" (so hat er mich manchmal liebevoll genannt :'( auf so eine verletzende Art und Weise trennt, wie ich es nie von ihm gedacht hätte, kann mir jemand vielleicht helfen welche Gründe es dafür geben kann? Denn er schweigt nur, und in mir zerstört es jede Form von Liebe, dieses eisige Schweigen...
die Traurige
P.S.: Euch allen viel Mut und Kraft bei eurer Bewältigung