Dharma1967
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Mir ist zu Beginn unserer Partnerschaft aufgefallen, das Alk. in seinen Leben eine große Rolle spielt, wußte aber nicht, das er ein Quartalstrinker ist, leider so einer, der wenn er viel zu viel hatte ziemlich fies wurde.
Ich weiß gar nicht, wie ich die letzten 5 Jahre beschreiben soll, es war ein ständiges auf und ab. Immer wieder Dramen, Trennungen, die zum Großteil auch durch den Alk. stattgefunden haben. Ihm tat es dann im Nachhinein wieder leid.
Er ist wenn er nüchtern ist, ein großartiger Mensch, sehr fürsorglich, sehr liebevoll und hilfsbereit. Es gab immer wieder Monate, da hat er gar nichts getrunken, da waren wir echt ein gutes Team.Leider habe ich im Oktober 2021 erfahren, das meine Erkrankung wieder sehr schlimm ist und ich eine Stammzellentransplantation machen muss. Ich rief ihn an, er sagte er komme nach der Arbeit zu mir, aber leider kam er nicht, weil er lieber noch auf einen Umtrunk ging.
zu diesen Zeitpunkt, war ich echt enttäuscht, vorallem weil er in dieser Zeit oft gesagt hat, das er zu mir kommt und am Abend habe ich dann erfahren, das er doch nicht kommt. Ich habe ihm vor ca. 2 Jahren einmal gesagt, das ich es verstehen würde und ihm in keinster Weise böse bin, wenn er meinen Weg nicht mitgehen kann.
Er sagte, ich lasse dich nicht im Stich, ich bin für dich da.
Um ihn jetzt nicht in ein schlechtes Bild zu rücken, er war für mich da aber immer nur eine gewisse Zeit, in unserer Partnerschaft gab es keine Stabilität. Wegen Kleinigkeiten, gab er mir oft meinen Wohnungsschlüssel zurück oder holte seine Sachen ab, immer gleich das ganze Drama. Ich weiß gar nicht, wieviel Trennungen wir hatten in den 5 Jahren und immer wieder tat es ihm dann leid.
Im Dezember und Jänner war ich für die Therapie im Krankenhaus, leider ging das schief und mir ging es sehr schlecht, wurde künstlich ernährt, weil ich nichts mehr essen konnte. Die Therapie wurde abgebrochen, ich hatte nur mehr 43kg.
zu dieser Zeit, war er wirklich für mich da, hat auf meine Katzen aufgepasst und als ich Entlastung wurde aus dem Krankenhaus, war er wirklich sehr für mich da.
Ich erinnere mich an einen Satz von ihm : Du bist meine große Liebe, mein ein und alles, ich lasse dich nicht im Stich.
Diesmal dachte ich wirklich, das wir jetzt endlich eine Stabilität in unserer Partnerschaft haben. Wir hatten trotz meiner Erkrankung eine sehr sehr schöne Zeit, ja bis im März, da Distanzierte er sich wieder, kam nicht obwohl es ausgemacht war und beim Telefonieren merkte ich des öfteren, das er Betrunken war.
Vor drei Wochen, war er Donnerstag auf einer Firmenfeier und wollte am Freitag zu mir kommen. Um 14:30 habe ich ihm angerufen, habe ihm aber nicht erreicht. Er hat mich dann um 15 Uhr angerufen, voll besoffen und war sehr fies zu mir, man verstand im kaum was er sagte so voll war er.
Ich fragte ihn nur, warum er noch immer so betrunken ist, war ja schon Nachmittag und darauf sagte er mir, er sei mir keine Rechenschaft schuldig, wo er war und ich weiß ja gar nicht, was er alles leistet in der Firma und ich sitze ja den ganzen Tag nur zu Hause, dann wünschte er mir eine gute Nacht, um 15 Uhr. Er war so voller Zorn mir gegenüber.
Das hat mich echt schwer getroffen, ich gehe nicht arbeiten weil ich krank bin und nicht weil es so lustig ist.
Ich dachte mir, ok er wird sich am nächsten Tag wenn er wieder nüchtern ist bei mir melden, aber es kam nichts.
Ich habe nichts gemacht, was ihm einen Grund geben könnte, so zu mir zu sein.
Einen Tag vorher war ich noch seine große Liebe und am nächsten Tag sowas dann.
Ich verstehe es einfach nicht, ich habe wirklich nichts gemacht. Vor Angst ihm in einen Betrunken Zustand zu erreichen, habe ich ihn auch nicht angerufen.
Nach 9 Tagen habe ich es dann doch gemacht, er ging nicht ans Telefon.
Ich weiß wirklich nicht, was ich ihm getan habe, ich dachte wirklich die letzten Monate, das wir eine stabile Partnerschaft haben, ich bleibe zurück mit sehr vielen Fragezeichen.
9 Tage ohne was von ihm zu hören, naja den Zustand habe ich auch nicht ausgehalten, dieses hin und her, und ich habe ihm dann geschrieben, das ich seine Sachen gepackt habe.
Gleich am nächsten Tag, hat er seine Sachen geholt, hab sie ihn vor die Türe gestellt, weil ich nicht wusste ob er was getrunken hat und ich keinen Streit wollte, er kann dann so richtig verletzend sein und vor dem hatte ich Angst. Ich hätte so gerne gewusst warum, wieso, weshalb.
Obwohl ich es ihm nie zugetraut hätte, glaube ich das er eine andere Frau hat und nur darauf gewartet hat, das ich diesen Schritt mache.
Komme mir so entsorgt vor, mir geht es überhaupt nicht gut.
Meine letzte Lebenszeit wollte ich in Harmonie verbringen und die schönen Dinge im Leben genießen und jetzt grübel ich die ganze Zeit nach, das tut mir echt nicht gut.
Ich weiß leider auch nicht, wieviel Zeit mir noch bleibt, da so ziemlich mein ganzer Körper vom Krebs befallen ist.
Eine Therapie Möglichkeit gibt es noch aber damit kann man auch keine Heilung erzielen, nur einen Stillstand, wenn ich glück habe einige Jahre.
Für mich ist jetzt die ganze Situation nicht zum aushalten, ich weiß gar nicht wie es weiter gehen soll. Wir hatten trotz meiner Erkrankung so eine schöne Zeit und von heute auf morgen alles vorbei.
Ich habe momentan kein Selbstwertgefühl und fühle mich nur noch schlecht.