Mindtricks
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Vorher war es einfach nur das ständige Grübeln über "ungelegte Eier", mein typischer Pessimismus oder das nachträgliche Durchspielen von Gesprächen oder Bemerkungen meines Gegenübers.
Jetzt, in einer recht frischen Beziehung und der ersten großen Krise, merke ich aber, dass es deutlich mehr ist. Trigger:
- Es ist das Ausbleiben von Nachrichten der Partnerin zur gewohnten Zeit
- Es ist das veränderte Schreibmuster
- Es sind die ausbleibenden Smileys nach Messages
etc.
Alles wird von mir unbewusst mit feinstmöglichen Antennen überanalysiert. Abweichungen vom bekannten (Verhaltens)Muster scheinen mir wie Flutlichter in´s Auge und signalisieren Gefahr. Gefahr für die eigene Sicherheit, Gefahr für die Beziehung.
Was ungebremst und unmittelbar hoch kommt sind Ängste, wie die Verlustangst.
Alte Wunden/Trigger, die hier bewusst (oder unbewusst) gedrückt oder aufgerissen werden
Warum wirkt ihre Message so kurz und kühl? Liebt sie mich nicht mehr oder ist sie sich unsicher mit uns?
Bin ich nicht mehr ihre Priorität? Was könnte wichtiger sein, als sich für mich Zeit zu nehmen?
Hat sie ggf. schon einen anderen?
Ich: "Ich liebe dich. Schlaf gut, mein Schatz💕"
Sie: "Ich dich auch. Schlaf auch gut"
Mein Kopf: Warum kein Herz? Warum die fehlende Emotion in der Nachricht? Meint sie es ggf. gar nicht so? Versucht sie lediglich Erwartungen zu befriedigen? Ist es für sie nur noch Routine?
Es sind solche Dinge, die meinen Kopf in's Gedankenchaos stürzen.
Abstellen ist sehr schwer. Selbst wenn ich mir sage "Alles ist gut - sie ist nur gerade beschäftigt oder unterwegs" drängt sich alles übertönend mein Kopf in den Vordergrund mit der Frage: "Und warum hat es früher funktioniert? Warum hat sie sich denn dort die Zeit genommen und eine liebe Nachricht zurück geschickt? Was hat sich verändert?"
Und schon bin ich wieder drin, im Grübel-Chaos.
Zermürbend. kräfteraubend.
Ich lenke mich ab mit Sport, Hobby und Musik aber die Grübeleien schwelen unter der Oberfläche - warten nur auf einen ruhigen Moment, um mich wieder zu drangsalieren.
Erkennt ihr euch hier wieder?
Was hilft euch in solchen Situationen bzw. habt ihr das "Overthinken" generell in den Griff bekommen können?