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On/ Off- Beziehungen

Nele_

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Ich suche Menschen, die Erfahrungen mit langjährigen on/ Off Beziehungen haben.

23.11.2013 17:05 • #1


gästin hier


ich zum Beispiel.

Vor einem event. Austausch: Warum suchst Du ? Machst ja sehr wenig Angaben.
Also zwecks persönlichem Austausches, oder schreibst Du zB eine Diplomarbeit ?

LG

23.11.2013 17:23 • #2


Nele_


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Ich schreibe keine Diplomarbeit darüber, sondern bin selbst Betroffene und das seit 6 Jahren. Erneut befinde ich mich nun im 0ff- Modus, erst seit 5 Tagen. Trotz Psychoanalyse bin ich ratlos, was mich immer wieder zurückführt. Mein Kopf ist klar und mein Herz springt, so wie dieser Mann auftaucht. Mittlerweile habe ich das Gefühl, etwas abgeklärter zu sein, jedoch bleibt die Sorge, nicht aus diesem "Dilemma" zu finden.

Nele_

24.11.2013 12:32 • #3


Elfe2013


Was ist denn der Grund für on/off.
Ich glaube, wenn Du Antworten möchtest, musst Du mal die Geschichte schreiben.
lg elfe2013

24.11.2013 12:34 • #4


Nele_


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Hhmm, das scheint nicht ganz einfach. Wir hatten 3x eine halbjährliche Beziehung, ein halbes Jahre Pause zwischendurch. Dann 2 1/2 Jahre kaum Kontakt, anschließend eine 1 1/2 jährige gemeinsame Zeit. Zu jedem Ende ist zu sagen, dass es jedes Mal mit einem Knall geschah. Unser Paartherapeut empfahl die Trennung schon vor geraumer Zeit, weil wir scheinbar aneinander etwas auslösen. Das stellt sich aus meinem Verständnis in etwa so dar, dass ich eher die Nähe suchende bin und er der Distanzierte. Das kann "funktionieren", bei uns eben nicht. Für mich steht eher die Frage nun nach der 4. Trennung im Raum, wie schaffe ich es, mich tatsächlich zu lösen. In den 2 1/2 Jahren Kontaktlosigkeit hatte ich in einer wirklich schönen Beziehung häufiger das Gefühl, ihn langsam zu vergessen. Nun gab es in meiner Beziehung nach 7 Monaten eine kleine Unebenheit und just in diesem Moment rief mich unwissend meine on/ off Beziehung an. Als hätte er es geahnt. Ich entschied mich ein 4 Mal erneut für ihn und ließ unter vielen Tränen den anderen Mann gehen. Das erklärt sich mir nicht wirklich. Ich habe Sorge, dass sich dies in meinen Leben noch mehrmals wiederholen könnte...

24.11.2013 12:49 • #5


Nikimum30


Also, ich muss sagen, ich habe genau das gleiche Problem wie du im Prinzip. Bei mir geht das auch schon seit 4 Jahren so. Ich komme aber auch nicht los, egal was passiert, immer wieder lasse ich mich von ihm überreden. Immer wieder sagt er, dass er sich bessert, obwohl ich eigentlich genau weiß, dass das nicht passieren wird. Ich habe keine Ahnung, was passieren muss, damit ich es endlich beenden kann.

24.11.2013 18:40 • #6


mandarine


dann komme ich auch mal zu euch ...

auch ich stecke in so einer neverending-story.
auch ich versuche immer wieder, ihn loszulassen. und es gelingt mir nicht.
kopf gegen herz. weiss auch nicht, was das soll.
wir kennen uns seit acht jahren. es war mal eine engere beziehung.
dann über jahre, bis jetzt, so lose. etwas und nichts.
wenn wir aber selten mal zusammen sind, ist es sehr gut.
wir stehen seit eh in täglichem kontakt.
ich versuchte es schon mehrmals zu beenden, aber schaffte es nie.
er hat(te) auch andere frauen. nicht einmal das liess es enden.

alles in allem ist es energieraubend für mich, für ihn wahrscheinlich eher nicht.

suche auch immer wieder nach gründen, warum ich so und nicht anders reagieren kann.
lass uns gemeinsam nach gründen suchen, vielleicht hifts weiter...

mandarine

25.11.2013 07:12 • #7


Arla


Hallo an Alle,
ich stecke seit sieben Jahren in einer On-Off artigen Beziehung. Wir haben ein Nähe-Distanzproblem, also ich bin die mehr Nähesuchende und mehr Liebende vermutlich. Außerdem ist ein Kind seinerseits im Spiel, das macht es noch schwieriger, Nähe und Harmonie und Kontinuität zu leben. Es fing leider als Dreiecksgeschichte an, Gefühle und Leidenschaft führten dann zu Auschließlichkeit, es gab zwei kurze Trennungen und zwei längere Trennungen.

Im Jahr 2012 fand ich durch eine längere Trennung recht gut zu mir zurück, macht längere Reise allein, erlebte ein schönes Abenteuer, dennoch fehlte er mir dann nach der Rückkehr wieder. Als wir uns nach einem halben Jahr wiedersahen, ging es sofort wieder los.. Obwohl nur ich vorher etwas allein war. Das Datum des Wiedersehens hatte ich bewusst initiiert, da ich dieses Datum vorher geträumt hatte. Ich vermute, wir beide hatten noch aufgaben und Lektionen zu erfüllen, die auch bis jetzt noch nicht zu Ende sind.

In diesem Jahr lief es besser und ich schöpfte mehr Hoffnung für die Zukunft, im Frühjahr scheiterte ein Trennungsversuch zum Glück. Es folgte ein wundervoller Sommer, mit intensiven Zeiten und vielen Kurzreisen bis kürzlich seit dem mehr Harmonie. November ist schwieriger durch Umstände und Zeitmangel. Familiärer und beruflicher Stress seinerseits. rückzug mir gegenüber, fehlender gemeinsamer Alltag, Deutlich zu wenig Nähe für mich. Sagte ihm, dass ich unter diesen Umständen keine ZUkunftsperspektive mit ihm sehe, seit dem ist Funkstille. Und will hart bleiben, Veränderungen erreichen, obwohl dies dz illusionär ist. Starker plötzlicher Stimmungsumschwung ist ein drohendes Zeichen bei uns.

Ich denke es ist unter anderem die Ambivalenz beider Partner die zu häufigen On/Offs führt, bzw. fehlende Entscheidungsstärke etwas zu ändern in der Beziehung oder sich endgültig zu trennen.
Dafür ist die Anziehung dann doch zu stark, oder Themen sind einfach noch nicht durch.
Hoffe konnte Euch ein paar Anregungen geben.
LG

26.11.2013 00:57 • #8


Nele_


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Ich vermute, unser "Hang" hat mit alten in der Kindheit erlernten Verhaltensmustern und Erfahrungen zu tun. Ich bspw. verlor meinen leiblichen Vater mit 8 Jahren, meine Mutter zog mit mir fort. Seither sah ich ihn nicht wieder und es gab keinen Kontakt. Dieses "Verlassensein"gefühl, obwohl ich mich von meinem on/ off- Freund vor einer Woche trennte, steigt nun langsam in mir auf, neben vielen anderen Emotionen wie Ernüchterung, Wut, Trauer und stetiges Gedankenkreisen. Sie sind mir bewußt und ich versuche, täglich zu meditieren, um Stille und Frieden in mir zu finden. Auch bemühe ich mich darum, die aufsteigenden Gefühle nicht unbedingt als "meine" zu sehen, sondern als "ein" oder "mehrere" Gefühle und all diese sowie Gedanken nicht zu bewerten. Aufkommen, beobachten und ziehen lassen...Achtsam sein, auch und vor allem mit mir, das ist nach so langer Zeit der vergeblichen Mühen des Versuches, von IHM los zu kommen, mein Tun.

26.11.2013 09:17 • #9


mandarine


ich vermute auch, dass es (bei mir) etwas mit der ambivalenz zu tun haben könne, aber ebenso mit kindheitserfahrungen.

manchmal erwische ich mich, wenn mir jemand die frage stellt, ob ich mir vorstellen könnte, z.b. mit ihm zusammenzuwohnen, wie ich absolut kein spontanes "ja" dazu geben könnte...

ich selbst scheine eine angst vor nähe zu haben und ich bekämpfe sie aber an ihm, wobei ich denke, dass er diese "angst" auch hat.

ich kann mich womöglich nur auf jemandem einlassen, bei dem ich unbewusst weiss, dass ich mich nicht ganz einlassen muss oder kann.

natürlich möchte ich dieses verhalten an mir ändern, denn es ist immer wieder ziemlich ätzend, was man damit auch zu leiden hat. den schlüssel dafür habe ich aber noch nicht gefunden.

unter druck will ich mich auch nicht mehr setzen. wie du, nele schreibst "gefühle aufkommen lassen, beobachten und wieder ziehen zu lassen"...

ps: und immer wieder alenas beiträge beachten [/quote]

26.11.2013 19:06 • #10


Nele_


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Alenas Beiträge, wo finde ich die?

26.11.2013 19:14 • #11


mandarine


z.b. in dieser sparte, wo wir jetzt schreiben. da hat sie videos gepostet... schaue sonst einfach immer bei den beiträgen (nicht themaeröffnungen) auf ihren namen. sie schreibt oft... und wie ich finde, gut.

26.11.2013 19:49 • #12


Elfe2013


Ich habe ganz ganz schreckliche 5 Jahre on/Off erlebt.
Und jetzt ist es seit 4 Monaten vorbei. Aber ganz vorbei.
Also auch in mir.
Ganz unerwartet gar nicht mit einem riesigen Bäng. Es war ein Prozess über Monate. Und in der letzten Nacht habe ich gedacht, neben so einer Pfeife will ich nie mehr liegen. Nächsten Morgen habe ich ihm ein Küsschen gegeben und ein schönes WE gewünscht. Das wars.
Es gab da noch so ein paar Mails. Reden konnte er ja nie. Und die konnte ich souverän abhandeln. Ich habe ihn nie mehr gesehen. Und ich hatte auch nicht mehr den Wunsch.
Es gibt so einen Punkt, da reicht alle Liebe nicht. Ich hatte alles gegeben. Der Weg war zu Ende. Nie, niemals hätte ich mir das vorstellen können, da hin zu kommen.

26.11.2013 22:05 • #13


Arla


Danke für Eure schönen Beiträge.
Ich fühle mich gerade so müde, da ich so viel gegeben habe und
nicht das Gewünschte haben kann und so schön auch der Sommer war, keine Lust auf diese Instabilität, diesen Stress jetzt habe.

"Nah und doch so fern.." habe ich früher schon verschlungen und mich darin als passive
Beziehungsvermeiderin geoutet. So ist es: Zu viel Nähe geht nicht..daher kommen die
Abbrüche und Störungen von innen oder außen. Distanz ist auch schwierig >> Daher
hab ich gelernt, die Zeit mit mir selbst zu geniessen und meine Poten. besser
kennenzulernen, anstatt mich zu sehr von destruktiven Umständen abhängig zu machen.

Selbstzentrierung, Fokkussierung auf Dinge die ich einzig für mich tue und tägliche Meditation helfen Loszulassen, egal wie es gerade ist. Glaube, der andere ist der Spiegel in den wir schauen und er tut das, was wir nicht tun/tun wollen. Ich hatte mich schon länger innerlich gegen weitere Konfrontationen und Crashs entschieden und will nur noch Ruhe haben. Die Ruhe ist es, die fehlte.

27.11.2013 00:31 • #14


mandarine


@aria

danke für den buchtipp!

ich glaube auch, dass selbstzentrierung sehr wichtig ist. und ebenso, dass der andere oft ein spiegel ist.

ich bin aber noch nicht soweit, dass kopf und herz übereinstimmen. da wünschte ich mir manchmal, dass es mir gehen würde wie elfe 2013. einfach an den punkt gelangen, wo es klar ist, dass ich nicht mehr will und nicht mehr kann. wo es einfach vorbei ist.
er äusserte schon mehrmals, dass es unsterblich wäre mit uns und meinte damit aber vor allem die ero. seite. er glaubt wohl, dass er immer so weiter machen kann mit mir, weil ich ja die grenze noch nie endgültig ziehen konnte. praktisch für ihn, denn er lebt sein leben, wie es ihm gerade passt und mich hat er auch noch so nebenbei. mein kopf sagt schon viel zu lange klar nein und mein herz oder meine defizite lassen sich immer wieder einlullen von ihm.

aber ich bemühe mich... braucht halt noch mehr zeit oder eine neue verliebtheit oder...?

27.11.2013 13:59 • #15




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